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Tierheime unter Druck, Hunde suchen Zuhause, Oktopus-Farm gestoppt

Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
02.08.2026 58 mal gelesen 2 Kommentare

Tierschutz im Pressespiegel: Tierheime unter Druck, gerettete Hunde suchen Zuhause und Oktopus-Farm gestoppt

Trauriger Abschied von den Kranich-Küken Ida und Michel

Die MOZ.de berichtet über die Kranich-Expertin Beate Blahy und ihre Schützlinge Ida und Michel. Die Tierschützerin hatte die beiden als winzige Küken in Obhut genommen und auf ihrem Hof in Steinhöfel bei Angermünde aufgepäppelt.

Der Abschied von den beiden Kranichen wird als traurig und zugleich als Mahnung beschrieben. Die Meldung stellt damit das Schicksal der Tiere und den Einsatz der Tierschützerin in den Mittelpunkt.

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Kranich-Expertin Beate Blahy mit ihren Schützlingen, den Kranichen Ida und Michel.

Infobox: Quelle: MOZ.de. Im Mittelpunkt stehen die Kranich-Küken Ida und Michel, ihre Aufnahme durch Beate Blahy sowie ihr trauriges Schicksal.

Viki wartet in Dorsten auf ein Zuhause

Bei Deine Tierwelt wird die Mischlingshündin Viki vorgestellt, die auf ein Zuhause wartet. Die Anzeige ist der Kategorie „Mischlingshündin bis 50cm (Tierschutz)“ zugeordnet und wird über den Partner Tiervermittlung.de angeboten.

Die Plattform ergänzt die Vermittlungsanzeige um Hinweise für den Hundekauf. Interessierte sollen unter anderem auf eine vertraute Beziehung zwischen Züchter und Tieren, die Anwesenheit des Muttertiers, ausreichenden Schlafplatz und Auslauf sowie den Gesundheitszustand achten.

  • Die Haltung soll geprüft werden.
  • Das Muttertier soll vor Ort angeschaut werden können.
  • Auf Gesundheit, Impfungen und Entwurmung soll geachtet werden.
  • Eine Übergabe an einer Raststätte aus dem Kofferraum soll vermieden werden.

Infobox: Quelle: Deine Tierwelt. Viki ist eine Mischlingshündin aus dem Tierschutz und sucht in Dorsten ein Zuhause.

Spanien gibt Oktopus-Farm auf Gran Canaria auf

Der Tages-Anzeiger berichtet über das Ende eines geplanten Projekts zur kommerziellen Zucht von Oktopussen auf Gran Canaria. Der spanische Fischereikonzern Nueva Pescanova gab das Vorhaben auf, auf Gran Canaria die weltweit erste kommerzielle Oktopus-Farm zu errichten.

Nach Berichten der BBC hätte das geplante Investitionsvolumen für die Anlage im Hafen von Las Palmas 65 Millionen Euro (rund 60,5 Millionen Franken) betragen. Vorgesehen war eine jährliche Produktion von rund 3000 Tonnen Oktopusfleisch.

In der Anlage sollten etwa eine Million der einzelgängerischen Tiere gleichzeitig in gemeinsam genutzten Becken unter Dauerbeleuchtung gehalten werden. Getötet werden sollten sie durch das Herabkühlen des Wassers auf minus drei Grad Celsius.

Das Projekt stand seit dem Bekanntwerden der Pläne im Jahr 2021 international unter Druck. Der Absage ging laut Tages-Anzeiger ein fünfjähriger Rechtsstreit über die Umweltverträglichkeit mit der Hafenbehörde von Las Palmas voraus.

Die Tierschutzorganisation Peta führt die Einstellung auf weltweiten Protest und über 200’000 verschickte Protest-E-Mails zurück. Laut Peta zog Nueva Pescanova schließlich den Antrag auf die Hafenkonzession zurück.

Der Konzern erklärte gegenüber der BBC, die Pläne seien „ausschließlich aus geschäftlichen und regulatorischen Erwägungen“ gestoppt worden. Eine künftige Wiederaufnahme ähnlicher Bestrebungen an einem anderen Standort schloss das Unternehmen nicht aus.

Tierschutzorganisationen und wissenschaftliche Fachleute begrüßten den Schritt. Die Organisationsforscherin Lindsay Hamilton von der Universität York verwies auf gravierende ethische Fragen der Massenzucht; Forschungen und gesetzliche Anpassungen wie der britische „Animal Sentience Bill“ bestätigten, dass Oktopusse Schmerz und Stress empfinden können.

Der Tages-Anzeiger nennt außerdem Haltungstests in anderen Forschungseinrichtungen, etwa im mexikanischen Sisal. Dort habe das enge Zusammenleben der Tiere bereits zu Aggressionen und Kannibalismus geführt.

Nueva Pescanova wies die Bedenken als „künstliche Debatte“ zurück. Das Unternehmen argumentierte, dass die Zucht von Hunderttausenden Tonnen anderer Fisch- und Meeresfrüchtearten ebenfalls akzeptiert werde, und verwies auf die globale Nachfrage sowie die Entlastung von Wildbeständen.

AngabeWert
Geplantes Investitionsvolumen65 Millionen Euro (rund 60,5 Millionen Franken)
Geplante Jahresproduktionrund 3000 Tonnen Oktopusfleisch
Gleichzeitig vorgesehene Tiereetwa eine Million
Wassertemperatur zur Tötungminus drei Grad Celsius
Protest-E-Mailsüber 200’000
Jahr der Bekanntgabe der Pläne2021
Jährlich aus Wildbeständen gefangene Oktopusmengerund 420’000 Tonnen
Wert des weltweiten Handels mit frischem und gekühltem Oktopusfleisch 2024rund 198 Millionen US-Dollar

Der Rückzug in Spanien wird in eine weltweite Entwicklung eingeordnet. In den USA haben die Bundesstaaten Washington und Kalifornien die Oktopus-Zucht bereits gesetzlich verboten; entsprechende Gesetzesvorstöße werden in weiteren US-Staaten sowie in Mexiko, Chile und Spanien diskutiert.

Infobox: Quelle: Tages-Anzeiger. Nueva Pescanova stellte das Projekt auf Gran Canaria nach einem fünfjährigen Rechtsstreit ein; Tierschutzorganisationen und Fachleute begrüßten die Entscheidung aus ethischen Gründen.

Im Landkreis Göttingen gibt es nur noch zwei größere Tierheime

Die HNA berichtet, dass es im Landkreis Göttingen seit Ende 2022 nur noch zwei größere Tierheime gibt: das Tierheim Duderstadt und das Tierheim Osterode. Beide Einrichtungen stoßen laut dem Bericht an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Schließung des Göttinger Tierheims Ende 2022 hat die Versorgungssituation im Kreis verändert. Politik und Tierschützer wurden zur aktuellen Lage befragt, während der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten weiterhin groß ist.

Obwohl sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag auf eine Unterstützung von Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen geeinigt hatte, blieb diese laut HNA im aktuellen Finanzhaushalt aus. Im Mai reichte der Deutsche Tierschutzbund Klage gegen den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ein, um prüfen zu lassen, ob sich aus dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz eine Verpflichtung zur finanziellen Unterstützung ableiten lässt.

Der Kreistag hatte im Juni 2025 einem Antrag der FDP-Fraktion zur Gründung eines interkommunalen Arbeitskreises zugestimmt. FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Carl Stiller, der dem Arbeitskreis angehört, sprach von einem großen Bedarf.

„Ich höre aus vielen Echos einen Riesenbedarf zu dem Thema“

Der Landkreis teilte der HNA mit, dass während der Treffen keine geeignete Fläche für einen Tierheimneubau und kein bestehendes Gebäude gefunden worden seien. Ein Bau oder Betrieb eines Tierheims durch den Landkreis sei derzeit nicht vorgesehen.

Die FDP-Fraktion brachte am 30. Juni einen Antrag im Kreistag ein. Dieser schlägt eine standardisierte Bedarfsabfrage zur Tierheimversorgung im Landkreis Göttingen vor und wird derzeit im zuständigen Ausschuss geprüft.

Auch der Tierschutzverein Hann. Münden spürt den Mangel an Kapazitäten. Karin Tuchler erklärte, dass dringend Pflegestellen gesucht würden; aktuell könne der Verein drei Pflegestellen für Katzen anbieten, während es deutlich mehr Abgaben gebe.

Ein besonderes Problem seien ausgesetzte Tiere. Laut HNA wurden erst kürzlich einmal fünf und einmal zwei ausgesetzte Katzenkinder gefunden; sie wurden teilweise an einen Verein nach Hessisch Lichtenau und teilweise privat nach Kassel vermittelt. Die anfallenden Tierarztbesuche zahlt der Verein selbst.

Tuchler nimmt auch die Kommunalpolitik in die Verantwortung und kritisiert, dass die Stadt Hann. Münden bislang keine Katzenschutzverordnung beschlossen hat. Eine solche Verordnung schreibt vor, dass freilaufende Katzen registriert und kastriert sein müssen.

Die Stadtverwaltung erklärte, ihre Überlegungen zunächst zurückgestellt zu haben, nachdem der Niedersächsische Landtag im Juni 2023 die Einführung einer landesweiten Katzenschutzverordnung beschlossen hatte. Da diese bislang nicht in Kraft getreten ist, soll nun eine kommunale Verordnung noch in diesem Jahr in die politischen Gremien eingebracht werden.

AngabeWert
Schließung des Göttinger TierheimsEnde 2022
Größere Tierheime im Landkreiszwei
Zustimmung zum interkommunalen ArbeitskreisJuni 2025
Veröffentlichung des Berichts01.08.2026, 12:00 Uhr
Derzeit verfügbare Katzen-Pflegestellen beim Tierschutzverein Hann. Mündendrei
Gefundene ausgesetzte Katzenkindereinmal fünf und einmal zwei
Beschluss zur landesweiten KatzenschutzverordnungJuni 2023

Infobox: Quelle: HNA. Seit Ende 2022 gibt es im Landkreis Göttingen nur noch zwei größere Tierheime, die an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen; eine kommunale Katzenschutzverordnung in Hann. Münden soll noch in diesem Jahr in die politischen Gremien eingebracht werden.

Abigail hat überlebt und sucht ein Zuhause

Deine Tierwelt stellt Abigail als erwachsene Mischlingshündin aus dem Tierschutz vor. Die Hündin wird der Kategorie „Mischlingshündin bis 50cm (Tierschutz)“ zugeordnet und sucht nach ihrer Rettung ein Zuhause.

In der Anzeige wird der Anbieter als Tierschutz mit geprüfter Identität ausgewiesen. Als Mitgliedsdatum des Anbieters ist der 12.04.2024 angegeben; die Anzeige nennt außerdem zehn Bewertungen.

Wie bei den weiteren Vermittlungsanzeigen weist Deine Tierwelt auf wichtige Punkte beim Hundekauf hin. Dazu zählen die Haltung, der Gesundheitszustand, Impfungen und Entwurmung sowie eine seriöse Übergabe in einem geeigneten Umfeld.

  • Die Beziehung zwischen Züchter und Tieren soll vertraut wirken.
  • Das Muttertier soll vor Ort angesehen werden können.
  • Schlafplatz, Auslauf und Sauberkeit der Haltung sollen geprüft werden.
  • Welpen sollen gesund und wohlgenährt wirken.
  • Welpen sollen geimpft und entwurmt sein.
  • Eine Übergabe aus dem Kofferraum an einer Raststätte soll vermieden werden.

Infobox: Quelle: Deine Tierwelt. Abigail ist eine erwachsene Mischlingshündin aus dem Tierschutz und sucht ein Zuhause.

Tala sucht ihren Lieblingsmenschen

Eine weitere Vermittlungsanzeige bei Deine Tierwelt gilt Tala. Die erwachsene Mischlingshündin wird als sanftmütige, liebe „grosse Seele“ vorgestellt und sucht ihren Lieblingsmenschen.

Tala ist der Kategorie „Mischlingshündin über 50cm (Tierschutz)“ zugeordnet. Auch bei diesem Angebot wird der Anbieter als Tierschutz mit geprüfter Identität ausgewiesen.

Der Anbieter ist laut Anzeige seit dem 12.04.2024 Mitglied und verfügt über zehn Bewertungen. Deine Tierwelt ergänzt das Gesuch mit allgemeinen Hinweisen zur Prüfung von Haltung, Gesundheit und Übergabe bei der Vermittlung von Hunden.

Infobox: Quelle: Deine Tierwelt. Tala ist eine erwachsene Mischlingshündin über 50cm aus dem Tierschutz und sucht ein Zuhause bei ihrem Lieblingsmenschen.

Quellen:

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Beim Lesen bleibt bei mir vor allem hängen, wie sehr Tierschutz an einzelnen Menschen und Vereinen hängt, die eigentlich längst am Limit sind. Die Geschichte von Ida und Michel ist traurig, aber sie zeigt auch, wie wichtig die Arbeit von Beate Blahy gewesen sein muss. Ohne solche Leute hätten die beiden Küken vermutlich gar keine Chance bekommen. Gleichzeitig ist es natürlich bitter, wenn am Ende trotzdem ein Abschied steht und man nicht einfach ein Happy End daraus machen kann.

Bei den Hunden finde ich die vielen Hinweise zum Kauf und zur Vermittlung sinnvoll, auch wenn sie sich in den Anzeigen teilweise wiederholen. Gerade die Sache mit der Übergabe an einer Raststätte sollte eigentlich jedem zu denken geben. Wer ein Tier aus dem Kofferraum überreicht, hat meistens nicht gerade das Wohl des Tieres im Kopf. Viki, Abigail und Tala brauchen ja nicht nur irgendein Zuhause, sondern Menschen, die auch mit Vorgeschichte, Unsicherheit und möglichen Problemen umgehen können. Besonders bei Abigail klingt schon der Name der Anzeige nach einer schweren Vergangenheit. Da darf man nicht mit der Vorstellung rangehen, dass der Hund sofort dankbar ist und sich problemlos in den Alltag einfügt.

Noch wichtiger finde ich aber den Abschnitt über die Tierheime im Landkreis Göttingen. Zwei größere Einrichtungen für einen ganzen Landkreis, beide schon an der Kapazitätsgrenze, das ist doch eigentlich ein ziemlich deutliches Warnsignal. Und dann fehlen Pflegestellen, während immer mehr Katzen abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Fünf kleine Katzenkinder hier, zwei dort – das sind keine Einzelfälle mehr, sondern die Folge davon, dass viele Leute ihre Tiere nicht kastrieren lassen und Verantwortung gerne auf andere abschieben. Die Vereine zahlen dann auch noch die Tierarztkosten selbst. Das kann auf Dauer einfach nicht funktionieren.

Dass ein Arbeitskreis bisher keine Fläche und kein Gebäude gefunden hat, klingt leider nach viel Verwaltung und wenig Ergebnis. Klar, ein Tierheimneubau ist teuer und nicht mal eben beschlossen. Aber genau deshalb müsste man doch langfristig planen, statt immer nur darauf zu reagieren, wenn die Plätze bereits voll sind. Ein interkommunaler Ansatz wäre meiner Meinung nach sinnvoll, weil Tiere und ihre Halter sich ja nicht an Kreisgrenzen halten. Die angekündigte Katzenschutzverordnung in Hann. Münden wäre ebenfalls längst überfällig. Registrierung und Kastration sind nun wirklich keine überzogenen Forderungen, wenn dadurch weniger Katzenelend entsteht.

Die Nachricht über die gestoppte Oktopus-Farm ist für mich der deutlichste politische Erfolg in diesem Pressespiegel. Eine Million Tiere gemeinsam in Becken, dazu Dauerbeleuchtung und eine Tötungsmethode bei minus drei Grad – da fällt es schwer, die Bedenken als „künstliche Debatte“ abzutun. Dass Oktopusse empfindungsfähig sind, ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt. Nur weil andere Meerestiere in großer Zahl gezüchtet werden, wird diese konkrete Haltung ja nicht automatisch vertretbar. Dieses Argument klingt eher nach: Andere machen es auch, also dürfen wir es ebenfalls machen. Das ist keine besonders überzeugende Grundlage für neue Massentierhaltung.

Natürlich kann man verstehen, dass Unternehmen auf Nachfrage und Gewinne schauen. Aber Fortschritt sollte doch nicht bedeuten, jede Tierart irgendwie industriell verwertbar zu machen. Wenn schon vor den ersten Anlagen Aggression und Kannibalismus bei Haltungstests auftreten, sollte man vielleicht einfach mal innehalten und sagen: Dann lassen wir es. Dass der Konzern eine spätere Wiederaufnahme an einem anderen Ort nicht ausschließt, zeigt leider, dass der Rückzug offenbar nicht aus Einsicht passiert ist. Umso wichtiger sind klare Gesetze und nicht nur freiwillige Versprechen.

Was mir bei allen Meldungen gemeinsam auffällt: Am Ende wird Verantwortung oft nach unten weitergereicht. Einzelne Tierschützer, kleine Vereine und Pflegestellen sollen auffangen, was Politik, Behörden oder Unternehmen nicht geregelt bekommen. Das funktioniert nur so lange, bis auch die engagiertesten Menschen erschöpft sind. Deshalb sollte Tierschutz nicht erst dann Geld bekommen, wenn die Lage komplett eskaliert. Und bei Tierhaltungsprojekten sollte die Frage nach dem Leid der Tiere von Anfang an genauso ernst genommen werden wie Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze.

Für Viki, Abigail und Tala hoffe ich jedenfalls, dass sich passende Menschen melden und nicht einfach nur Leute, die spontan ein Tier süß finden. Ein gutes Zuhause ist mehr als ein Garten und ein Körbchen. Man braucht Zeit, Geduld und auch die Bereitschaft, sich Hilfe zu holen. Das gilt bei Hunden genauso wie bei Katzen. Vielleicht wäre es schon ein Fortschritt, wenn mehr Menschen vor der Anschaffung darüber nachdenken würden, anstatt erst im Problemfall das Tierheim anzurufen.Checkerlinse
Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Blick darauf, wie schwierig es für viele Menschen überhaupt ist, seriöse Tiervermittlung von gut gemachten Verkaufsanzeigen zu unterscheiden. Die Hinweise auf Muttertier, Impfungen und Haltung sind wichtig, aber gerade unerfahrene Interessenten lassen sich schnell von niedlichen Fotos oder rührenden Geschichten leiten. Bei Abigail und Tala sollte deshalb nicht nur das passende Zuhause gesucht werden, sondern auch transparent erklärt werden, welche Vorgeschichte bekannt ist und welche Unterstützung die neuen Halter bekommen. „Rettet“ klingt emotional, sagt allein aber noch nichts darüber aus, ob ein Hund mit Kindern, anderen Tieren oder dem Alleinbleiben klarkommt.

Auch die zehn Bewertungen und die geprüfte Identität des Anbieters sind natürlich ein gutes Zeichen, aber für mich noch keine vollständige Garantie. Ein Verein kann seriös arbeiten und trotzdem an seine Grenzen kommen. Umgekehrt können sich fragwürdige Anbieter im Internet sehr professionell darstellen. Ich fände es hilfreich, wenn solche Anzeigen noch klarer zwischen Vermittlung, Pflegestelle und gewerblichem Verkauf unterscheiden würden. Vor allem sollte man Interessenten nicht das Gefühl geben, mit einer schnellen Entscheidung besonders heldenhaft zu sein. Ein Hund ist keine spontane gute Tat, sondern eine Verantwortung für viele Jahre.

Bei Tala bleibt mir außerdem der Ausdruck „Lieblingsmensch“ im Kopf. Das klingt schön und warm, kann aber auch Erwartungen wecken, die ein Hund anfangs gar nicht erfüllen kann. Ein Tier aus dem Tierschutz braucht vielleicht erst einmal Abstand, feste Abläufe und Menschen, die kleine Fortschritte wahrnehmen. Gerade bei einem größeren Hund kommen praktische Dinge dazu: Platz, Kraft, Leinenführung und die Frage, ob die Wohnung oder das Umfeld überhaupt geeignet sind. Ein großer Garten ersetzt übrigens keine Beschäftigung und keine verlässliche Beziehung.

Interessant finde ich auch, dass der Artikel die Vermittlungsanzeigen neben die Lage der Tierheime stellt. Das zeigt, dass eine einzelne erfolgreiche Vermittlung zwar unmittelbar hilft, das grundsätzliche Problem aber nicht löst. Solange es zu wenige Plätze, Pflegestellen und finanzielle Mittel gibt, bleibt jeder freie Zwinger vermutlich nur kurz frei. Die Vereine brauchen deshalb nicht nur Futterspenden, sondern auch Menschen für Fahrten, Büroarbeit, Nachkontrollen und vorübergehende Betreuung. Oft denkt man beim Tierschutz nur an das direkte Versorgen der Tiere, dabei steckt dahinter unglaublich viel Organisation.

Bei der fehlenden Fläche für ein neues Tierheim frage ich mich, ob man stärker über kleinere, regionale Lösungen nachdenken müsste. Nicht jede Hilfe braucht gleich ein großes neues Gebäude. Vielleicht könnten Gemeinden leerstehende Gebäude prüfen, geeignete Räume vorübergehend bereitstellen oder gemeinsam mit Vereinen Pflegestellen professioneller unterstützen. Natürlich müssen Hygiene, Sicherheit und eine artgerechte Unterbringung gewährleistet sein, aber jahrelang nur festzustellen, dass keine Fläche gefunden wurde, bringt die Tiere auch nicht weiter. Der Arbeitskreis sollte am Ende möglichst konkrete Fristen und Zuständigkeiten haben, sonst bleibt er nur ein weiterer Gesprächskreis.

Die geplante Katzenschutzverordnung ist ein gutes Beispiel dafür, dass politische Entscheidungen oft erst sichtbar werden, wenn das Problem bereits eskaliert. Kastration und Registrierung lösen nicht jedes Problem, könnten aber verhindern, dass sich herrenlose Katzen unkontrolliert vermehren. Wichtig wäre dabei, Menschen mit wenig Geld nicht einfach mit den Kosten allein zu lassen. Wenn eine Kommune etwas vorschreibt, muss sie auch über Zuschüsse, Aktionen oder Kooperationen mit Tierärzten nachdenken. Sonst wird aus einer sinnvollen Regel schnell eine zusätzliche Belastung für diejenigen, die ohnehin kaum über die Runden kommen.

Bei den ausgesetzten Katzenkindern finde ich besonders bedenklich, wie normal solche Meldungen inzwischen wirken. Fünf Tiere hier und zwei dort werden schnell zu einer kleinen Randnotiz, obwohl hinter jedem Fund eine Menge Arbeit steckt. Jemand muss die Tiere sichern, zum Tierarzt bringen, füttern, päppeln und später geeignete Plätze finden. Dass ein Verein diese Rechnungen selbst übernimmt, ist bewundernswert, aber kein dauerhaft tragfähiges System. Eigentlich müsste die Finanzierung solcher Aufgaben viel stärker als öffentliche Verantwortung verstanden werden.

Auch der Fall der Oktopus-Farm hat für mich eine Verbindung zu den Tierheimen. In beiden Fällen wird gern erst gehandelt, wenn Druck entsteht: hier durch überfüllte Einrichtungen, dort durch Proteste und einen langen Rechtsstreit. Dabei wäre es vernünftiger, ethische und ökologische Fragen bereits vor dem Start eines Projekts ernst zu nehmen. Wenn eine Tierart einzelgängerisch lebt und in Tests Aggressionen sowie Kannibalismus zeigt, sollte das nicht erst durch eine industrielle Anlage „optimiert“ werden müssen. Nicht alles, was technisch möglich und wirtschaftlich interessant ist, muss deshalb auch gemacht werden.

Dass das Unternehmen eine spätere Wiederaufnahme an einem anderen Ort nicht ausschließt, ist für mich der entscheidende Punkt. Der Stopp ist erfreulich, aber ohne klare Regeln könnte das Vorhaben einfach umziehen. Dann wäre wenig gewonnen, außer dass ein konkreter Standort wegfällt. Die Argumentation mit der Nachfrage und den Wildbeständen klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar, beantwortet aber nicht die Frage, ob diese Form der Haltung vertretbar ist. Nachhaltigkeit darf nicht nur bedeuten, mehr Tiere auf kleinerem Raum zu produzieren.

Am Ende braucht es bei allen Themen mehr Verantwortungsbewusstsein, aber auch bessere Rahmenbedingungen. Einzelne Pflegestellen können keine fehlende Infrastruktur ersetzen, und Protestmails dürfen nicht das einzige Mittel sein, um problematische Projekte zu stoppen. Für Abigail, Tala und natürlich auch Viki hoffe ich, dass nicht nur nette Worte, sondern wirklich passende Anfragen eingehen. Und für die Tierheime, dass aus dem festgestellten Bedarf irgendwann auch mal ein konkreter Beschluss mit Geld und Raum wird. Сонst reden wir nächstes Jahr über genau dieselben Engpässe.

Zusammenfassung des Artikels

Tierheime geraten unter Druck, während Hunde ein Zuhause suchen; zugleich wurde Spaniens umstrittene Oktopus-Farm nach Protesten gestoppt.

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Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
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Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 500€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 500€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 90%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung Maximal 90 Tage
Jahreshöchstleistung 5.000€
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 700€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 90%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung 3 Monate im EU-Ausland
Jahreshöchstleistung 3.000€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 400€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 1.500€ bis unbegrenzt
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Kostenübernahme Bis zu 100% Bis zu 100% Bis zu 90% Bis zu 100% Bis zu 90% Bis zu 100% Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
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Auslandsversicherung Maximal 90 Tage 3 Monate im EU-Ausland
Jahreshöchstleistung 500€ bis unbegrenzt 500€ bis unbegrenzt 5.000€ 700€ bis unbegrenzt 3.000€ bis unbegrenzt 400€ bis unbegrenzt 1.500€ bis unbegrenzt
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