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Neuer Vorstand des Ökologischen Jagdvereins setzt Schwerpunkt auf Kitzrettung
Der Ökologische Jagdverein Bayern e.V., Kreisgruppe Altötting-Mühldorf, hat am Freitag, 10. Juli, in Winhöring seine Vorstandschaft mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Ulrich Haizinger bleibt Vorsitzender, Wolf-Peter Stössl übernimmt weiterhin das Amt des Stellvertreters und Markus Schneider bleibt Schatzmeister.
Eine personelle Änderung gibt es beim Schriftführer: Tobias Schlör folgt auf Christian Heyer. Neben der Wahl tauschten sich die Mitglieder über Wald, Wild, Natur- und Artenschutz aus. Der Verein will die nachhaltige Jagd weiterhin mit einem zukunftsfähigen und klimaresilienten Waldumbau verbinden.
Besonders deutlich positionierte sich der ÖJV beim Schutz von Rehkitzen. Nach einem Urteil zum Mähtod eines Kitzes im Landkreis Altötting fordert der Verband eine engere Zusammenarbeit von Landwirten, Jägern und ehrenamtlichen Helfern. Drohnen mit Wärmebildtechnik sowie eine frühzeitige Abstimmung vor Mähterminen könnten laut ÖJV helfen, Rehkitze rechtzeitig aufzuspüren und zu retten.
Der Verband thematisiert außerdem den Umgang mit Wildunfällen. Er kritisiert eine aus seiner Sicht unterschiedliche rechtliche Behandlung von Landwirten und Autofahrern, wenn ein Wildunfall fahrlässig oder bewusst nicht oder zu spät gemeldet wird. Zur schnellen Markierung von Unfallstellen gibt der ÖJV interessierten Autofahrern ein biologisch abbaubares Wildunfallband kostenfrei ab.
„Unser Ziel ist eine Jagd, die Ökologie, Tierschutz und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet“, betonte der neu gewählte Vorstand.
Der Dialog mit Waldbesitzern, Landwirten, Behörden und der Öffentlichkeit soll weiter ausgebaut werden. Außerdem bietet der ÖJV unter der Leitung versierter Waldpädagogen ein Ferienprogramm für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren an.
Infobox – Quelle: Innsalzach24
- Vorstandswahl am 10. Juli in Winhöring
- Ulrich Haizinger bleibt Vorsitzender
- Tobias Schlör ist neuer Schriftführer
- Schwerpunkte: Rehkitzschutz, Fallwild, Waldumbau und Waldpädagogik
Kölner Lichter bleiben laut Veranstaltern vor allem eine Feuerwerksveranstaltung
Die Kölner Lichter haben am Samstag, 1. August, nach Angaben der Veranstalter geschätzte 150.000 Menschen an die Promenaden des Rheins gezogen. Während der Verlauf als ruhig und friedlich beschrieben wurde, löste das Abschlussfeuerwerk erneut Kritik von Tierschützern aus.
Im Mittelpunkt der Proteste stehen die möglichen Auswirkungen von Knall, grellem Licht und Geruch auf Haustiere, Wildtiere und Vögel. Laut der im Artikel dargestellten Kritik könnten Vögel in Todesangst in extreme Höhen fliegen und dabei lebenswichtige Reserven verbrauchen.
Weitere genannte Kritikpunkte sind die Feinstaubbelastung, das Verletzungsrisiko durch Querschläger und unsachgemäße Handhabung sowie mögliche Brände bei Trockenheit. Auch Joris Rudy, bekannt aus der Reality-Show „7 vs. Wild“, äußerte sich kritisch und erklärte, über ihm flögen Tausende Papageien in Todesangst.
Das Finale bestand bereits aus einer Licht- und Drohnenshow, wurde jedoch zusätzlich durch gewaltige Böller begleitet. Die Veranstalter erteilten einem vollständigen Umstieg auf Drohnen oder Laser eine klare Absage. Eine Drohnenshow als Ergänzung könne im nächsten Jahr wieder möglich sein, sofern sie finanzierbar sei.
„Die Kölner Lichter sind und bleiben in erster Linie eine Feuerwerksveranstaltung.“
Die Veranstalter verwiesen darauf, dass die Veranstaltung vollumfänglich genehmigt worden sei und alle Auflagen auf Grundlage der aktuellen Rechtsgrundlage erfüllt worden seien. Die Stadt Köln erklärte, lediglich Genehmigungsbehörde zu sein, und verwies zugleich auf den wachsenden gesellschaftlichen Druck, Großveranstaltungen nachhaltiger durchzuführen.
Zu Berichten über verletzte Tiere stellte die Stadt Köln klar, dass es im Notruf der Feuerwehr im Zusammenhang mit einer Gans an der Zoobrücke lediglich um eine „freilaufende Gans“ gegangen sei. Das Veterinäramt und die Feuerwehr erklärten, es habe keine Einsätze der Feuerwehr mit verletzten oder hilflosen Tieren im Zusammenhang mit den Kölner Lichtern gegeben.
Infobox – Quelle: DerWesten
- Veranstaltung am 1. August 2026
- Geschätzte 150.000 Besucher laut Veranstaltern
- Feuerwerk soll Bestandteil der Kölner Lichter bleiben
- Keine Feuerwehreinsätze mit verletzten oder hilflosen Tieren im Zusammenhang mit der Veranstaltung
Landwirt muss nach Verletzung einer Kuh 2700 Euro zahlen
Vor dem Günzburger Amtsgericht musste sich ein 68-jähriger Milchviehhalter wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Bei einer unangemeldeten Nachkontrolle des Veterinäramts war an einer Kuh eine offene, nässende Wunde am Nacken festgestellt worden, in der sich die Spuren einer Kette abzeichneten.
Die Kontrolle war laut Veterinäramt notwendig geworden, weil es auf dem Hof bereits mehrfach Beanstandungen wegen der Tierhaltung gegeben hatte. Der Zutritt wurde nach Angaben der Leiterin des Veterinäramts zunächst verweigert, weshalb die Polizei zur Unterstützung alarmiert werden musste.
Bei der Untersuchung der Rinder in Anbindehaltung entdeckte die Veterinärin eine Schwellung am Nacken der Kuh sowie Blut und Krusten im Umfeld der Kette. Sie erklärte, die Kette habe die Oberhaut durchgescheuert und sich in eine tiefe Fleischwunde eingekerbt. Bei einer späteren Kontrolle war die Kette geändert worden.
Ein Sachverständiger des Instituts für Tierpathologie erkannte auf den Fotos Kettenabdrücke in der Wunde sowie eine massiv geschädigte Haut, eine akute Entzündung und Wundschorf. Durch die Anbindehaltung sei der Druck auf der Wunde erhalten geblieben; die Kuh habe dadurch länger andauernde Schmerzen erlitten.
Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe und bezeichnete die Fotos als manipuliert. Der Verteidiger beantragte Freispruch und argumentierte, es handle sich um einen kleinen Einzelfall. Der Staatsanwalt plädierte auf eine Geldstrafe von 3600 Euro.
Das Gericht verhängte schließlich eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 30 Euro, insgesamt 2700 Euro. Richter Martin Kramer berücksichtigte dabei die finanzielle Lage des Landwirts. Nach Einschätzung des Gerichts hätte der Tierhalter die Verletzung erkennen müssen, da er zur Kontrolle der Rinder verpflichtet sei.
Infobox – Quelle: Augsburger Allgemeine
- Angeklagter: 68-jähriger Milchviehhalter
- Verletzung: tiefe Fleischwunde am Nacken einer Kuh
- Forderung der Staatsanwaltschaft: 3600 Euro
- Urteil: 90 Tagessätze zu 30 Euro
- Gesamtbetrag: 2700 Euro
Welpen Cayenne und Curry suchen ein Zuhause
Auf DeineTierwelt werden zwei Welpen aus dem Tierschutz vorgestellt. Cayenne wird als goldiges Welpenmädchen beschrieben und sucht ein „Ticket ins Glück“; Curry ist ein süßer Welpenbub, der sich ein Körbchen für immer wünscht.
Beide Anzeigen sind im Bereich „Hunde aus dem Tierheim / Tierschutz“ eingeordnet. Cayenne ist als weiblicher Welpe ausgewiesen, Curry als männlicher Welpe. Für den Anbieter ist jeweils eine geprüfte Identität angegeben.
DeineTierwelt weist in beiden Inseraten auf wichtige Punkte beim Welpenkauf hin. Interessierte sollten darauf achten, dass die Beziehung zwischen Züchter und Tieren vertraut wirkt, das Muttertier vor Ort angesehen werden kann und die Haltung mit Schlafplatz, Auslauf und einer sauberen Umgebung überzeugt.
Außerdem soll der Gesundheitszustand der Welpen und des Muttertiers geprüft werden. Genannt werden dabei der Gesamteindruck, ein gesunder und wohlgenährter Zustand sowie die Frage, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind. Von einem Welpenkauf an einer Raststätte aus dem Kofferraum wird ausdrücklich abgeraten.
Infobox – Quelle: Deine Tierwelt
- Cayenne: weiblicher Welpe aus dem Tierschutz
- Curry: männlicher Welpe aus dem Tierschutz
- Anbieter mit geprüfter Identität
- Hinweise: Muttertier, Haltung, Gesundheit und Übergabe prüfen
Quellen:
- Neuer Vorstand in Winhöring fordert besseren Schutz für Rehkitze
- Trotz Tierschutz-Protesten: „Die Kölner Lichter sind und bleiben in erster Linie eine Feuerwerksveranstaltung“
- Blutige Kettenspuren im Kuhnacken: Landwirt wegen Tierschutzdelikt vor dem Günzburger Gericht
- Cayenne - typisches, goldiges Welpenmädchen - wünscht sich ein Ticket ins Glück.
- Curry, ganz zauberhafter süßer Welpenbub - wünscht sich ein Körbchen für immer.




















