Menschenmenge protestiert vor Gericht – OLG Oldenburg verhandelt Schlachthof-Prozess

28.04.2026 161 mal gelesen 4 Kommentare

Oldenburg (Niedersachsen), 28.04.2026. Das Oberlandesgericht verhandelte heute in zweiter Instanz den Streit zwischen dem Schlachthof Brand Qualitätsfleisch in Lohne und zwei Tierschützer*innen. Diese hatten dort heimlich die umstrittene CO₂-Betäubung von Schweinen gefilmt. Der Schlachthof fordert knapp 100.000 Euro Schadensersatz und will die Verbreitung der Aufnahmen verbieten. Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten 250 Menschen lautstark für die Meinungsfreiheit und gegen das Leiden der Schweine.

Tierschützerin Anna Schubert sagt: „Das Gericht hat heute bestätigt, dass dieser Prozess ohne Zweifel die Meinungsfreiheit betrifft.”

„Das Angebot des Schlachthofs, uns die Schadensersatzsumme zu erlassen, wenn wir die Bilder zurückziehen, beweist eindeutig: Diese Klage ist ein Versuch, uns einzuschüchtern,” so Anna Schubert. „Der Schlachthof hat keinen Schaden. Er will uns lediglich zum Schweigen bringen und verhindern, dass Menschen die Wahrheit über das Ersticken von Schweinen erfahren.”

Schlachthofprozess_OLG_Oldenburg_2026-04-28
Quelle: Marco Molitor

„Wie soll die Öffentlichkeit sonst wissen, was in Schlachthöfen passiert? Freiwillig hat die Industrie diesen Erstickungskampf noch nicht gezeigt”, sagt Hendrik Haßel, der zweite Angeklagte. Der Richter bestätigte im Prozess, dass die Betäubung der Schweine im CO2-Schacht eine Blackbox sei.

Hendrik Haßel: „Wer nichts zu verbergen hat, muss auch keine Bilder verbieten lassen. Wir werden bis zur höchsten Instanz um diese Aufnahmen kämpfen.”

Die Entscheidung des Gerichts wird am 26.05.2026 verkündet.

Hintergrund
Der Prozess gegen Schubert und Haßel zeigt alle Merkmale einer SLAPP-Klage – einer strategischen Einschüchterungsklage. Die unabhängige No-SLAPP-Anlaufstelle hat dies bestätigt. Parallel zum Schlachthof-Prozess haben die Tierschützer*innen eine Verbandsklage eingereicht und die Kampagne „Tierschutzlüge CO₂-Betäubung: Lasst Schweine nicht ersticken“ gestartet.

Kontakt
Anna Schubert und Hendrik Haßel
presse@schlachthofprozess.org
Tel.: 0157 5714 0970

Bildquelle: Marco Molitor

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Ich verstehe nicht ganz, wie das Gericht nicht sieht, dass der Schlachthof nur versucht, die Wahrheit zu verstecken. Wenn sie nichts verbergen, warum dann die ganzen Klagen? Und diese CO2-Betäubung klingt echt grausam, ich kann mir garnicht vorstellen, was da im Schlachthof passiert. Hoffentlich gewinnen die Tierschützer!
Aber mal ehrlich, wenn die CO₂-Betäubung so schlimm ist, wie die Tierschützer sagen, dann ist es doch höchste Zeit, dass das endlich die Öffentlichkeit checkt - die klagen doch nur, um uns die Augen zu verschließen!
Also ich finde das Thema mega wichtig! Es macht mich echt sauer zu hören, wie die Industrie versucht, die Wahrheit zu vertuschen. Diese CO₂-Betäubung klingt für mich einfach nur grausam, und wenn die Leute vor dem Gericht protestieren, ist das voll berechtigt! Ich meine, wenn die Schlachthöfe nichts zu verbergen hätten, würden sie doch nicht so eine Klage anstrengen, oder? Das klingt für mich ganz klar nach einer Taktik, um die Tierschützer einzuschüchtern.

Es ist echt erschreckend, was hinter den Kulissen passiert, und ich finde, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, zu wissen, was mit den Tieren passiert, die wir konsumieren. Ich kann mich da einfach nicht zurückhalten, wenn ich daran denke, dass da Schweine in einem CO₂-Schacht ersticken müssen. Wie soll das bitte eine annehmbare Methode sein?

Und diese ganze rechtliche Auseinandersetzung erinnert mich daran, wie oft man als Verbraucher gar nicht gewusst hat, was wirklich abläuft. Vielleicht sind die Tierschützer die einzigen, die den Mut und die Kraft haben, für diese Tiere zu kämpfen. Ich drücke den beiden die Daumen und hoffe, dass sie im Prozess gewinnen! Das könnte wirklich ein Wendepunkt sein, wenn mehr Menschen das erfahren und vielleicht auch ein Umdenken in der Branche angestoßen wird. Es wäre echt super, wenn wir alle ein bisschen mehr über solche Themen nachdenken und uns engagieren!
Also ich find das den Hammer wie die Schlachthofleute versuchen die Tierschützer mundtot zu machen, haben die etwa was zu verbergen oder was?

Zusammenfassung des Artikels

Das Oberlandesgericht verhandelt den Streit zwischen dem Schlachthof Brand und Tierschützern, die heimlich CO₂-Betäubung von Schweinen filmten; der Schlachthof fordert Schadensersatz. Demonstrationen für Meinungsfreiheit begleiten den Prozess, während die Tierschützer auf eine Einschüchterungsklage hinweisen.

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