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Tierschutz-News: Label-Streit, Auslandshunde und neue Vermittlungstiere

KI-generiert
03.08.2026 85 mal gelesen 3 Kommentare

Label-Kompass des Schweizer Tierschutzes löst Streit über Tierwohl aus

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat einen neuen «Label-Kompass» vorgestellt, der Fleisch-, Ei- und Milch-Labels in die Kategorien «sehr gut», «gut», «ausreichend» und «unbefriedigend» einteilt. Ziel sei laut STS, Orientierung im Label-Angebot zu schaffen und «wenig, aber bessere tierische Proteine – nachhaltig produziert, mit Respekt gegenüber Nutztieren, Natur und Umwelt» zu fördern.

Der Bericht von Nau zeigt, dass andere Tierschutzorganisationen den Ansatz kritisch bewerten. Animal Rights Switzerland vertritt die Position, dass jede wirtschaftliche Tiernutzung problematisch sei. Geschäftsleiterin Céline Schlegel erklärt, dass auch in der Labelproduktion viel Tierleid erlaubt sei. Als Beispiele nennt sie die Panik und Atemnot von Schweinen bei der CO2-Betäubung sowie schmerzhafte Brustbeinbrüche bei Legehennen.

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«Viel Tierleid ist auch in der Labelproduktion erlaubt.» – Céline Schlegel, Animal Rights Switzerland

Swissveg bewertet den Kompass differenzierter. Lubomir Yotov, stellvertretender Geschäftsführer von Swissveg, begrüsst grundsätzlich mehr Transparenz und sieht einen möglichen Nutzen darin, Unterschiede bei Haltungsbedingungen verständlicher zu machen. Gleichzeitig warnt er davor, dass besonders positiv wahrgenommene Labels den Konsum tierischer Produkte möglicherweise nicht verringern.

«Auch die besten Tierwohl-Labels täuschen nicht darüber hinweg, dass Tiere letztlich für Lebensmittel genutzt und getötet werden.» – Lubomir Yotov, Swissveg

Der STS weist die Kritik zurück und betont, dass bessere Haltungsbedingungen für die betroffenen Tiere einen grossen Unterschied machten. Sprecher Manuel Iseli bezeichnet die Produktion tierischer Lebensmittel als «gesellschaftliche Realität» und erklärt, der STS setze sich für bessere Haltung, bessere Kontrollen, schonendere Transporte sowie Verbesserungen bis hin zur Schlachtung ein.

«Wir setzen uns dafür ein, dass Tiere, die heute für Lebensmittel gehalten werden, möglichst tiergerecht leben dürfen. Und dass sie möglichst wenig leiden müssen.» – Manuel Iseli, Schweizer Tierschutz

Auch Wild beim Wild kritisiert den Label-Kompass grundlegend. Nach Angaben der Quelle wurden 2025 in der Schweiz über 86 Millionen «Nutztiere» geschlachtet. Das entspreche 236’621 Tieren pro Tag, 9’859 pro Stunde und 164 pro Minute. Insgesamt seien 2025 rund 40’636 Tiere mehr getötet worden als im Vorjahr. Bereits 2024 habe die Schweiz mit über 85 Millionen getöteten Tieren einen Rekord verzeichnet, darunter rund 82 Millionen Hühner.

Der Bericht stellt diese Entwicklung der wachsenden Zahl von Tierlabels gegenüber und fragt, ob Labels tatsächlich zu einer grundlegenden Veränderung beitrügen. Zwischen 2014 und 2024 sei die Zahl der geschlachteten Tiere von 68 auf über 85 Millionen gestiegen. Als wesentlichen Grund nennt die Quelle die Verschiebung hin zu Geflügel.

Wild beim Wild führt ausserdem den Begriff Speziesismus an. Damit wird laut Quelle die Ungleichbehandlung von Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit bezeichnet. Die Kritik lautet, dass das Töten und Verzehren von Schweinen und Rindern weitgehend akzeptiert werde, während das Töten von Hunden und Katzen gesellschaftlich geächtet und rechtlich verboten sei.

Darüber hinaus verweist der Bericht auf mögliche Folgen des hohen Konsums tierischer Lebensmittel für Menschen, Umwelt und Klima. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend und rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend ein. Diese Einschätzung beruhe auf der Auswertung von über 800 Studien.

Auch Umwelt- und Klimafolgen werden thematisiert. Laut Wild beim Wild emittieren Landwirtschaft und Tierhaltung mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor. Die EAT-Lancet-Kommission rechne vor, dass eine globale Umstellung auf eine überwiegend pflanzliche Ernährung die Treibhausgasemissionen des Ernährungssystems mehr als halbieren und jährlich bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern könnte.

Die Quelle kommt zu dem Schluss, dass ein Label einzelne Haltungsbedingungen verbessern könne, die Menge der getöteten Tiere jedoch unangetastet lasse. Der STS wird deshalb nicht als Gegenspieler der bestehenden Lebensmittelproduktion, sondern als deren Stabilisator kritisiert.

Zusammenfassung: Der STS will mit vier Bewertungskategorien Orientierung bei Fleisch-, Ei- und Milch-Labels geben. Animal Rights Switzerland, Swissveg und Wild beim Wild kritisieren, dass auch hohe Labelstandards die Nutzung und Tötung von Tieren nicht beendeten.

AfD-Kandidat Achim Fischer wirbt in Emden mit Tierschutz

Der OZ online berichtet über den AfD-Kandidaten Achim Fischer, der in Emden Oberbürgermeister werden möchte. Der 66-Jährige setze sich nach Angaben der Quelle für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit ein und nenne außerdem den Tierschutz als eines seiner Themen.

Weitere konkrete Angaben zu seinen tierschutzpolitischen Vorhaben enthält der vorliegende Inhalt nicht. Die Meldung ist Teil der Berichterstattung zur Wahl 2026.

Zusammenfassung: Achim Fischer, 66 Jahre alt und AfD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Emden, verbindet seine politischen Ziele mit den Themen Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit und Tierschutz.

Hundetrainerin unterstützt importierte Straßenhunde in Urbach

Der Zeitungsverlag Waiblingen berichtet über Hundetrainerin Nadine Lenzer aus Urbach, die Hundehalterinnen und Hundehalter nach der Adoption von Straßenhunden aus dem Ausland unterstützt. Im Mittelpunkt steht die Anfangszeit nach der Aufnahme eines Hundes aus Rumänien.

Die Quelle beschreibt Auslandshunde als Tiere, deren bisherige Erfahrungen häufig ungewiss seien. Dadurch könnten sich im neuen Zuhause besondere Herausforderungen ergeben. Lenzer trainiere normalerweise zu Hause und begleite unter anderem die Familie Hickl sowie deren Mischling Avocado.

Der Bericht weist darauf hin, dass Hunde aus dem Ausland derzeit sehr beliebt seien. Die Adoption über Tierschutzorganisationen könne eine gute Sache sein, bringe aber oft ein «Überraschungspaket» mit sich, weil die Vorgeschichte der Tiere nicht vollständig bekannt sei.

Zusammenfassung: Nadine Lenzer unterstützt in Urbach Familien bei der Eingewöhnung von Auslandshunden. Der Beitrag hebt besonders die unbekannte Vorgeschichte vieler Tiere und den Unterstützungsbedarf in der Anfangszeit hervor.

Deine Tierwelt stellt die Mischlingshündinnen Alessia und Aria vor

Auf Deine Tierwelt wird Alessia als «eine weiße Schönheit» vorgestellt. Die Anzeige ordnet sie als Mischlingswelpe bis 50cm ausgewachsen im Bereich Hunde aus dem Tierheim beziehungsweise Tierschutz ein und weist darauf hin, dass es sich um ein Angebot des Partners Tiervermittlung.de handelt.

Die Anzeige enthält im vorliegenden Inhalt keine weiteren nutzbaren Angaben zu Alessias Alter, Herkunft, Gesundheitszustand, Charakter oder Vermittlungsbedingungen. Ergänzend veröffentlicht Deine Tierwelt allgemeine Hinweise für den Hundekauf und rät dazu, auf die Beziehung zwischen Züchter und Tieren, die Anwesenheit des Muttertiers, die Haltung sowie den Gesundheitszustand zu achten.

Außerdem wird davor gewarnt, Welpen an einer Raststätte aus dem Kofferraum zu kaufen. Ein seriöser Züchter werde einen Termin zu Hause vereinbaren.

Zusammenfassung: Alessia wird auf Deine Tierwelt als weiße Mischlingswelpe bis 50cm ausgewachsen aus dem Tierschutz vorgestellt. Die Plattform ergänzt die Anzeige um allgemeine Hinweise zur Prüfung von Herkunft, Haltung und Gesundheit eines Welpen.

Eine weitere Anzeige auf Deine Tierwelt stellt Aria unter dem Titel «sensibel und ruhig» vor. Sie wird als Mischlingshündin aus dem Tierschutz geführt und ebenfalls über den Partner Tiervermittlung.de angeboten.

Konkrete Angaben zu Arias Alter, Herkunft, Gesundheit, Größe oder Vermittlung sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten. Wie bei der Anzeige zu Alessia weist die Plattform auf grundlegende Prüfungen vor dem Hundekauf hin, darunter die Haltung, der Gesamteindruck der Tiere sowie die Frage, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind.

Zusammenfassung: Aria wird als sensible und ruhige Mischlingshündin aus dem Tierschutz beschrieben. Weitere individuelle Informationen zur Hündin sind in den vorliegenden Daten nicht nutzbar.

Quellen:

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Beim Label-Streit wird mir oft nur die grundsätzliche Kritik angezeigt, aber nicht, was man als Verbraucher heute konkret besser machen kann. Ich finde den Kompass deshalb trotz aller Schwächen sinnvoll – solange er nicht als Freifahrtschein für mehr Fleischkonsum verkauft wird. Bei Auslandshunden sehe ich es ähnlich: Adoption ist toll, aber ohne gute Nachbetreuung kann aus dem Überraschungspaket schnell eine Überforderung für Mensch und Tier werden.
Bei Alessia und Aria fehlen leider genau die wichtigsten Infos zu Herkunft und Gesundheit, da würde ich vor einer Vermittlung unbedingt genauer nachhaken.
Ich finde bei dem Artikel vorallem den Teil mit den Auslandshunden wichtig, weil da schnell alles sehr romantisch klingt „Hund gerettet und alle sind glücklich“ aber so läufts ja meistens nicht ab. Viele Leute unterschätzen wohl, das ein Hund aus Rumänien oder sonstwo nicht automatisch dankbar und unkompliziert ist. Der kennt vielleicht keine Wohnung, keine Treppen, keine Autos und hat vor ganz normalen sachen angst, die wir garnicht mehr merken. Und dann kommt noch dazu das manche vermittler die Tiere bestimmt zu schön beschreiben, weil sie natürlich wollen das sie ein Zuhause finden. Das ist menschlich irgendwie, aber für die Familie kanns danach halt richtig schwierig werden.

Die Unterstützung durch eine Hundetrainerin wie Nadine Lenzer klingt deshalb wirklich sinnvoll. Nicht erst wenn der Hund schon geschnappt hatt oder die Nachbarn sich beschweren, sondern direkt am Anfang. Gerade bei Kindern, Katzen oder kleinen Wohnungen muss man vorher ehrlich gucken ob das passt. Ein ruhiger Hund auf einem Foto kann in echt ganz anders sein, wobei Fotos ja sowieso immer nur ein paar Sekunden zeigen. Aria soll sensibel und ruhig sein, aber was bedeutet sensibel genau? Ist sie schüchtern, ängstlich, schnell überfordert oder einfach nur leise? Bei Alessia steht scheinbar auch nicht viel mehr als weiße Schönheit, und das ist für eine Vermittlung eigentlich ziemlich wenig Information. Die Farbe ist doch nicht das wichtigste am Hund, sondern ob er alleine bleiben kann, wie er mit Menschen umgeht und ob er gesundheitliche Probleme hat.

Bei den Anzeigen würde ich mir deshalb viel mehr konkrete Angaben wünschen. Alter, Impfungen, Kastration, Mittelmeerkrankheiten, Verhalten beim Tierarzt und im Auto, alles sowas. Auch ob die Hunde schon in einer Pflegestelle leben oder direkt aus dem Ausland kommen. „Bis 50 cm“ ist auch eine sehr weite Spanne, da kann man sich als Wohnungssuchender nicht wirklich drauf einstellen. Und bei Mischlingen ist die Größe ja manchmal sowieso eine kleine Wundertüte, besonders wenn die Eltern unbekannt sind.

Der Hinweis mit dem Kofferraum und der Raststätte ist natürlich richtig, aber das betrifft ja nicht nur Welpen. Auch bei Tierschutzvereinen sollte man genau prüfen, wer dahinter steckt, ob es einen Schutzvertrag gibt und ob nach der Vermittlung jemand erreichbar ist. Tierschutz ist nicht automatisch seriös nur weil das Wort im Namen steht. Das klingt jetzt vielleicht gemein, aber auch dort arbeiten Menschen und Menschen können Fehler machen oder zu viel versprechen.

Zum Label-Kompass: Ich verstehe beide Seiten ein bisschen. Wenn jemand sowieso Fleisch kauft, ist es wahrscheinlich besser wenn er ein Label nimmt, bei dem die Tiere mehr Platz haben und nicht so schlecht transportiert werden. Andererseits darf man daraus wirklich kein gutes Gewissen zum billig weiter viel konsumieren machen. Ein Tier mit mehr Platz bleibt ja trotzdem ein Tier, das am Ende getötet wird. Ich esse selber nicht komplett vegan, deshalb finde ich die Diskussion schwierig und will auch niemanden belehren, aber weniger Fleisch und dafür bewusster wäre vermutlich schon ein Anfang. Manchmal wird bei solchen Debatten so getan, als müsste man sofort perfekt sein oder man ist ein schlechter Mensch. Das bringt viele eher dazu abzuschalten.

Die Zahlen zu den geschlachteten Tieren sind schon krass, wobei ich ehrlich gesagt bei den ganzen Millionen und Rechnungen pro Minute irgendwann nicht mehr weis, welche Zahl genau stimmt. Trotzdem ist der Trend ja eindeutig nicht gerade beruhigend. Wenn dann gleichzeitig immer mehr Labels auftauchen, kann man sich schon fragen ob dadurch wirklich weniger Tiere leiden oder nur die Verpackung besser aussieht. Vielleicht bräuchte es neben den Haltungslabels auch viel klarere Angaben zum tatsächlichen Verbrauch und zu den Kontrollen, nicht nur ein grünes Zeichen vorne drauf.

Beim AfD-Kandidaten finde ich die Meldung dagegen etwas dünn. Tierschutz als Stichwort kann jeder in ein Wahlprogramm schreiben, so wie Sicherheit und Sauberkeit. Interessant wäre doch, was er konkret machen will, mehr Tierheimförderung, bessere Kontrolle von illegalem Welpenhandel, Unterstützung für Fundtiere oder was genau? Ohne solche Aussagen bleibt es mehr ein Werbesatz als ein echtes Konzept. Gerade Kommunen haben ja mit Tierheimen und herrenlosen Tieren viel zu tun, da könnte man schon genauer werden.

Am Ende hängen die Themen sogar zusammen: verantwortungsvoller Konsum, ehrliche Tiervermittlung und politische Unterstützung für Tierheime. Tiere sind keine Produkte mit hübschen Etiketten und auch keine spontane Überraschung für ein Wochenende. Das gilt bei Fleisch genauso wie bei einem Hund. Ein bischen mehr Ehrlichkeit in den Anzeigen und weniger schönreden bei Labels würde wahrscheinlich allen helfen, den Tieren natürlich zuerst.

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