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Tierheime dauerhaft am Limit – Tierschutzbund klagt gegen Bundesregierung
Die Tierheime in Deutschland stehen nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes nicht nur in der Urlaubszeit, sondern inzwischen das ganze Jahr über unter hoher Belastung. Immer mehr Tiere würden abgegeben, während zugleich die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung stiegen.
„Tatsächlich erleben wir diesen Ausnahmezustand inzwischen das ganze Jahr über“, sagte Tomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, laut RP Online. Die Tierheime arbeiteten dauerhaft am Limit und hielten den Tierschutz mit großem Engagement aufrecht, dürften mit dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe aber nicht länger allein gelassen werden.
Die Finanzierung erfolgt in Deutschland über die Kommunen, allerdings nur teilweise. Kommunen sind für die Verwahrung von Fundtieren verantwortlich und bezahlen dafür vielfach externe Tierheime. Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes decken diese Zahlungen maximal ein Drittel der Gesamtkosten ab; den Rest finanzieren die Tierheime unter anderem über Schutzgebühren, Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Seit der Überarbeitung der Gebührenordnung für Tierärzte im Jahr 2022 seien die Kosten für tierärztliche Behandlungen stark gestiegen. 60 Prozent der Tierheime gaben laut RP Online an, seitdem mehr Fundtiere aufnehmen zu müssen. Als möglicher Grund wird genannt, dass Besitzer Tiere aussetzen, weil sie die Arztkosten nicht mehr bezahlen können.
Ende Mai reichte der Deutsche Tierschutzbund beim Kölner Verwaltungsgericht Klage gegen Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und das Bundeslandwirtschaftsministerium ein. Die Kläger berufen sich auf das Grundgesetz, in dem der Tierschutz seit mehr als 20 Jahren als Staatsziel festgehalten ist.
„Die politische Ignoranz dem praktischen Tierschutz gegenüber muss ein Ende haben“, sagte Tomas Schröder laut RP Online.
Das Landwirtschaftsministerium verwies darauf, dass die rechtlichen und finanziellen Lasten des Vollzugs bei den Ländern lägen und die konkrete Finanzierung sowie der Betrieb von Tierheimen in der Regel durch Städte und Kommunen erfolgten. Eine direkte Bundesfinanzierung sei nicht vorgesehen.
Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist laut Ministerium festgelegt, dass der Bund Tierheime „bei Investitionen“ unterstützen werde. Zusätzlich eröffne das vom Bundestag beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität den Kommunen Möglichkeiten, in den Ausbau und die Modernisierung von Tierheimen zu investieren.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund verwies seinerseits auf das Grundgesetz und bezeichnete den Tierschutz als Aufgabe aller staatlichen Akteure. Bund und Länder sollten sich planbarer an Investitions- und Unterhaltungskosten beteiligen, anstatt die Verantwortung allein den oft überforderten Kommunen zu überlassen.
Für die rund 1400 Tierheime in Deutschland mit akutem Geld- und Personalmangel bringe dies zunächst keine unmittelbare Entlastung.
Zusammenfassung: Der Deutsche Tierschutzbund sieht Tierheime bundesweit dauerhaft überlastet, fordert eine stärkere staatliche Beteiligung und hat deshalb Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Quelle: RP Online.
Rio sucht ein Zuhause für gemeinsame Abenteuer
Auf Deine Tierwelt wird der Mischlingshund Rio aus dem Tierschutz vorgestellt. Unter dem Titel „Rio wünscht sich tolle Abenteuer“ sucht der Hund ein neues Zuhause in Nordwalde.
Die Anzeige ist ein Angebot des Partners Tiervermittlung.de und ist dem Bereich „Hunde aus dem Tierheim / Tierschutz“ zugeordnet. Weitere Angaben zu Rios Alter, Größe, Charakter oder seinen besonderen Bedürfnissen sind in den vorliegenden Inhalten nicht enthalten.
Deine Tierwelt weist im Zusammenhang mit der Vermittlung außerdem auf wichtige Punkte vor dem Hundekauf hin. Interessenten sollten darauf achten, dass die Beziehung zwischen Züchter und Tieren vertraut wirkt, das Muttertier vor Ort besichtigt werden kann und die Tiere einen Schlafplatz sowie Auslauf haben.
Auch der Gesundheitszustand der Welpen und der Mutter sollte geprüft werden. Genannt werden dabei der Gesamteindruck sowie die Frage, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind.
Vor unseriösen Übergaben wird ausdrücklich gewarnt. Welpen sollten nicht an einer Raststätte aus dem Kofferraum gekauft werden; ein seriöser Züchter vereinbare einen Termin im Zuhause der Interessenten.
- Rio wird als Mischlingshund aus dem Tierschutz vorgestellt.
- Die Anzeige stammt aus Nordwalde.
- Das Angebot wird von Tiervermittlung.de bereitgestellt.
- Deine Tierwelt gibt Hinweise zur Prüfung von Züchter, Haltung, Gesundheit und Übergabe.
Zusammenfassung: Mischlingshund Rio sucht über eine Tierschutzanzeige ein Zuhause für gemeinsame Abenteuer. Quelle: Deine Tierwelt.
„Grüner Engel“ für Engagement für Igel und Huchen
Der Freistaat Bayern hat ehrenamtliches Engagement für Natur und Umwelt mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet. Unter den 14 in München geehrten Personen aus Oberbayern waren Beate Biller aus Scheuring und Ralf Wetzel aus Kinsau.
Beide setzen sich seit vielen Jahren für gefährdete Tierarten ein. Der Huchen und der Igel gelten als gefährdet und stehen auf der Roten Liste, berichtet die Augsburger Allgemeine.
Der 62-jährige Ralf Wetzel angelt bereits seit seiner Jugend. Ab Mitte der 1980er-Jahre beschäftigte er sich intensiv mit dem Huchen, den er als König der Alpenflüsse bezeichnet. Nach seiner Darstellung gingen die Bestände unter anderem wegen vieler Anlagen zur Energiegewinnung und des massiven Einfalls des in Bayern ursprünglich nicht heimischen Kormorans ab Mitte der 1980er-Jahre zurück.
Die ersten gezüchteten Huchen setzte Wetzel 1993 im Lech aus. Zuvor lebten die Raubfische in einem Teich mit Forellen, die Wetzel von kommerziellen Züchtern erhält. Dadurch müssen die Huchen ihr Futter selbst jagen, können aber fressen, wenn sie Hunger haben, und sind nicht auf die Fütterung durch Menschen angewiesen.
Rund 250 Huchen werden insgesamt pro Jahr ausgesetzt, jeweils einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Die Zahl richtet sich nach der Nachfrage der Fischereivereine. Zum Zeitpunkt des Aussetzens wiegen die Fische rund zwei Kilogramm.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Erste gezüchtete Huchen im Lech | 1993 |
| Huchen-Aussetzungen | Rund 250 pro Jahr |
| Zeitpunkte | Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst |
| Gewicht beim Aussetzen | Rund zwei Kilogramm |
Neben dem Lech wurden Huchen auch in Ammer, Wertach, Isar, Iller, Ilz, Loisach, Inn und Amper eingesetzt. Wie gut sich die Fische vermehren, hängt laut Wetzel von den örtlichen Gegebenheiten ab.
An der Ilz bei Passau gibt es ein zehn Kilometer langes naturbelassenes Teilstück mit ausreichend Nahrung für den Huchen. Am Lech laufen dagegen noch Renaturierungsmaßnahmen; dort könnten, wenn alles klappe, in zehn Jahren positive Effekte für den Huchen festgestellt werden.
Seit 2015 beliefert Wetzel im Nebenerwerb auch die Gastronomie. Die stärksten und besten Huchen gelangen zurück in die Flüsse, während die anderen in die Gastronomie gehen.
Beate Biller aus Scheuring engagiert sich für den Schutz von Igeln. Sie ist seit einigen Monaten als Fachberaterin bei der Unteren Naturschutzbehörde tätig und begann vor sechs Jahren mit ihrer Aufgabe, nachdem das Landratsamt Unterstützerinnen und Unterstützer für die Igelpflege gesucht hatte.
Inzwischen würden deutlich mehr Igel zu ihr gebracht als früher. Häufiger nähmen Finder die Tiere nach der ersten Versorgung wieder mit und gäben ihnen ein Zuhause, wenn sie aus dem Gröbsten heraus seien.
Eine besondere Gefahr sieht Biller in den steigenden Verkaufszahlen von Mährobotern. Igel flüchteten bei Gefahr nicht, sondern rollten sich zusammen. Dadurch könnten sie von den Geräten verletzt werden; teils seien die Wunden tödlich.
Allein im vergangenen Jahr rettete Beate Biller 377 Igel. In ihrem Zuhause in Scheuring ist das Erdgeschoss der Igelpflege gewidmet. Dort stehen Käfige mit viel Auslauf und Rückzugsboxen; außerdem hält sie Medikamente, Desinfektionsmittel, Pinzetten und Pipetten bereit.
„Unsere Natur braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen. Natur und Umweltschutz gelingt nur gemeinsam. Jeder Einsatz verdient unsere besondere Anerkennung“, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber laut Augsburger Allgemeine.
Die Auszeichnung „Grüner Engel“ wird seit 2011 vom bayerischen Umweltministerium verliehen. Den „Grünen Junior Engel“ gibt es seit 2018.
Zusammenfassung: Beate Biller rettete im vergangenen Jahr 377 Igel, während Ralf Wetzel rund 250 Huchen pro Jahr unterstützt. Beide wurden für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet. Quelle: Augsburger Allgemeine.
Trier führt Katzenschutzverordnung für Freigängerkatzen ein
In Trier gilt ab 1. August 2026 eine neue Katzenschutzverordnung. Sie soll die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen eindämmen und den Tierschutz stärken, berichtet der Wochenspiegel.
Für Halter von Freigängerkatzen entstehen dadurch neue Pflichten. Die Tiere müssen künftig kastriert oder sterilisiert sowie gekennzeichnet und registriert werden.
Bis Ende des Jahres räumt die Stadt eine Übergangsfrist ein. Bei der Umsetzung setzt Trier zunächst auf Information und Aufklärung und arbeitet dabei mit Tierärzten sowie dem Tierheim zusammen.
Hintergrund der Regelung ist die seit Jahren hohe Zahl freilebender und herrenloser Katzen im Stadtgebiet. Viele Tiere litten unter Krankheiten, Unterernährung und schlechten Lebensbedingungen. Wenn Besitzer nicht ermittelt werden können, übernehmen Tierschutzvereine und das Tierheim die Versorgung.
„Mit der Katzenschutzverordnung leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Tierwohl, entlasten Tierheime und sorgen für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren. Tierschutz beginnt nicht erst dann, wenn Tiere Hilfe brauchen, sondern schon bei der Vorsorge“, erklärte Triers Dezernent Ralf Britten laut Wochenspiegel.
Wie dringend die Stadt Handlungsbedarf sieht, zeigen die Angaben aus dem Trierer Tierheim. Dort werden derzeit rund 60 Jungkatzen versorgt, die überwiegend aus dem Stadtgebiet stammen. Vor allem im Frühjahr und Sommer würden regelmäßig zahlreiche Katzenwelpen gefunden.
| Regelung | Angabe |
|---|---|
| Beginn der Katzenschutzverordnung | 1. August 2026 |
| Übergangsfrist | Bis Ende des Jahres |
| Derzeit versorgte Jungkatzen im Tierheim | Rund 60 |
Die Pflicht betrifft sowohl weibliche als auch männliche Freigängerkatzen. Unkastrierte Kater trügen wesentlich zur Vermehrung der Population bei und seien außerdem häufiger in Revierkämpfe verwickelt, die oft mit Verletzungen endeten.
Bei aufgegriffenen freilaufenden Katzen kann anhand der vorgeschriebenen Kennzeichnung geprüft werden, ob ein Halter ermittelt werden kann und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten wurden. Bei Verstößen können Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und Geldbußen verhängt werden.
Werden keine Besitzer gefunden, werden die Tiere als Fundkatzen dem Tierheim übergeben. Dort werden die erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Tierschutzvereine begrüßen die Regelung nach Angaben der Stadt, weil sie mehr Rechtssicherheit bei der Versorgung und Kastration aufgefundener Katzen schaffe.
Auch für Halter soll die Verordnung Vorteile bringen. Kastrierte Tiere zeigten häufig ein weniger ausgeprägtes Revierverhalten und unternähmen seltener weite Streifzüge. Durch Kennzeichnung und Registrierung könnten entlaufene Katzen schneller ihren Besitzern zugeordnet werden.
Zusammenfassung: Trier verpflichtet Halter von Freigängerkatzen ab 1. August 2026 zur Kastration oder Sterilisation sowie zur Kennzeichnung und Registrierung. Im Tierheim werden derzeit rund 60 Jungkatzen versorgt. Quelle: Wochenspiegel.
Bundestagspetition gegen geplantes Tierversuchsgesetz gestartet
Ein Bündnis aus zehn Tierschutzorganisationen wendet sich gegen die Pläne der Bundesregierung für ein eigenständiges Tierversuchsgesetz. Nach Angaben der Pressemitteilung auf openPR.de sollen die Regelungen zu Tierversuchen im Rahmen des angekündigten Innovationsfreiheitsgesetzes aus dem Tierschutzgesetz herausgelöst und in einem eigenen Gesetz zusammengefasst werden.
Die Organisationen befürchten, dass dadurch bisher im Tierschutzgesetz verankerte ethische und rechtliche Schranken entfallen könnten. Dazu zählen Grenzen gegen das Zufügen von Schmerzen, Leiden und Schäden sowie gegen die Tötung aus rein wirtschaftlichen Gründen.
Die Bundestagspetition wurde zur öffentlichen Mitzeichnung freigeschaltet. Bürgerinnen und Bürger können sie bis zum 31. August 2026 unterzeichnen und sich dafür einsetzen, dass das geplante Tierversuchsgesetz nicht umgesetzt wird und die Regelungen zu Tierversuchen im Tierschutzgesetz verbleiben.
Werden mindestens 30.000 Unterschriften erreicht, kommt es zu einer Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Bundestags.
| Petition | Angabe |
|---|---|
| Ende der Mitzeichnungsfrist | 31. August 2026 |
| Erforderliche Unterschriften für eine Anhörung | Mindestens 30.000 |
| Beteiligte Tierschutzorganisationen | Zehn |
Das Bündnis warnt davor, dass überzählige Tiere, die ohne späteren Einsatz in einem Versuch gezüchtet wurden, sowie Tiere, die einen Tierversuch überlebt haben, ohne den bislang in §17 des Tierschutzgesetzes geforderten „vernünftigen Grund“ legal getötet werden könnten.
Als weitere mögliche Folgen nennt das Bündnis den Wegfall der Pflicht zur art- und bedürfnisgerechten Ernährung, Pflege und Unterbringung der Tiere. Zudem könnten Erleichterungen im Genehmigungsverfahren die Prüftiefe der Behörden weiter einschränken.
Auch die Möglichkeit von Tierschutzverbänden, Genehmigungen gerichtlich überprüfen zu lassen, könnte nach Darstellung der Organisationen verloren gehen. Dies betreffe Bundesländer mit Verbandsklagerecht.
„Millionen Tieren droht durch die Ausgliederung der Tierversuchsregelungen aus dem Tierschutzgesetz eine massive Verschlechterung ihres ohnehin schon unzureichenden rechtlichen Schutzes“, kommentiert das Bündnis laut openPR.de.
Die Organisationen verweisen zugleich auf die Europäische Union, die den Übergang zu speziesrelevanten und tierleidfreien Methoden vorantreibe und deren Entwicklung, Validierung und rechtlich verpflichtende Anwendung fördere. Statt Tierversuche zu erleichtern, müsse im Rahmen des Innovationsfreiheitsgesetzes die Transformation hin zu zukunftstauglichen tierleidfreien Methoden gesetzlich verankert werden.
Das Bündnis fordert eine innovative, speziesrelevante und tierleidfreie Wissenschaft. Beteiligt sind Ärzte gegen Tierversuche, der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Bundesverband Menschen für Tierrechte, die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht, der Deutsche Tierschutzbund, mensch fair tier, Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg, der Politische Arbeitskreis für Tierrechte in Europa, Team Tierschutz und PETA Deutschland.
Zusammenfassung: Zehn Tierschutzorganisationen haben eine Bundestagspetition gegen ein eigenständiges Tierversuchsgesetz gestartet. Bis zum 31. August 2026 sollen mindestens 30.000 Unterschriften erreicht werden, damit eine Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestags stattfindet. Quelle: openPR.de.
Tierschutzbund kritisiert finanzielle Unterstützung für Tierheime
Auch Hasepost berichtet über die Kritik des Deutschen Tierschutzbundes an der finanziellen Unterstützung für Tierheime. Der Verband wirft der Bundesregierung vor, die Einrichtungen angesichts steigender Kosten und wachsender Anforderungen nicht ausreichend zu unterstützen.
Viele Tierheime könnten ihre Aufgaben nach Angaben des Verbands kaum noch erfüllen. Immer mehr Tiere benötigten Hilfe, während die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen seien.
Der Deutsche Tierschutzbund hat Ende Mai Klage vor dem Kölner Verwaltungsgericht gegen die Bundesregierung eingereicht. Zwar seien Tierschutz und dessen Finanzierung grundsätzlich Ländersache, die Tierschützer verwiesen jedoch auf das Grundgesetz, das den Tierschutz als Staatsziel benennt.
„Immer mehr Tiere brauchen Hilfe, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen“, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder laut Hasepost.
Der Verband kritisiert außerdem die aus seiner Sicht ungleiche Finanzierung verschiedener Bereiche. Die sogenannte Sportmilliarde zeige, dass sich der Bund trotz kommunaler Zuständigkeit an der Finanzierung von Sportinfrastruktur beteilige.
„Tierheime hingegen gehen leer aus – mit dem Verweis, ihre Finanzierung sei Sache der Kommunen. Offenbar fällt es der Politik leichter, Geld für Kunstrasen als für Tiere in Not bereitzustellen“, kritisierte Schröder laut Hasepost.
Damit greift Hasepost die auch von RP Online berichtete Auseinandersetzung über Zuständigkeiten und Finanzierungsmodelle auf. Der Tierschutzbund pocht auf eine stärkere staatliche Unterstützung, während auf politischer Seite auf die Zuständigkeit von Ländern, Städten und Kommunen verwiesen wird.
Zusammenfassung: Der Deutsche Tierschutzbund sieht die Tierheime wegen steigender Kosten und wachsender Anforderungen in einer prekären Lage und fordert eine verlässlichere Beteiligung des Bundes. Quelle: Hasepost.
Quellen:
- „Die politische Ignoranz dem Tierschutz gegenüber muss ein Ende haben“
- Rio wünscht sich tolle Abenteuer (Nordwalde) - Mischlingshunde (Tierschutz)
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