Aktuelle Angebote für Deinen tierischen Begleiter!
Die besten Preise und brandaktuelle Sales und Angebote. Tiernahrung, Spielzeug und Zubehör - finde, wonach Du suchst.
Jetzt Angebote entdecken
Anzeige

Pressespiegel: Tierquälerei, überforderte Tierheime und Hilfe für Tiere

Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
20.07.2026 204 mal gelesen 9 Kommentare

Tierquälerei, überforderte Tierheime und praktische Hilfe: Der aktuelle Pressespiegel

Der Fall der Hündin Jette löst Forderungen nach schärferem Tierschutz aus

In Bad Frankenhausen erinnerten Menschen am Samstag an die Hündin Jette. Die Šarplaninac-Mix-Hündin war 2024 auf einem Müllplatz in Bosnien von der österreichischen TierschutzorganisationPfoten ohne Namen“ verlassen und verwahrlost aufgefunden worden.

Nach der Versorgung in einer lokalen Pension kam Jette im November 2024 nach Deutschland. Ein privates Tierheim aus der Nähe von Erfurt übernahm die Vermittlung. Ende 2024 wurde sie nach derzeitigen Informationen an eine Frau mittleren Alters mit Haus und Garten vermittelt. Im Vermittlungsvertrag soll eine Weitergabe untersagt worden sein.

Aktuelle Angebote für Deinen tierischen Begleiter!
Die besten Preise und brandaktuelle Sales und Angebote. Tiernahrung, Spielzeug und Zubehör - finde, wonach Du suchst.
Jetzt Angebote entdecken
Anzeige

Unter ungeklärten Umständen gelangte Jette später zu einer 21-Jährigen und einem 41-Jährigen aus Pößneck. Im November 2025 soll die inzwischen rund dreijährige Hündin zunächst mehrfach medikamentös vergiftet worden sein. Anschließend sollen die Beschuldigten sie an einer Tür stranguliert haben.

Öffentlich wurde der Fall, nachdem die Beschuldigten die Tat selbst filmten und in einem sozialen Netzwerk veröffentlichten. Zwei Tierschutzvereine erstatteten im Dezember 2025 Anzeige. Die Kriminalpolizei in Saalfeld nahm Ermittlungen auf, Jette wurde exhumiert und untersucht. Das Veterinäramt sprach gegen beide Beschuldigte ein Tierhaltungsverbot aus; auch das Landratsamt Saale-Orla-Kreis erstattete Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Der Fall führte im Internet zu Beschimpfungen, Gewaltandrohungen und Mordaufrufen. Nach Angaben des MDR wurden sogar Klarnamen und Adressen der Beschuldigten veröffentlicht. Polizei, Kommune sowie Tierschutzorganisationen und Verbände warnten vor strafrechtlich relevanter Selbstjustiz und riefen zur Besonnenheit auf.

Gleichzeitig werden schärfere Gesetze gefordert. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes drohen bei der Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund oder bei erheblichen Schmerzen aus Rohheit eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Tierschützer verlangen eine Erhöhung des Strafmaßes auf zehn Jahre, konsequentere Tierhaltungsverbote sowie eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Veterinärämter.

Auch ein verpflichtender Kompetenz-Test für Haustierhalter findet Unterstützung. An der aktuellen MDRfragt-Befragung nahmen rund 20.000 Menschen teil. Weitere Forderungen sind eine bundesweite Datenbank für Tierhaltungsverbote, verschärfte Kontrollen vor der Anschaffung eines Tieres und ein bundesweit verpflichtender „Tierhalteführerschein“.

Im Rahmen der Überarbeitung des Tierschutzgesetzes sprach sich der Bundesrat auf Initiative der Länder für eine Verdopplung der möglichen Bußgeldbeträge aus. Thüringen stimmte dieser Änderung zu, verabschiedet ist die Reform bisher jedoch nicht.

„Wenn Ihnen auffällt, dass Tiere gequält werden, wenden Sie sich sofort an das Veterinäramt und die Polizei, damit die Tierquälerei sofort unterbunden wird. Und seien Sie dazu bereit, als Zeugen aufzutreten“, wird Kevin Schmidt vom Landestierschutzbund Thüringen vom MDR zitiert.

Die polizeilichen Ermittlungen sind inzwischen abgeschlossen und wurden der Staatsanwaltschaft Gera zur Anklage übergeben. Laut Staatsanwaltschaft soll das Verfahren im dritten Quartal 2026 abgeschlossen sein.

Zusammenfassung: Der Fall Jette verbindet mutmaßliche schwere Tierquälerei mit Forderungen nach höheren Strafen, besseren Kontrollen und einem verpflichtenden Kompetenznachweis für Haustierhalter. Quelle: MDR.de.

Rüde Smoky nach drei Tagen wieder im Ilmenauer Tierheim

Für den kleinen Spitzrüden Smoky war die Vermittlung nur von kurzer Dauer. Am Freitag wurde er in ein neues Zuhause adoptiert, am Montag brachten ihn seine neuen Zweibeiner zurück ins Tierheim.

Das Ilmenauer Tierheim hatte nach eigenen Angaben eindringlich auf Smokys Besonderheiten hingewiesen. Dennoch beginnt die Suche nach einem dauerhaften Zuhause nun erneut.

Smoky ist ein Kleinspitz und feiert am 5. August seinen siebten Geburtstag. Ende April wurde er schweren Herzens im Tierheim abgegeben. Zuvor hatte er viele Jahre bei einem älteren Ehepaar gelebt, das sich aufgrund schwerer Erkrankungen nicht mehr ausreichend um ihn kümmern konnte.

Sein Pflegezustand hatte sich dadurch erheblich verschlechtert, sodass Smoky komplett geschoren werden musste. Nach der Schur zeigte er laut Tierheim eine deutliche Veränderung: Er sei ruhiger, aufgeweckter und neugieriger geworden.

„Am Anfang war Smoky unsicher, grillig und sehr unruhig. Nach der Schur war er wie verwandelt: ruhiger, aufgeweckter, neugierig“, berichtet das Tierheim laut inSüdthüringen.

Inzwischen taut Smoky weiter auf, genießt Streicheleinheiten und zeigt sich verschmust und treu. Er liebt Ausflüge in die Natur und ein aktives Leben. Weil er vieles noch nicht kennengelernt hat, bellt er aus Unsicherheit häufig und meldet jeden an. Das Tierheim ist überzeugt, dass sich dieses Verhalten mit Geduld und Training verbessern lässt.

Gesucht wird ein liebevolles, eher ruhiges Zuhause mit hundeerfahrenen Menschen. Sie sollten Freude an regelmäßiger, fachgerechter Fellpflege haben, aktiv mit Smoky unterwegs sein und ihm Zeit geben, Vertrauen aufzubauen.

  • Geduld, Konsequenz und Verständnis im Umgang mit seiner Körpersprache
  • Ein Haushalt ohne weitere Tiere wäre laut Tierheim ideal
  • Der Kontakt zu Kindern müsste vorher getestet werden
  • Erforderlich sind regelmäßige und fachgerechte Fellpflege sowie aktive Unternehmungen

Interessierte können laut Bericht einen Termin zum Probekuscheln vereinbaren. Das Tierheim ist unter (0 36 77) 67 11 57 oder per E-Mail unter nachricht@tierheim-ilmenau.de erreichbar.

Zusammenfassung: Smoky kehrte nach einem Wochenende im neuen Zuhause ins Tierheim zurück. Gesucht werden hundeerfahrene Menschen, die ihm ein ruhiges Zuhause, Training und dauerhaftes Vertrauen bieten. Quelle: inSüdthüringen.

Katze Raven lebte tagelang neben ihrem verstorbenen Besitzer

Im vergangenen Monat kamen fünf alte und auch kranke Katzen in das Hildesheimer Tierheim. Einige von ihnen hatten laut Hildesheimer Allgemeiner Zeitung über Tage mit ihren verstorbenen Besitzern in der Wohnung gelebt.

Zu den betroffenen Tieren gehört die Katze Raven. Sie saß tagelang neben ihrem verstorbenen Besitzer in einer Hildesheimer Wohnung. Der Fall nimmt die Zeitung zum Anlass, Tierhalter zu einer Vorsorge für Notfälle aufzurufen.

Besonders für Menschen, die allein mit einem Haustier leben, kann eine Regelung für den Ernstfall wichtig sein. Nach dem Bericht sollte vorab geklärt werden, wer sich um das Tier kümmert, wenn der Besitzer plötzlich nicht mehr dazu in der Lage ist.

Zusammenfassung: Fünf alte oder kranke Katzen kamen im vergangenen Monat in das Hildesheimer Tierheim; einige lebten zuvor über Tage mit verstorbenen Besitzern zusammen. Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung.

Hitze verschärft die angespannte Lage vieler Tierheime

Hohe Temperaturen verschärfen nach einem Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung die Krise vieler Tierheime. Zahlreiche Einrichtungen müssen beim Schutz ihrer Tiere improvisieren, weil Klimaanlagen fehlen.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert deshalb deutlich mehr finanzielle Unterstützung. Die Hitze stellt Tierheime vor zusätzliche Herausforderungen, während sie zugleich bereits mit einer angespannten Versorgungslage umgehen müssen.

In dem Bericht kommen Einrichtungen aus Bonn, Gießen und Pirmasens vor. Für Astrid Paperone war das Sommerwetter demnach bislang kein Grund zur Freude, nachdem es in Deutschland vor wenigen Wochen mehrere Tage hintereinander neue Hitze-Rekorde gegeben hatte.

Die fehlende technische Ausstattung macht es für viele Tierheime schwieriger, die Temperaturen in den Unterkünften ausreichend zu regulieren. Der Tierschutzbund sieht daher zusätzlichen Unterstützungsbedarf, damit die Einrichtungen ihre Tiere auch bei Hitze angemessen schützen können.

  • Viele Tierheime müssen beim Hitzeschutz improvisieren.
  • Klimaanlagen fehlen in zahlreichen Einrichtungen.
  • Der Tierschutzbund fordert deutlich mehr finanzielle Unterstützung.

Zusammenfassung: Hitze belastet Tierheime zusätzlich, insbesondere dort, wo Klimaanlagen fehlen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert mehr finanzielle Unterstützung. Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung.

Ein Jahr nach dem Tod des Wolfshunds Nanouk

Die Tötung des Wolfshunds Nanouk sorgte im Juli 2025 im Landkreis Harz und in Sachsen-Anhalt für landesweites Aufsehen. Es folgten Proteste, Anzeigen, Beschimpfungen, Anfragen und Bedrohungen.

Im Mittelpunkt der Proteste stand das Veterinäramt des Landkreises Harz mit seinem Leiter Rainer Miethig. Die Volksstimme berichtet, dass ein Jahr später die Aufarbeitung des Falls im Fokus steht.

Der Fall hatte im Sommer 2025 zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Wie weit die Aufarbeitung inzwischen vorangekommen ist, wird in dem vorliegenden Bericht angekündigt, ohne weitere Einzelheiten zum Ergebnis zu nennen.

Zusammenfassung: Die Tötung Nanouks im Juli 2025 löste im Harz und in Sachsen-Anhalt Proteste und Anzeigen aus. Ein Jahr später geht es um die weitere Aufarbeitung des Falls. Quelle: Volksstimme.

Schüler sammeln Spenden für den Tierschutzverein Deggendorf

Die Klassen 1a und 2c der Grundschule Altenmarkt engagierten sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Schule für den Tierschutz. Mit selbstgemachten Produkten sammelten die Schülerinnen und Schüler Spenden zugunsten des Tierschutzvereins Deggendorf.

Die Klasse 1a stellte aus Wildblumen des Schulgartens kunstvolle Lesezeichen her. Dafür wurden die Blüten zunächst gepresst und anschließend laminiert.

Die Klasse 2c fertigte bienenfreundliche Samenbomben an. Mit Kreativität, Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein unterstützten die Kinder damit den Tierschutzverein.

Zusammenfassung: Zum 60-jährigen Bestehen der Grundschule Altenmarkt sammelten die Klassen 1a und 2c mit selbstgemachten Produkten Spenden für den Tierschutzverein Deggendorf. Quelle: Pnp.de.

Quellen:

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
Der Bericht ist echt harter Tobak, vorallem der Fall von Jette macht mich ziemlich sprachlos. Was für ein Mensch macht sowas und filmt es dann auch noch, ich versteh die Welt manchmal echt nicht mehr. Trotzdem sollte man bei aller Wut nicht anfangen Adressen zu veröffentlichen oder Leute selber zu bestrafen, sonst wird aus berechtigter Empörung ganz schnell der nächste Mist. Die Gerichte müssen da aber auch zeigen das Tierquälerei kein Kavaliersdelikt ist. Drei Jahre Höchststrafe klingt bei solchen Taten wirklich nicht nach besonders viel, wobei ich kein Jurist bin und nicht weis wie sowas genau berechnet wird.

Der Abschnitt über Smoky zeigt auch wieder, das ein Tier nicht einfach wie ein Gegenstand ausprobiert und nach drei Tagen zurückgebracht werden kann. Natürlich kann es Gründe geben warum es garnicht klappt, aber wenn das Tierheim extra auf seine Eigenheiten hinweist, sollte man sich vorher sehr genau überlegen ob man das leisten kann. Gerade Fellpflege wird von vielen Leuten glaube ich total unterschätzt, besonders bei kleinen Hunden mit viel Fell. Ein Probekuscheln ist nett, ersetzt aber sicher kein richtiges Kennenlernen und auch keinen Plan für Training und Alltag.

Die Geschichte von Raven ist ebenfalls traurig und gleichzeitig ein wichtiger Hinweis. Wer alleine lebt, sollte wirklich irgendwo aufschreiben, wer sich im Notfall um Hund oder Katze kümmert. Vielleicht beim Handy, bei den wichtigen Papieren oder bei einer Vertrauensperson, damit nicht erst tagelang niemand merkt was passiert ist. Klingt unangenehm, aber eigentlich ist das genauso wichtig wie eine Patientenverfügung, nur denkt man bei Tieren oft zuletzt daran.

Bei der Hitze frage ich mich auch, warum Tierheime eigentlich immer so behandelt werden, als wären sie reine Privatangelegenheit. Sie übernehmen Aufgaben für die ganze Gesellschaft, haben aber oft zu wenig Geld, Personal und Räume. Klimaanlagen sind vielleicht nicht überall die beste Lösung wegen Kosten und Strom, aber wenigstens Schatten, gute Lüftung, Kühlung und Notfallpläne müssten doch möglich sein. Für Tiere die schon krank, alt oder gestresst sind, sind mehrere heisse Tage bestimmt besonders schlimm.

Und der Fall Nanouk zeigt, dass nach grossen Aufregungen irgendwann wieder Ruhe einkehrt, obwohl die offenen Fragen nicht automatisch verschwinden. Ein Jahr später sollte man schon erfahren dürfen, was genau aufgearbeitet wurde und ob sich irgendwas geändert hat. Sonst gibt es beim nächsten ähnlichen Fall wieder die gleichen Proteste und danach wieder Funkstille. Die Kinder aus Deggendorf sind dagegen ein richtig schöner Teil des Pressespiegels. Selbstgemachte Lesezeichen und Samenbomben sind keine riesigen Summen, aber es zeigt, dass helfen auch im kleinen geht. Vielleicht lernen die Kinder dabei mehr über Verantwortung als in mancher Erwachsenen-Diskussion im Internet.

Am Ende braucht es wohl beides: strengere Regeln und bessere Kontrollen, aber auch mehr Aufklärung bevor jemand ein Tier übernimmt. Ein Führerschein für Tierhaltung klingt erstmal komisch, doch ein kurzer verpflichtender Kurs über Kosten, Pflege, Verhalten und Notfälle wäre vermutlich garnicht so falsch. Hauptsache es wird nicht nur noch mehr Papier produziert, sondern wirklich kontrolliert und den Tierheimen praktisch geholfen. unerquicklich
Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Punkt, wie wichtig verlässliche Informationen und sachliche Berichterstattung bei solchen Fällen sind. Gerade bei Jette kursieren im Internet schnell Behauptungen, die am Ende vielleicht gar nicht stimmen oder aus dem Zusammenhang gerissen werden. Das macht die Sache nicht nur für die Ermittlungen schwieriger, sondern kann auch völlig Unbeteiligte treffen. Bei aller verständlichen Wut sollte man deshalb wirklich abwarten, was Polizei und Staatsanwaltschaft nachweisen können. Dass das Verfahren im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll, ist hoffentlich ein Zeichen dafür, dass die Sache ordentlich und nicht nur möglichst schnell bearbeitet wird.

Was ich außerdem problematisch finde: Viele Menschen werden erst aktiv, wenn ein besonders schlimmes Video auftaucht. Dabei passieren Tierquälereien vermutlich viel öfter im Verborgenen, ohne dass jemand filmt oder darüber berichtet. Nachbarn hören vielleicht ständig einen Hund jaulen, sehen ein völlig verwahrlostes Tier oder bemerken, dass jemand seine Tiere nicht versorgt. Dann wird oft weggeschaut, weil man keinen Streit möchte oder denkt, das gehe einen nichts an. Genau da müsste mehr Aufklärung ansetzen. Man muss ja nicht selbst den Helden spielen, aber eine Meldung beim Veterinäramt oder der Polizei kann im richtigen Moment entscheidend sein. Und wenn man als Zeuge gebraucht wird, sollte man sich nicht einfach drücken, auch wenn das natürlich unangenehm sein kann.

Bei den geforderten Tierhalteverboten frage ich mich, wie gut die heute überhaupt kontrolliert werden können. Ein Verbot bringt wenig, wenn eine Person einfach auf den Namen eines Familienmitglieds ein neues Tier anschafft oder in eine andere Stadt zieht. Eine bundesweite Datenbank klingt deshalb sinnvoll, aber sie müsste natürlich datenschutzrechtlich sauber gemacht und regelmäßig aktualisiert werden. Sonst steht am Ende jemand zu Unrecht darin oder ein Verbot ist längst abgelaufen und wird trotzdem noch angezeigt. Das ist vermutlich komplizierter, als es in einer Schlagzeile wirkt, aber genau solche praktischen Fragen entscheiden darüber, ob eine Regelung funktioniert.

Auch die geplante Verdopplung der Bußgelder finde ich grundsätzlich richtig, wobei eine höhere Zahl allein noch keinen besseren Tierschutz garantiert. Wenn bei Kontrollen Personal fehlt und Verfahren monatelang dauern, schreckt selbst eine hohe Strafe viele Leute nicht ab. Entscheidend ist, dass Verstöße entdeckt, dokumentiert und konsequent verfolgt werden. Für Tierhalter sollte außerdem klarer sein, wo die Grenze zwischen Überforderung, grober Fahrlässigkeit und absichtlicher Quälerei liegt. Nicht jeder, der Fehler macht, ist automatisch ein Tierquäler, aber wer Hinweise ignoriert und einem Tier wissentlich Schmerzen zufügt, darf sich auch nicht mit Unwissen herausreden.

Beim Thema Kompetenz-Test bin ich etwas zwiegespalten. Einen kurzen Kurs vor der Anschaffung könnte ich mir gut vorstellen, besonders bei Hunden. Viele informieren sich vorher nur über Rasse, Größe und Aussehen und denken kaum darüber nach, was ein Tier im Alltag wirklich bedeutet. Ein Test darf aber nicht dazu führen, dass am Ende nur noch Menschen mit viel Geld oder viel Freizeit Tiere halten dürfen. Auch ältere Personen, Familien oder Menschen mit kleiner Wohnung können gute Tierhalter sein, wenn die Voraussetzungen passen. Es sollte also eher um Wissen, ehrliche Selbsteinschätzung und einen vernünftigen Plan gehen, nicht um eine unnötige bürokratische Hürde.

Der Bericht über Nanouk zeigt für mich noch ein anderes Problem: Wenn Behörden Entscheidungen treffen, die für Außenstehende nicht nachvollziehbar sind, entsteht sehr schnell Misstrauen. Natürlich kann die Öffentlichkeit nicht jede interne Akte kennen und nicht jede Entscheidung im Detail beurteilen. Aber zumindest eine verständliche Erklärung, welche Fakten vorlagen und welche Alternativen geprüft wurden, sollte möglich sein. Das gilt umso mehr, wenn ein Fall so viele Menschen bewegt und anschließend von Protesten und Bedrohungen begleitet wird. Transparenz hätte vielleicht nicht jede Wut verhindert, aber sie könnte verhindern, dass sich Gerüchte und Verschwörungserzählungen festsetzen. Ein Jahr später sollte man daher nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Bei den Tierheimen wird mir generell zu oft so getan, als wären sie nur für ein paar besonders engagierte Menschen da. Tatsächlich springen sie überall dort ein, wo private Halter, Züchter, Behörden oder ganze Kommunen nicht mehr weiterwissen. Sie nehmen Fundtiere auf, versorgen beschlagnahmte Tiere und kümmern sich um alte, kranke oder schwierige Fälle. Wenn dann im Sommer die Temperaturen steigen, wird sichtbar, wie wenig Reserven viele Einrichtungen haben. Es braucht nicht überall sofort eine teure Klimaanlage, aber bauliche Lösungen wie isolierte Dächer, Verschattung, gute Luftzirkulation und ausreichend Personal wären langfristig vermutlich genauso wichtig. Förderprogramme sollten deshalb nicht nur für akute Notfälle aufgelegt werden, sondern auch für Umbauten und vorbeugenden Hitzeschutz.

Was die Schüler aus Deggendorf gemacht haben, finde ich in diesem Zusammenhang besonders wertvoll, nicht nur wegen der gesammelten Spenden. Solche Projekte zeigen Kindern, dass Tierschutz nicht erst bei dramatischen Rettungsaktionen anfängt. Samenbomben und Lesezeichen sind kleine Dinge, aber dahinter steckt die Idee, dass man mit den eigenen Möglichkeiten etwas beitragen kann. Vielleicht wäre es gut, wenn Schulen öfter mit Tierheimen, Tafeln oder Naturschutzvereinen zusammenarbeiten würden. So lernen Kinder nicht nur, dass Tiere niedlich sind, sondern auch, dass Verantwortung, Arbeit und Kosten dazugehören. Das ist wahrscheinlich nachhaltiger als jeder erhobene Zeigefinger.

Und vielleicht sollte man auch darüber sprechen, dass Tierschutz nicht immer bequem ist. Ein Tierheim kann nicht jedes Tier sofort aufnehmen, eine Pflegestelle kann nicht unbegrenzt Tiere versorgen und ein Tierarztbesuch kostet Geld. Wer helfen will, muss manchmal auch akzeptieren, dass es keine perfekte Lösung gibt. Wichtig wäre, dass die Politik diese Realität nicht auf Ehrenamtliche abwälzt. Spenden und freiwillige Arbeit bleiben unverzichtbar, aber eine öffentliche Aufgabe darf nicht dauerhaft nur durch private Opferbereitschaft funktionieren.

Insgesamt zeigen die verschiedenen Fälle, dass Tierschutz an vielen Stellen gleichzeitig verbessert werden muss: bei der Haltung, bei Kontrollen, bei der Vermittlung, bei Notfallvorsorge und bei der Finanzierung der Tierheime. Eine einzelne Gesetzesänderung wird das nicht lösen. Aber wenn aus Fällen wie Jette, Nanouk oder Raven konkrete Verbesserungen entstehen und nicht nur kurzfristige Empörung, wäre zumindest etwas gewonnen.ેશન
Die Schüleraktion aus Altenmarkt wurde bisher viel zu wenig erwähnt finde ich. Gerade die Mischung aus Lesezeichen und Samenbomben ist doch echt schön, weil die Kinder nicht einfach nur Geld sammeln sondern selber was machen und dabei noch was für Bienen und Blumen tun. Sowas bleibt bei Kindern bestimmt eher hängen als irgendein Vortrag über Verantwortung, den nachher eh keiner mehr weis. Und für den Tierschutzverein ist auch jeder kleine Betrag hilfreich, besonders wenn überall die Kosten steigen.

Was ich mich dabei gefragt habe: Könnten Schulen nicht öfter mit Tierheimen oder Vereinen zusammenarbeiten, vielleicht mit kleinen Projekten über mehrere Wochen? Natürlich kann man Kinder nicht einfach mit allen schwierigen Fällen belasten, aber Futterspenden sortieren, Plakate basteln oder über artgerechte Haltung sprechen wäre doch machbar. Viele Erwachsene kaufen ein Tier spontan, weil es süß aussieht, und wundern sich später über Arbeit und Kosten. Wenn man sowas schon früh lernt, hilft es vielleicht irgendwann.

Der Nanouk-Fall ist auch so eine Sache, bei der nach dem großen Aufschrei offenbar schnell wieder weniger darüber gesprochen wird. Ein Jahr klingt erstmal nicht lang, aber für die Betroffenen und für die Leute, die Fragen hatten, ist das bestimmt eine lange Zeit. Man sollte schon erklären, was geprüft wurde und ob Behörden daraus irgendwas gelernt haben. Das heißt ja nicht automatisch, dass jede Entscheidung falsch war, aber ohne nachvollziehbare Informationen entsteht sofort der Eindruck von Vertuschung. Und dann wird im Internet noch mehr spekuliert, was die Sache auch nicht besser macht.

Vielleicht müsste es bei solchen Fällen eine unabhängige Stelle geben, die Entscheidungen und Abläufe verständlich erklärt. Nicht nur irgendeine kurze Pressemitteilung mit vielen Fachwörtern, sondern wirklich: Was war bekannt, wer hat wann gehandelt, welche Möglichkeiten gab es und was wird künftig anders gemacht. Das wäre auch für die Mitarbeiter in den Ämtern besser, weil nicht jeder gleich persönlich zum Ziel von Beschimpfungen wird. Kritik muss sein, Bedrohungen sind aber einfach nur daneben und helfen den Tieren überhaupt nicht. juist
Das mit den Schülern ist echt schön, weil man sieht das helfen nicht immer riesen Geld oder sonstwas braucht und die Kinder dabei bestimmt ganz nebenbei noch was über Tiere und Natur lernen.
Die Idee mit einem verpflichtenden Kompetenz-Test finde ich grundsätzlich sinnvoll, solange er praktisch bleibt und nicht nur ein weiterer bürokratischer Haken wird. Gerade vor der Anschaffung könnten ehrliche Fragen zu Zeit, Kosten und Alltag verhindern, dass Tiere nach kurzer Zeit wieder im Tierheim landen.
Die Spendenaktion der Grundschüler finde ich richtig schön, gerade weil sie selbst etwas hergestellt und nicht einfach nur Geld gesammelt haben. Solche Projekte zeigen Kindern ganz praktisch, dass man auch mit kleinen Ideen etwas bewirken kann – hoffentlich bleibt ihnen dieser Gedanke lange erhalten.
Die Schüleraktion mit Lesezeichen und Samenbomben zeigt, dass auch kleine Ideen ganz praktisch helfen können und nicht immer nur große Spendenaktionen nötig sind.
Die Spendenaktion der Grundschüler finde ich richtig schön, weil sie zeigt, dass auch kleine Ideen und gemeinsames Anpacken im Tierschutz etwas bewirken können.
Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Gedanke, wie wichtig verlässliche Informationen und eine saubere Aufarbeitung gerade nach solchen Fällen sind. Bei Jette kursieren offenbar viele Details, die noch nicht abschließend geklärt sind. Das macht den Fall nicht weniger schlimm, aber es zeigt, warum man mit Behauptungen im Internet vorsichtig sein sollte. Ein geteilter Beitrag ist schnell gemacht, eine falsche Anschuldigung bleibt für Betroffene aber womöglich jahrelang bestehen. Gleichzeitig darf „abwarten, was die Ermittlungen ergeben“ natürlich nicht bedeuten, dass niemand Verantwortung übernimmt oder Behörden sich wegducken. Beides muss zusammengehen: rechtsstaatliche Verfahren und ein genauer Blick darauf, ob vorher irgendwo Warnzeichen übersehen wurden.

Interessant finde ich auch die geplante Aufarbeitung im Fall Nanouk. Nach einem großen Aufschrei ebbt die Aufmerksamkeit meistens sehr schnell ab, obwohl die eigentlichen Fragen dann erst anfangen. Wer hat was entschieden? Welche Informationen lagen vor? Gab es andere Möglichkeiten? Und wurden die Abläufe anschließend wirklich geprüft oder nur intern abgehakt? Gerade bei Entscheidungen von Veterinärämtern ist Transparenz wichtig, weil viele Menschen ohnehin das Gefühl haben, dass Behörden bei Tierfällen zu langsam oder zu unentschlossen reagieren. Wenn eine Entscheidung rechtmäßig war, sollte man sie nachvollziehbar erklären können. Falls Fehler passiert sind, wäre es noch wichtiger, offen daraus zu lernen.

Beim Thema Tierhalteführerschein bin ich noch etwas unentschlossen. Einen Test vor jeder Katze oder jedem Kaninchen kann ich mir schwer vorstellen, und natürlich darf Tierhaltung nicht zu einem Luxus werden, den sich nur noch bestimmte Leute leisten können. Aber ein verpflichtender Grundkurs bei Hunden, vor allem bei großen oder anspruchsvollen Rassen, wäre vielleicht tatsächlich sinnvoll. Viele Probleme entstehen ja nicht, weil Menschen absichtlich schlecht zu ihren Tieren sein wollen, sondern weil sie völlig falsche Vorstellungen haben. Ein Hund braucht nicht nur Futter, ein Körbchen und gelegentliche Streicheleinheiten. Zeit, Erziehung, Tierarztkosten, Urlaubsplanung und die Frage, was bei Krankheit oder Verhaltensproblemen passiert, gehören eben auch dazu.

Auch die finanzielle Seite sollte man viel ehrlicher ansprechen. Manche holen sich ein Tier, ohne die laufenden Kosten realistisch einzuschätzen. Schon normale Tierarztbesuche können teuer werden, und bei chronischen Erkrankungen oder Operationen kommen schnell Beträge zusammen, mit denen vorher keiner gerechnet hat. Das ist kein Grund, Menschen mit wenig Geld pauschal von Haustieren auszuschließen. Aber es wäre sinnvoll, wenn Beratung und vielleicht auch eine Art Kostenrechner bei der Vermittlung selbstverständlich wären. Tierheime leisten da bereits viel, nur können sie nicht die komplette Verantwortung für die Entscheidung anderer übernehmen.

Die Geschichte mit den Kindern aus Altenmarkt fand ich deshalb besonders schön, weil sie zeigt, dass Tierschutz nicht immer nur aus traurigen Fällen und Empörung bestehen muss. Solche Aktionen sind vielleicht klein, aber sie bleiben Kindern vermutlich länger im Gedächtnis als ein Vortrag. Sie sehen, dass man mit eigenen Ideen etwas beitragen kann, auch wenn man kein großes Budget hat. Vielleicht wäre es gut, wenn mehr Schulen solche Projekte machen würden, verbunden mit einem Besuch im Tierheim oder einem Gespräch mit Ehrenamtlichen. Dann wird aus einem einzelnen Spendenverkauf vielleicht ein langfristiges Verständnis für Verantwortung.

Und noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Ehrenamtliche im Tierschutz brauchen ebenfalls Unterstützung und Anerkennung. Sie kümmern sich um Tiere, fahren zu Pflegestellen, organisieren Vermittlungen und werden gleichzeitig nicht selten von außen kritisiert, wenn etwas nicht sofort klappt. Natürlich muss man Entscheidungen hinterfragen dürfen. Aber pauschale Vorwürfe helfen weder den Tieren noch den Menschen, die sich darum kümmern. Am Ende braucht es mehr Personal in Behörden, bessere Finanzierung der Tierheime, nachvollziehbare Vermittlungsstandards und Menschen, die bereit sind, auch nach der ersten Begeisterung dauerhaft Verantwortung zu tragen. Nur dann ändert sich wirklich etwas und es bleibt nicht bei der nächsten Welle der Empörung.

Zusammenfassung des Artikels

Der Pressespiegel berichtet über den Fall Jette, Forderungen nach schärferem Tierschutz, Smokys erfolglose Vermittlung, Vorsorge für Haustiere und hitzegeplagte Tierheime.

Aktuelle Angebote für Deinen tierischen Begleiter!
Die besten Preise und brandaktuelle Sales und Angebote. Tiernahrung, Spielzeug und Zubehör - finde, wonach Du suchst.
Jetzt Angebote entdecken
Anzeige

Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 500€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 500€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 90%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung Maximal 90 Tage
Jahreshöchstleistung 5.000€
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 700€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 90%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung 3 Monate im EU-Ausland
Jahreshöchstleistung 3.000€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 400€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung
Jahreshöchstleistung 1.500€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
  PetProtect Tierkrankenversicherung Dalma Hundekrankenversicherung Santé Vet Tierkrankenversicherung Deutsche Familienversicherung Hundekrankenversicherung Figo Tierkrankenversicherung Barmenia Hunde-Krankenvollversicherung Uelzener Versicherungen
  PetProtect Tierkrankenversicherung Dalma Hundekrankenversicherung Santé Vet Tierkrankenversicherung Deutsche Familienversicherung Hundekrankenversicherung Figo Tierkrankenversicherung Barmenia Hunde-Krankenvollversicherung Uelzener Versicherungen
Tarife je nach Tierart
Kostenübernahme Bis zu 100% Bis zu 100% Bis zu 90% Bis zu 100% Bis zu 90% Bis zu 100% Bis zu 100%
Kombi-Pakete möglich
Freie Wahl der Klinik
Auslandsversicherung Maximal 90 Tage 3 Monate im EU-Ausland
Jahreshöchstleistung 500€ bis unbegrenzt 500€ bis unbegrenzt 5.000€ 700€ bis unbegrenzt 3.000€ bis unbegrenzt 400€ bis unbegrenzt 1.500€ bis unbegrenzt
Zusatzleistungen
  » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE
Tabelle horizontal scrollen für mehr Anbieter
Counter