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Tierschutz-News: Strafanzeige in Ramiswil und Rettung von 30 Großkatzen

KI-generiert
15.08.2026 188 mal gelesen 4 Kommentare

Pressespiegel: Tierschutzmeldungen vom 15.08.2026

Ramiswil: Schweizer Tierschutz reicht Strafanzeige ein

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat Strafanzeige gegen die Solothurner Kantonstierärztin und den Chef des Amtes für Landwirtschaft eingereicht. Wie SRF berichtet, beschäftigt die Räumung eines Tierhofs in Ramiswil weiterhin die Justiz.

Im November 2025 beschlagnahmte der Solothurner Veterinärdienst auf dem Hof 122 verwahrloste Hunde und schl äferte sie direkt vor Ort ein. Ein Untersuchungsbericht bewertete den Tod von 99 Herdenschutzhunden nachträglich als begründet, kritisierte jedoch die ungenügende Prüfung bei den restlichen 23 Tieren. Zusätzlich wurden 43 Pferde und zwei Ziegen gerettet. Gegen die 57-jährige Halterin läuft ein Verfahren.

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STS-Präsident Peter V. Kunz wirft den Verantwortlichen vor, zu spät eingegriffen zu haben. Statt frühzeitig zu handeln, hätten sie lediglich „mit der Tierhalterin geplaudert“. Den Entscheid zur Massentötung bezeichnet Kunz laut SRF als aus Bequemlichkeit getroffen und bezweifelt, dass es für die 99 Herdenschutzhunde keine Alternative gegeben habe. Viele der Tiere seien Jungtiere und Welpen gewesen, die noch hätten sozialisiert werden können.

Die beschuldigte Tierhalterin hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Auch das Solothurner Amt für Landwirtschaft und der Veterinärdienst haben im aktuellen Stadium des Verfahrens noch keine Stellungnahme zur Strafanzeige abgegeben. Nun muss die Justiz klären, ob die Behörden beim Vorgehen auf dem Hof in Ramiswil gesetzliche Vorschriften verletzt haben.

„So etwas erlebe ich hoffentlich nie wieder“ – eine im SRF-Beitrag aufgeführte Aussage der Kantonstierärztin im Zusammenhang mit dem Einsatz in Ramiswil.
QuelleSRF
Berichtsdatum14.08.2026, 20:47
Beschlagnahmte Hunde122
Getötete Herdenschutzhunde99
Unzureichend geprüfte Tiere23
Gerettete Pferde43
Gerettete Ziegen2
Alter der Halterin57 Jahre

Infobox: Im Mittelpunkt stehen die Strafanzeige des STS, die Tötung von 122 Hunden im November 2025 und die Frage, ob die Behörden bei 23 Tieren ausreichend geprüft haben, ob eine Tötung notwendig war.

Argentinien: Umsiedlung von 30 Großkatzen beginnt

Aus dem ehemaligen Zoo Luján in Argentinien hat die Umsiedlung von 30 Großkatzen in Schutzgebiete in Südafrika und den USA begonnen. Die Mission wird von der globalen Tierschutzorganisation Vier Pfoten geleitet und gilt nach Angaben der Neuen Osnabrücker Zeitung als bislang umfangreichste Aktion der Organisation.

Der ehemalige Zoo liegt rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Buenos Aires. Fünfzehn Tiger und Löwen sollen in das Wildtierschutzgebiet The Wild Animal Sanctuary im US-Bundesstaat Colorado gebracht werden. Die restlichen Tiere sollen im Schutzzentrum Lionsrock in Südafrika ein neues Zuhause finden.

Vier Pfoten hatte nach einer Vereinbarung mit der argentinischen Regierung vor einem Jahr die Verantwortung für die Tiere des im Jahr 2020 geschlossenen Zoos übernommen. Zuvor hatte die Organisation festgestellt, dass die Großkatzen sowie die beiden Braunbären „Gordo“ und „Florencia“ unter schwierigen Bedingungen lebten und Unterstützung benötigten.

Neben der täglichen Betreuung arbeiteten die Tierschützer an einer langfristigen Lösung für die Tiere. Die beiden Braunbären wurden bereits im Februar in ein Schutzgebiet in Bulgarien gebracht. Nun läuft die Verlegung der Großkatzen, darunter Tiere mit den Namen „Brynn“, „Bella“, „Kalu“ und „Shelby“.

  • 30 Großkatzen werden aus dem ehemaligen Zoo Luján umgesiedelt.
  • 15 Tiger und Löwen sollen nach Colorado gebracht werden.
  • Die übrigen Tiere sollen im Schutzzentrum Lionsrock in Südafrika leben.
  • Die beiden Braunbären „Gordo“ und „Florencia“ wurden bereits im Februar nach Bulgarien gebracht.

Infobox: Die von Vier Pfoten geleitete Umsiedlung umfasst 30 Großkatzen. Die Tiere werden auf Schutzgebiete in Colorado und Südafrika verteilt; zuvor waren bereits zwei Braunbären nach Bulgarien gebracht worden.

Quellen: Deine Tierwelt, SRF, Neue Osnabrücker Zeitung.

Quellen:

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Bei den 23 nicht ausreichend geprüften Hunden muss die Justiz wirklich genau hinschauen – da darf sich niemand einfach mit dem Hinweis auf die schwierige Situation herausreden. Gleichzeitig finde ich die Umsiedlung der Großkatzen nach Colorado und Südafrika hoffnungsvoll, auch wenn solche Schutzgebiete natürlich kein echtes Zuhause in freier Wildbahn ersetzen können.
Bei 99 Hunden mag die Lage schlimm gewesen sein aber grade bei den 23 nur ungenügend geprüften muss jetzt wirklich sauber geklärt werden ob die Tötung nötig war und nicht einfach alles unter schwierigen Umständen verschwinden, während die Großkatzen-Umsiedlung nach Colorado und Südafrika wenigstens mal ein Lichtblick ist.
Hoffentlich wird bei den 23 Hunden jetzt wirklich jeder einzelne Fall sauber geprüft und nicht einfach alles über einen Kamm geschert, weil nach so einer Sache das Vertrauen eh schon ziemlich im keller ist.
Was mich an den bisherigen Kommentaren noch beschäftigt, ist die Rolle der Behörden vor dem eigentlichen Einsatz. Bei so vielen Tieren hätte es doch längst abgestufte Maßnahmen geben müssen: Kontrollen, Auflagen, Unterstützung und notfalls eine schrittweise Beschlagnahmung. Wenn am Ende nur noch die Entscheidung zwischen Wegsehen und einer Tötung vor Ort bleibt, ist vorher offensichtlich einiges schiefgelaufen. Natürlich kann niemand aus der Ferne beurteilen, in welchem Zustand die einzelnen Hunde waren, und die Einsatzkräfte standen vermutlich unter enormem Druck. Aber genau deshalb braucht es klare Notfallpläne und unabhängige Fachleute, die bei jedem Tier einzeln hinschauen. Besonders bei Welpen und jungen Hunden klingt die nachträgliche Kritik an den 23 unzureichend geprüften Tieren sehr ernst. Jeder dieser Fälle steht für ein eigenes Leben und darf nicht einfach in einer Gesamtzahl untergehen.

Die Aussage der Kantonstierärztin, dass sie so etwas hoffentlich nie wieder erleben müsse, zeigt ja auch, wie belastend der Einsatz gewesen sein muss. Trotzdem darf persönliches Leid der Verantwortlichen nicht dazu führen, dass die öffentliche Kontrolle ausbleibt. Die Strafanzeige sollte deshalb nicht als Vorverurteilung verstanden werden, sondern als Möglichkeit, den Ablauf wirklich sauber zu prüfen. Am Ende muss nachvollziehbar sein, wer wann welche Informationen hatte und warum welche Entscheidung getroffen wurde. Nur so kann man daraus etwas für zukünftige Fälle lernen.

Bei den Großkatzen finde ich wichtig, dass die Umsiedlung nicht als einfache Erfolgsgeschichte verkauft wird. Ein Schutzgebiet in Colorado oder Südafrika ist sicher besser als ein ehemaliger Zoo unter schlechten Bedingungen, aber für Tiere, die ihr ganzes Leben in menschlicher Obhut verbracht haben, ist auch dieser Transport eine große Belastung. Umso erfreulicher ist, dass die Aktion offenbar langfristig geplant wurde und die Tiere nicht einfach irgendwo untergebracht werden. Dass zuerst die Bären nach Bulgarien gebracht wurden und nun die Großkatzen folgen, zeigt zumindest, dass für jedes Tier eine passende Lösung gesucht wird. Hoffentlich bleiben die neuen Einrichtungen dauerhaft gut finanziert und werden streng kontrolliert. Ein schöner Name für ein Schutzgebiet allein reicht schließlich nicht, entscheidend sind Platz, Pflege und fachkundige Betreuung.

Beide Meldungen zeigen eigentlich dasselbe Problem: Tierschutz darf nicht erst anfangen, wenn die Lage völlig eskaliert ist. Bei den Hunden hätte früheres Eingreifen vielleicht viel Leid verhindert, und bei den Großkatzen braucht es nach der Rettung weiterhin jahrelange Verantwortung. Das wird in solchen Nachrichten oft etwas unterschätzt, weil die spektakuläre Rettungsaktion natürlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Für mich ist aber gerade die Zeit danach der eigentliche Test. Hoffentlich werden beide Fälle transparent aufgearbeitet und nicht nach ein paar Wochen wieder vergessen.

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