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Tierschutz-Aktivisten klettern auf Circus-Krone-Zelt in Hamburg
Auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg sind am Donnerstag zwei Männer und eine Frau der Organisation „Vier Pfoten“ mit professionellem Klettergeschirr auf das Zelt des Circus Krone geklettert. Sie wollten dort ein Banner befestigen, wurden jedoch von Zirkusmitarbeiterinnen und -mitarbeitern daran gehindert.
Laut einem Sprecher der Polizei kletterten mehrere Beschäftigte des Zirkus hinterher und versuchten in rund acht bis zehn Metern Höhe, die Aktivistinnen und Aktivisten vom Zelt zu holen. Dabei soll es auch zu Schlägen gekommen sein. Die Aktivistinnen und Aktivisten riefen schließlich selbst die Polizei; ein Aktivist wurde an der Nase verletzt und von Sanitätern versorgt.
Die Polizei ermittelt gegen die Aktivistinnen und Aktivisten wegen Hausfriedensbruch. Gegen die Zirkusmitarbeiterinnen und -mitarbeiter wird wegen Körperverletzung ermittelt.
Der Circus Krone steht wegen seines Umgangs mit Tieren in der Kritik. Der Hamburger Tierschutzverein erklärte, dass im aktuellen Programm Löwen, Tiger, Pferde und Hunde gezeigt würden. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren und anderen Tieren sei in einem Zirkus unmöglich.
Circus Krone weist die Kritik zurück. Martin Lacey bezeichnet die Tiere als „Teil der Familie“ und sagte: „Die Tiere sind meine Babys.“ Seinen Tieren gehe es sehr gut, außerdem gebe es keine stereotypischen Bewegungen, die auf Langeweile oder Ähnliches hindeuten würden.
„Meinen Tieren geht es sehr gut und das Publikum weiß das auch.“ – Martin Lacey, Circus Krone
Am Donnerstagnachmittag demonstrierte der Hamburger Tierschutzverein mit knapp 100 Menschen vor dem Eingang des Circus Krone. Die Teilnehmenden sollten einen Spiegel mit roter Clowns-Nase mitbringen, um den Premieren-Gästen symbolisch einen Spiegel vorzuhalten.
In Deutschland ist die Haltung von Wildtieren in einem Zirkus unter Auflagen erlaubt. Städte und Kommunen wie Köln, Stuttgart und einige Berliner Bezirke vergeben jedoch keine Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtier-Shows. Nach Angaben der Hamburger Behörden könne dies auf öffentlichen Flächen in Hamburg derzeit nicht rechtssicher durchgesetzt werden. Der rot-grüne Senat setze sich auf Bundesebene bereits länger für ein entsprechendes Verbot ein.
Zusammenfassung: Der Streit um Tiernummern im Circus Krone führte in Hamburg zu einem Polizeieinsatz und Ermittlungen gegen beide Seiten. Während Tierschutzorganisationen die Haltung von Wildtieren grundsätzlich kritisieren, hält der Zirkus an seinem Programm fest.
Quelle: NDR.de
Katzenauffangstation in Kuchenheim gibt besonderen Tieren eine zweite Chance
In Kuchenheim ist aus einem Wohnhaus eine Katzenauffangstation geworden. Der Verein Tierschutz Euskirchen betreut dort Tiere mit sehr unterschiedlichen Vorgeschichten, darunter gehandicapte Katzen, abgegebene Tiere und eingefangene Katzen ohne Besitzer.
Ein Beispiel ist Greta. Die Katze leidet an Ataxie, einer neurologischen Störung, durch die sie ihre Bewegungen nicht richtig koordinieren kann. Ihr schwankender Gang wird voraussichtlich bleiben. Eine Vermittlung wäre zwar theoretisch möglich, praktisch wären die Anforderungen an ein geeignetes Zuhause jedoch hoch. Greta bleibt deshalb in der Obhut des Vereins.
Die Station gibt es seit 2009 und sie wird von der Stadt geduldet. Im Haupthaus können sich gleichzeitig rund 20 Katzen befinden, etwa 60 weitere Tiere leben auf Pflegestellen. Mit zusätzlichen Dauerpflegefällen nähert sich die Zahl der Katzen, für die der Verein gleichzeitig verantwortlich ist, zeitweise der 100er-Marke.
Im Laufe eines Jahres kommen rund 350 Tiere zusammen. Jedes neu aufgenommene Tier kommt zunächst in Quarantäne, wird entfloht, entwurmt und tierärztlich untersucht. Erst wenn der Gesundheitszustand geklärt ist, zieht die Katze in eines der Katzenzimmer oder zu einer Pflegestelle um.
Etwa drei Viertel der Tiere sind Abgabekatzen und keine eingefangenen Straßenkatzen. Als Gründe werden Allergien, Umzüge, finanzielle Schwierigkeiten oder der Tod eines Besitzers genannt. Zusätzlich organisiert der Verein Fangaktionen unter anderem in Euskirchen, Zülpich und Weilerswist.
Bei verwilderten Katzen bedeutet Tierschutz nicht automatisch Vermittlung. Die Tiere werden eingefangen, kastriert und medizinisch versorgt. Bleiben sie scheu und an das Leben draußen gewöhnt, werden sie an kontrollierten Futterstellen wieder ausgesetzt. Suchen sie dagegen den Kontakt zu Menschen, beginnt die Suche nach einem Zuhause.
Bei der Vermittlung achtet der Verein darauf, dass die Bedingungen zum jeweiligen Tier passen. Junge Katzen sollen möglichst nicht allein vermittelt werden, damit sie miteinander spielen, raufen und lernen können. Auch die Aussicht auf späteren Freigang spielt eine Rolle, da reine Wohnungshaltung laut Brigitte Harnack nicht für jede Katze geeignet ist und zu Verhaltensproblemen führen kann.
Interessenten sollen sich nicht allein aufgrund eines Fotos in den sozialen Netzwerken entscheiden. Harnack betont, dass Katzen keine Produkte seien, die derjenige bekomme, der zuerst auf „Gefällt mir“ klicke. Wer sich ernsthaft interessiere, müsse sich über das Kontaktformular melden. Mehrere Besuche seien sinnvoll, weil sich viele Tiere gegenüber Fremden zunächst zurückhaltend zeigten.
„Zwei junge Tiere können miteinander spielen, raufen und lernen.“ – Brigitte Harnack
Das Rückgrat der Arbeit bilden die Pflegestellen. Rund 35 Dauerpflegestellen gehören zum System, insgesamt kann der Verein auf etwa 75 Pflegestellen im Kreis Euskirchen zurückgreifen. Interessenten werden geprüft, es gibt einen Hausbesuch und Mindestanforderungen wie ein separates Zimmer.
Der Verein übernimmt die Kosten für Futter, Streu und tierärztliche Behandlungen. Mitunter behalten Pflegefamilien die Tiere dauerhaft. Dieses sogenannte „Pflegestellenversagen“ kann dazu führen, dass ein weiterer Platz für ein neues Tier fehlt, zugleich entsteht für die Katze ein dauerhaftes Zuhause.
Für Tierarztfahrten nutzt der Verein die WhatsApp-Gruppe „Pfötchen-Express“. Darüber werden Fahrten zu einer Tierärztin in Kall organisiert. Einen eigenen Tierarzt gibt es im Katzenhaus nicht.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Bestehen der Auffangstation | seit 2009 |
| Katzen im Haupthaus | rund 20 |
| Tiere auf Pflegestellen | etwa 60 |
| Tiere im Laufe eines Jahres | rund 350 |
| Jährliche Gesamtausgaben | mehr als 200.000 Euro |
| Jährliche Tierarztkosten | 130.000 bis 150.000 Euro |
| Dauerpflegestellen | rund 35 |
| Pflegestellen insgesamt | etwa 75 |
Die jährlichen Ausgaben von mehr als 200.000 Euro werden nach Angaben des Vereins überwiegend durch Spenden finanziert. Allein für Tierarztkosten fallen laut Harnack 130.000 bis 150.000 Euro an. Hinzu kommen Impfungen, Kastrationen, Medikamente und Operationen.
In Kuchenheim leben auch Katzen aus Kriegsgebieten, unter anderem aus der Ukraine. Einige Tiere bringen Verletzungen mit, für die es keine einfache medizinische Lösung gibt. In solchen Fällen geht es nicht unbedingt um Vermittlung, sondern darum, den Tieren ein gutes Leben zu ermöglichen.
Auch im Kreis-Tierheim in Mechernich ist die Lage angespannt. Dort leben rund 30 Katzen, etwa 40 Kaninchen und kaum noch Platz für weitere Hunde. Von den derzeit rund 30 Katzen seien lediglich acht vermittelbar. Mehr als 80 Tiere habe das Tierheim in diesem Jahr bereits kastriert.
Das Tierheim berichtet außerdem von zunehmend ausgesetzten Kaninchen, die häufig trächtig seien. Hunde könne die Einrichtung kaum noch aufnehmen, da es sich oft um beschlagnahmte und schwer vermittelbare Tiere handele. Ein Neubau stehe an, die Kosten könne der Verein jedoch nicht allein tragen.
Der Tierschutzverein Kall betreut derzeit 21 Katzen. 14 Tiere befinden sich im Tierheim oder auf dem Gelände, fünf weitere leben auf Pflegestellen. Zwei Katzen sind aktuell zur Vermittlung freigegeben, fünf weitere werden darauf vorbereitet.
Im Kreis Euskirchen gilt seit März 2018 eine Katzenschutzverordnung. Freigängerkatzen müssen kastriert, eindeutig gekennzeichnet und registriert sein. Die Kennzeichnung kann durch einen Mikrochip oder eine Tätowierung erfolgen und muss von einem Tierarzt vorgenommen werden.
Die Kennzeichnungsnummer muss gemeinsam mit den Halterdaten in einem Haustierregister hinterlegt werden, beispielsweise bei Tasso oder Findefix. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit einem Bußgeld belegt werden. Eine reine Wohnungskatze fällt dagegen nicht unter die Kastrationspflicht.
Zusammenfassung: Die Auffangstation in Kuchenheim verbindet Katzenhaus, Pflegestellen und ehrenamtliche Hilfe zu einem weitreichenden Netzwerk. Neben der Vermittlung stehen auch dauerhafte Betreuung, medizinische Versorgung und der Schutz verwilderter Katzen im Mittelpunkt.
Quelle: Kölnische Rundschau
Kommunen in Israel verbieten lebende Hühner bei Kapparot-Zeremonie
Weitere Kommunen in Israel haben angekündigt, die Verwendung lebender Hühner bei der traditionellen Kapparot-Zeremonie vor Jom Kippur zu verbieten. Vorausgegangen war ein Appell der Tierschutzorganisation „Let the Animals Live“.
Bei der Zeremonie wird ein Huhn über dem Kopf hin- und hergeschwenkt, damit die „Sünden“ auf das Tier übergehen, bevor es geschlachtet wird. Die Praxis ist auch in religiösen Kreisen umstritten.
Tel Mond, Yeruham, Mevaseret Zion und Yavne schlossen sich der Initiative an. Kiryat Bialik und Rischon LeZion erneuerten ihre Zusage. Nach Angaben der Organisation untersagen viele weitere Kommunen, darunter Tel Aviv und Beer Sheva, die Praxis bereits seit mehreren Jahren.
Zusammenfassung: Der Einsatz lebender Hühner bei Kapparot bleibt in Israel umstritten. Weitere Kommunen schlossen sich nun den Verboten beziehungsweise entsprechenden Zusagen an.
Quelle: Jüdische Allgemeine
Polizei ermittelt nach Einsatz auf Schafweide im Unterallgäu
Im Unterallgäu sind die Polizei und das Unterallgäuer Veterinäramt am Sonntagvormittag zu einer Schafweide ausgerückt. Hintergrund war ein krankes Schaf, das eingeschläfert wurde und nun untersucht wird.
Der Tierschützer Philipp Hörmann, der maßgeblich den Tierskandal in Bad Grönenbach aufgedeckt hat, berichtete über den Einsatz. Die Polizei ermittelt zu den Umständen des Falls.
Zusammenfassung: Ein krankes Schaf wurde nach einem Einsatz von Polizei und Veterinäramt eingeschläfert. Die weiteren Umstände werden untersucht.
Quelle: Augsburger Allgemeine
Hündin Kyrie wartet auf ein neues Zuhause
Auf Deine Tierwelt wird die Hündin Kyrie als Tier aus dem Tierheim beziehungsweise Tierschutz vorgestellt. Die Anzeige weist darauf hin, dass die Hündin bereits lange wartet.
Das Angebot stammt vom Partner Tiervermittlung.de. Weitere Angaben zu Kyries Alter, Haltung, Herkunft oder Vermittlungsbedingungen sind in der vorliegenden Anzeige nicht enthalten.
Zusammenfassung: Kyrie wird über eine Tierschutzvermittlung vorgestellt und sucht weiterhin ein Zuhause. Die Anzeige macht deutlich, dass sie bereits längere Zeit auf eine Vermittlung wartet.
Quelle: Deine Tierwelt
Razzia in Wildpark und Greifvogelzoo wegen Verdachts auf Verstöße gegen Tierschutzgesetz
Die Polizei hat am Mittwoch, dem 16. September, seit den Morgenstunden einen Wildpark und einen Greifvogelzoo im Nordpfälzer Bergland durchsucht. Anlass sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.
Die Durchsuchung erfolgte auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Kaiserslautern. Dem Betreiber wird vorgeworfen, Wirbeltiere ohne vernünftigen Grund getötet zu haben. Außerdem besteht der Verdacht, dass Tieren aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt wurden oder dass sie länger anhaltende beziehungsweise sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden ertragen mussten.
In der Einrichtung werden nach aktuellen Erkenntnissen etwa 800 Tiere aus rund 140 verschiedenen Arten gehalten. Einsatzkräfte der Kriminaldirektion Kaiserslautern wurden bei der Durchsuchung von Fachleuten des zuständigen Veterinäramts sowie Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik unterstützt.
Die Behörden kündigten an, zu gegebener Zeit über das Ergebnis der Durchsuchung zu berichten. Zum Zeitpunkt der Meldung lagen noch keine weiteren Ergebnisse vor.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Zeitpunkt der Durchsuchung | 16. September 2026 |
| Gehaltene Tiere | etwa 800 |
| Verschiedene Arten | rund 140 |
| Rechtsgrundlage | Beschluss des Amtsgerichts Kaiserslautern |
Zusammenfassung: Eine Durchsuchung im Nordpfälzer Bergland richtet sich gegen einen Wildpark- und Greifvogelzoo-Betreiber. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe der Tötung von Wirbeltieren sowie möglicher erheblicher Schmerzen oder Leiden bei Tieren.
Quelle: Wochenblatt Reporter
Quellen:
- Tierschutz-Aktivisten klettern auf Zelt von Circus Krone
- Auffangstation für besondere Tiere: In Kuchenheim bekommen Katzen eine zweite Chance
- Nachteulen, Gedenken, Tierschutz: Kurzmeldungen aus Israel
- Polizei ermittelt nach Tierschutz-Einsatz: Krankes Schaf wird getötet und nun untersucht
- tolle Hündin Kyrie wartet schon soo lang (Nürnberg) - Hunde aus dem Tierheim / Tierschutz
- Razzia in Wildpark und Greifvogelzoo: Tierschutz-Verdacht




















