Inhaltsverzeichnis:
Pressespiegel: Tierschutzmeldungen vom 15.08.2026
Ramiswil: Schweizer Tierschutz reicht Strafanzeige ein
Der Schweizer Tierschutz (STS) hat Strafanzeige gegen die Solothurner Kantonstierärztin und den Chef des Amtes für Landwirtschaft eingereicht. Wie SRF berichtet, beschäftigt die Räumung eines Tierhofs in Ramiswil weiterhin die Justiz.
Im November 2025 beschlagnahmte der Solothurner Veterinärdienst auf dem Hof 122 verwahrloste Hunde und schl äferte sie direkt vor Ort ein. Ein Untersuchungsbericht bewertete den Tod von 99 Herdenschutzhunden nachträglich als begründet, kritisierte jedoch die ungenügende Prüfung bei den restlichen 23 Tieren. Zusätzlich wurden 43 Pferde und zwei Ziegen gerettet. Gegen die 57-jährige Halterin läuft ein Verfahren.
STS-Präsident Peter V. Kunz wirft den Verantwortlichen vor, zu spät eingegriffen zu haben. Statt frühzeitig zu handeln, hätten sie lediglich „mit der Tierhalterin geplaudert“. Den Entscheid zur Massentötung bezeichnet Kunz laut SRF als aus Bequemlichkeit getroffen und bezweifelt, dass es für die 99 Herdenschutzhunde keine Alternative gegeben habe. Viele der Tiere seien Jungtiere und Welpen gewesen, die noch hätten sozialisiert werden können.
Die beschuldigte Tierhalterin hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Auch das Solothurner Amt für Landwirtschaft und der Veterinärdienst haben im aktuellen Stadium des Verfahrens noch keine Stellungnahme zur Strafanzeige abgegeben. Nun muss die Justiz klären, ob die Behörden beim Vorgehen auf dem Hof in Ramiswil gesetzliche Vorschriften verletzt haben.
„So etwas erlebe ich hoffentlich nie wieder“ – eine im SRF-Beitrag aufgeführte Aussage der Kantonstierärztin im Zusammenhang mit dem Einsatz in Ramiswil.
| Quelle | SRF |
| Berichtsdatum | 14.08.2026, 20:47 |
| Beschlagnahmte Hunde | 122 |
| Getötete Herdenschutzhunde | 99 |
| Unzureichend geprüfte Tiere | 23 |
| Gerettete Pferde | 43 |
| Gerettete Ziegen | 2 |
| Alter der Halterin | 57 Jahre |
Infobox: Im Mittelpunkt stehen die Strafanzeige des STS, die Tötung von 122 Hunden im November 2025 und die Frage, ob die Behörden bei 23 Tieren ausreichend geprüft haben, ob eine Tötung notwendig war.
Argentinien: Umsiedlung von 30 Großkatzen beginnt
Aus dem ehemaligen Zoo Luján in Argentinien hat die Umsiedlung von 30 Großkatzen in Schutzgebiete in Südafrika und den USA begonnen. Die Mission wird von der globalen Tierschutzorganisation Vier Pfoten geleitet und gilt nach Angaben der Neuen Osnabrücker Zeitung als bislang umfangreichste Aktion der Organisation.
Der ehemalige Zoo liegt rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Buenos Aires. Fünfzehn Tiger und Löwen sollen in das Wildtierschutzgebiet The Wild Animal Sanctuary im US-Bundesstaat Colorado gebracht werden. Die restlichen Tiere sollen im Schutzzentrum Lionsrock in Südafrika ein neues Zuhause finden.
Vier Pfoten hatte nach einer Vereinbarung mit der argentinischen Regierung vor einem Jahr die Verantwortung für die Tiere des im Jahr 2020 geschlossenen Zoos übernommen. Zuvor hatte die Organisation festgestellt, dass die Großkatzen sowie die beiden Braunbären „Gordo“ und „Florencia“ unter schwierigen Bedingungen lebten und Unterstützung benötigten.
Neben der täglichen Betreuung arbeiteten die Tierschützer an einer langfristigen Lösung für die Tiere. Die beiden Braunbären wurden bereits im Februar in ein Schutzgebiet in Bulgarien gebracht. Nun läuft die Verlegung der Großkatzen, darunter Tiere mit den Namen „Brynn“, „Bella“, „Kalu“ und „Shelby“.
- 30 Großkatzen werden aus dem ehemaligen Zoo Luján umgesiedelt.
- 15 Tiger und Löwen sollen nach Colorado gebracht werden.
- Die übrigen Tiere sollen im Schutzzentrum Lionsrock in Südafrika leben.
- Die beiden Braunbären „Gordo“ und „Florencia“ wurden bereits im Februar nach Bulgarien gebracht.
Infobox: Die von Vier Pfoten geleitete Umsiedlung umfasst 30 Großkatzen. Die Tiere werden auf Schutzgebiete in Colorado und Südafrika verteilt; zuvor waren bereits zwei Braunbären nach Bulgarien gebracht worden.
Quellen: Deine Tierwelt, SRF, Neue Osnabrücker Zeitung.
Quellen:
- Piti und Pelusa suchen ein Zuhause (Baarz) - Rassekätzin (Tierschutz)
- Tierschutzskandal in Ramiswil: Wurden Hunde zu schnell getötet?
- Umsiedlung von 30 Großkatzen aus Zoo in Argentinien beginnt
- Yuca ist so niedlich und liebenswert! (Karben) - Mischlingshündinnen (Tierschutz)
- Koki, jetzt darf sie endlich an sich denken (Koblenz) - Mischlingshündin bis 30cm (Tierschutz)
- Warum sieht mich niemand? ? Libelle wartet? (Fließem) - Mischlingshündin bis 30cm (Tierschutz)





















