Inhaltsverzeichnis:
Tierschutz im Fokus: Ermittlungen, Hitzeschutz und Forderungen nach Reformen
krankes Schaf im Unterallgäu getötet – Polizei untersucht den Fall
Auf einer abgelegenen Schafweide im Unterallgäu sind die Polizei Mindelheim und das Veterinäramt des Landkreises Unterallgäu im Einsatz gewesen. Nach Angaben der „Augsburger Allgemeinen“ wurde ein krankes Schaf von einem hinzugezogenen Tierarzt getötet und zur weiteren Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gebracht.
Ausgelöst wurde der Einsatz laut Tierschützer Philipp Hörmann durch Hinweise auf einen möglichen Tierschutzverstoß sowie ein Video eines Zeugen. Das Rechercheteam habe noch in der Nacht eine Veterinärmedizinerin hinzugezogen und am folgenden Sonntag die Polizei alarmiert. Eine Amtsveterinärin untersuchte das Tier zunächst kurz, anschließend wurde ein Tierarzt hinzugezogen.
Hörmann sprach von einem „mega-außergewöhnlichen“ Verletzungs- oder Krankheitsbild, nannte wegen der laufenden Ermittlungen jedoch keine Einzelheiten. Nach Einschätzung des Veterinäramts könnte sich der Tierhalter möglicherweise nicht rechtzeitig und nicht ausreichend um das kranke Tier gekümmert haben.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und will das Ergebnis der Untersuchung abwarten. Polizeipressesprecher Alexander Heubuch erklärte, dass derzeit noch zu früh sei, um zu beurteilen, ob eine Straftat vorliegt. Als mögliche Grundlage wird Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes genannt, der unter anderem erhebliche Schmerzen oder Leiden durch Rohheit oder länger anhaltende beziehungsweise sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden betrifft.
Mit einem schnellen Gutachten ist laut Landratsamt nicht zu rechnen: Bis ein Gutachten zur Untersuchung vorliegt, könne es mehrere Wochen dauern. Die Lämmer des Mutterschafs bleiben beim Tierhalter. Sie wurden bereits zuvor von Hand gefüttert, weil die Mutter keine Milch hatte, und fressen laut Landratsamt inzwischen auch selbstständig.
Hörmann lobte die Polizei, das Veterinäramt und den Tierarzt. Das Leid sei trotz widriger Umstände außerhalb sämtlicher normaler Öffnungszeiten so schnell wie möglich erkannt und mit milden Mitteln beendet worden, erklärte der Tierschützer.
„Hier wurde schlimmes Leid trotz widriger Umstände außerhalb sämtlicher normaler Öffnungszeiten so schnell wie möglich erkannt und schließlich mit milden Mitteln beendet.“ – Philipp Hörmann, zitiert von der „Augsburger Allgemeinen“
Zusammenfassung: Die Polizei ermittelt nach einem Tierschutz-Einsatz auf einer Schafweide im Unterallgäu. Das tote Schaf wird untersucht; ein Gutachten kann mehrere Wochen dauern, während die Lämmer beim Tierhalter bleiben.
Hund bei 30 Grad im Auto zurückgelassen – Verfahren gegen 53-Jährigen
In Dresden ist ein Pudelmischling bei 30 Grad in einem verschlossenen Auto zurückgelassen worden. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet, zeigte der Hund Anzeichen einer Dehydrierung und wirkte verhalten sowie geschwächt.
Polizeibeamte entdeckten das Tier am Dienstagmorgen in einem schwarzen Auto auf dem Gelände des Hauptbahnhofs. Der Wagen stand in der prallen Sonne, während die hinteren Seitenscheiben nur einen Spalt geöffnet waren. Dadurch konnte nach Angaben der Polizei kaum Luft zirkulieren.
Über die Lautsprecheranlage des Bahnhofs wurde der 53 Jahre alte Halter innerhalb von zehn Minuten ausfindig gemacht. Er öffnete das Auto, sodass der Hund befreit werden konnte.
Der Mann hatte die Aufsicht über den Hund nach Angaben der Polizei kurzfristig übernommen, während er einen Termin wahrnahm. Er habe die sommerlichen Bedingungen unterschätzt. Gegen den 53-Jährigen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet.
Zusammenfassung: Ein Hund wurde bei 30 Grad in einem verschlossenen Auto in der Sonne entdeckt. Der 53-jährige Halter öffnete das Fahrzeug nach zehn Minuten; anschließend wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Meilemer Bauer laut Tages-Anzeiger zweimal zu Unrecht beim Veterinäramt gemeldet
Der „Tages-Anzeiger“ führt eine Meldung mit dem Titel „Unbegreiflich“ über einen Meilemer Bauern, der zweimal beim Veterinäramt gemeldet worden sein soll. Der übermittelte Inhalt der Quelle war jedoch nicht abrufbar und enthielt lediglich eine Fehlermeldung.
Tiervermittlung: Torbata soll auf eine Pflegestelle in Nordrhein-Westfalen kommen
Auf „Deine Tierwelt“ wird die Anzeige „TORBATA – bald auf PS in NRW“ geführt. Das Angebot stammt laut Quelle von einem Partner, der als „Tiervermittlung.de“ bezeichnet wird.
Weitere verwertbare Angaben zu Torbata, etwa zu Alter, Rasse, Gesundheitszustand, Verhalten oder den Bedingungen der Vermittlung, enthält der übermittelte Anzeigentext nicht. Die Plattform stellt im Umfeld der Anzeige allgemeine Hinweise zum Hundekauf bereit.
- Beim Züchter soll auf eine vertraute Beziehung zwischen Züchter und Tieren geachtet werden.
- Das Muttertier soll vor Ort sein und angeschaut werden können.
- Die Haltung soll Schlafplatz und Auslauf bieten; die Wohnung soll sauber sein.
- Welpen und Muttertier sollen gesund und wohlgenährt wirken.
- Es soll geklärt werden, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind.
- Welpen sollen nicht an einer Raststätte aus einem Kofferraum gekauft werden.
Zusammenfassung: Torbata wird auf „Deine Tierwelt“ als Vermittlungsangebot mit geplanter Pflegestelle in NRW geführt. Konkrete Tierdaten sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten; die Anzeige verweist auf allgemeine Hinweise zum verantwortungsvollen Hundekauf.
Nach Freisprüchen im Fall „Schmotzer“: Kronen Zeitung fragt nach neuen Tierschutzregeln
Die „Kronen Zeitung“ berichtet über die Debatte nach dem Fall des Katers „Schmotzer“. Nachdem die Urteile der Angeklagten feststanden, seien alle Beschuldigten freigesprochen worden. Tierschützer und Anwälte fordern laut Quelle deshalb eine Überarbeitung der Tierschutzgesetze.
In Österreich gilt laut „Kronen Zeitung“ grundsätzlich ein Strafrahmen von bis zu zwei Jahren Haft für Tierquälerei. Dass dieser Straftatbestand im Fall „Schmotzer“ offenbar nicht erfüllt wurde, sorgt nach Darstellung des Mediums für Unverständnis in der Bevölkerung.
Der Wiener Rechtsanwalt Rudolf Mayer schlägt neben einer Erhöhung der Strafen die Einführung eines Tierschutzbeauftragten vor. Diese Person könnte nach seiner Vorstellung etwa dann die Opfervertretung vor Gericht übernehmen, wenn es keinen Besitzer des Tieres gibt. Dadurch solle das gequälte Tier eine Stimme erhalten.
Auch Tierschützer fordern laut Quelle höhere Strafen. Aktivistin Barbara Graf verwies nach dem Urteil auf die Situation von Nutztieren und bezeichnete den Tag als den „schwärzesten Tag für den Tierschutz“.
„Jagd ist Tierschutz.“ – Maximilian Mayr-Melnhof, zitiert von der „Kronen Zeitung“
Zusammenfassung: Die „Kronen Zeitung“ stellt nach den Freisprüchen im Fall „Schmotzer“ Forderungen nach höheren Strafen und einem Tierschutzbeauftragten im Justizsystem vor. In Österreich gilt laut Quelle ein Strafrahmen von bis zu zwei Jahren Haft für Tierquälerei.
„Jagd ist Tierschutz“: Österreichische Jäger sprechen über Verantwortung für Wald und Wild
Leadersnet widmet sich in der Gesprächsreihe „Peter & Paul“ dem Thema „Wald, Wild und Wirtschaft – Verantwortung für die Zukunft“. Zu Wort kommen Maximilian Mayr-Melnhof, Landesjägermeister von Salzburg und Vorsitzender der Österreichischen Wildtier-Stiftung, sowie Anton Larcher, Tiroler Landesjägermeister und Präsident von Jagd Österreich.
Im Mittelpunkt stehen der Schutz von Lebensräumen, wissenschaftlich fundiertes Wildtiermanagement und die Frage, warum moderne Jagd mehr sein soll als Tradition. Beide Gesprächspartner betonen laut Leadersnet, dass Jagd heute unterschiedliche Interessen zusammenführen müsse – vom Naturschutz über die Land- und Forstwirtschaft bis zur Freizeitnutzung.
Mayr-Melnhof kritisiert, dass Jagd in der öffentlichen Wahrnehmung häufig auf das Erlegen von Wild reduziert werde. Österreichs Jägerinnen und Jäger engagierten sich jedoch auch für den Erhalt der Kulturlandschaft, legten Biotope und Hecken an und übernähmen Verantwortung für zahlreiche Wildtierarten.
Mit der Aussage „Jagd ist Tierschutz“ beschreibt Mayr-Melnhof das Selbstverständnis der Jägerschaft. Dazu gehörten die Pflege von Lebensräumen, die nachhaltige Regulierung von Wildbeständen und der Erhalt gesunder Populationen. Außerdem bezeichnete er Jagd als bewusste Entscheidung und verwies auf die umfassende Ausbildung sowie die staatlich anerkannte Prüfung.
Larcher sieht die Jägerschaft ebenfalls als zentrale Akteurin im Natur- und Wildtiermanagement. Österreichweit engagierten sich mehr als 130.000 Jägerinnen und Jäger. Bei den Jungjägerinnen und Jungjägern liege der Frauenanteil mittlerweile bei rund 30 Prozent.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Jägerinnen und Jäger in Österreich | mehr als 130.000 |
| Frauenanteil bei Jungjägerinnen und Jungjägern | rund 30 Prozent |
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung wissenschaftlicher Grundlagen. Die Österreichische Wildtier-Stiftung und Jagd Österreich setzen laut Leadersnet auf Monitoring und Datenerhebung, um Wildbestände langfristig zu beobachten und nachhaltige Entscheidungen zu ermöglichen.
Mayr-Melnhof erläutert, die Wildtier-Stiftung unterstütze Forschung und Projekte zum Schutz heimischer Wildtiere. Die österreichweiten Erhebungen entsprächen nicht nur den Anforderungen der Europäischen Union, sondern bildeten auch eine Grundlage für nachhaltiges Wildtiermanagement.
Larcher fasst seinen Ansatz mit „No data, no hunting“ zusammen. Wissenschaftliche Daten seien demnach eine Voraussetzung für verantwortungsvolles Wildtiermanagement, weil sie eine realistische Einschätzung der Bestände und eine nachvollziehbare Begründung notwendiger Maßnahmen ermöglichten.
„Sehr viel Meinung, sehr wenig Wissen.“ – Maximilian Mayr-Melnhof, zitiert von Leadersnet
Als Herausforderung wird der zunehmende Nutzungsdruck auf die Natur beschrieben. Wandern, Mountainbiken und andere Freizeitaktivitäten seien legitim, gleichzeitig müsse stärker auf sensible Zeiten und Lebensräume der Wildtiere Rücksicht genommen werden.
Mayr-Melnhof spricht sich für mehr Aufklärung aus, weil Konflikte häufig nicht aus Absicht, sondern aus mangelndem Wissen entstünden. Larcher formuliert für die Nutzung des Waldes: „Im Wald ist grundsätzlich für alle Platz – entscheidend sind jedoch klare und faire Spielregeln.“
Auch Wildbret wird in der Sendung thematisiert. Die Gesprächspartner sehen darin ein regionales und hochwertiges Lebensmittel, betonen aber zugleich, dass heimisches Wild nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Fleischkonsums in Österreich ausmacht. Als Beispiel könne Wildbret dennoch für Regionalität, Nachhaltigkeit und bewussten Konsum stehen.
Zum Abschluss sprechen Mayr-Melnhof und Larcher über den Wald als Ort der Ruhe und Erdung. Mayr-Melnhof appelliert an Jägerinnen und Jäger, Wissen nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Respekt und Bescheidenheit zu vermitteln.
Der Beitrag von Leadersnet wurde am 05.08.2026 veröffentlicht. Das Gespräch wurde an zwei Schauplätzen aufgezeichnet: Mayr-Melnhof wurde in der Wiener Hofburg empfangen, Larcher in der Wiener Gumpendorfer Straße.
Zusammenfassung: Leadersnet stellt Jagd als Aufgabe des Lebensraum- und Wildtiermanagements dar. Die Gesprächspartner betonen Ausbildung, wissenschaftliche Daten, Rücksicht auf Wildtiere und klare Regeln für die Nutzung der Natur; Österreichweit engagieren sich laut Quelle mehr als 130.000 Jägerinnen und Jäger.
Quellen:
- Polizei ermittelt nach Tierschutz-Einsatz: Krankes Schaf wird getötet und nun untersucht
- Tierschutz missachtet - Hund in Dresden bei 30 Grad im Auto einsperrt - Panorama
- «Unbegreiflich»: Meilemer Bauer zweimal beim Veterinäramt gemeldet – zu Unrecht
- TORBATA - bald auf PS in NRW
- Diskutieren Sie mit! - Welche Änderungen braucht es beim Tierschutz?
- "Jagd ist Tierschutz"




















