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Große Schlangen warten lange auf ein neues Zuhause
Im Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. wurden 2025 insgesamt 15 Schlangen aufgenommen, im Jahr davor waren es 17. Besonders große Arten wie Boas werden laut BILD schwerer vermittelt, weil sie größere und aufwendigere Terrarien benötigen.
Viele Halter seien mit den Anforderungen der Reptilienhaltung überfordert und gäben ihre Tiere deshalb ab. Nach Angaben des im PETBOOK-Interview genannten Facharztes Thomas Türbl spielten finanzielle Schwierigkeiten bei Reptilien dagegen kaum eine Rolle; häufig würden die Tiere nach einem Umzug zurückgelassen.
Für die Haltung müsse das Terrarium ausreichend groß sein, die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit bieten und stabil stehen. Bereits für eine Kornnatter könne eine Länge von 170 Zentimetern nötig sein. Bei bestimmten Gefahrtieren sei außerdem ein behördlicher Sachkundenachweis erforderlich.
Der Tierschutzverein warnt zudem vor der langen Lebenserwartung mancher Arten: Einige Schlangen würden bis zu 25 Jahre alt. Fehlendes Wissen über die Bedürfnisse der Tiere könne zu schlechter Haltung und Tierleid führen.
Wie schwierig eine Vermittlung sein kann, zeigt das Beispiel der Boa constrictor Chantal, genannt „Chanty“. Sie lebte seit 2015 im Hamburger Tierheim und starb dort nach elf Jahren; zusätzlich erschwerte eine Einschlusskörperchenkrankheit mit neurologischen Beschwerden ihre Chancen auf ein neues Zuhause. Als aktueller Langzeitfall wird Boa Sophie genannt, die sich seit Oktober 2020 in der Obhut des Vereins befindet.
„Große Schlangen aufwendigere Terrarien brauchen.“ – BILD
Infobox: 2025 nahm der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. 15 Schlangen auf, im Jahr davor 17. Boa Sophie wartet seit Oktober 2020 auf passende Halter.
Karla sucht als sanfte Mischlingshündin ein Zuhause
Auf DeineTierwelt wird Karla als „sanfte Kuschelseele mit einem Herz für Menschen“ vorgestellt. Die erwachsene Mischlingshündin ist weiblich und wird als Mischlingshündin bis 30 cm geführt.
Das Inserat stammt aus dem Tierschutz und weist den Anbieter als Anbieter mit geprüfter Identität aus. Der Anbieter ist seit dem 21.03.2020 Mitglied bei DeineTierwelt.
Die Plattform veröffentlicht im Zusammenhang mit der Vermittlung außerdem Hinweise für den Hundekauf. Interessierte sollten darauf achten, dass die Beziehung zwischen Züchter und Tieren vertraut wirkt, dass die Mutter der Welpen vor Ort besichtigt werden kann und dass Schlafplatz, Auslauf und Sauberkeit gewährleistet sind.
Auch der Gesundheitszustand der Welpen und des Muttertiers soll geprüft werden. DeineTierwelt nennt dabei den Gesamteindruck sowie Impfungen und Entwurmungen als wichtige Punkte. Von einem Kauf an einer Raststätte aus dem Kofferraum wird ausdrücklich abgeraten; ein seriöser Züchter werde einen Termin zu Hause vereinbaren.
Infobox: Karla ist eine erwachsene, weibliche Mischlingshündin bis 30 cm aus dem Tierschutz. Das Inserat steht auf DeineTierwelt.
Verfahren nach Vorwürfen auf dem Bietigheimer Pferdemarkt
Nach Tierschutzvorwürfen rund um den Bietigheimer Pferdemarkt hat das Landratsamt Ludwigsburg in zwei Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Behörde müssen die beiden Tierhalter voraussichtlich ein Bußgeld zahlen.
Auslöser waren Videoaufnahmen, die zuvor auch der Tierrechtsorganisation Peta vorlagen. Auf den geprüften Aufnahmen sei in zwei voneinander unabhängigen Fällen zu sehen, wie Halter Ponys mit der Hand auf die Nüstern schlagen.
Landrat Dietmar Allgaier erklärte, tierschutzwidriges Verhalten habe auf dem Pferdemarkt keinen Platz. Ulrich Koepsel, Leiter des Veterinäramts, sagte, in beiden Fällen hätte anders reagiert werden müssen; solche Verhaltensweisen würden nicht toleriert.
Das Amt betonte zugleich, dass die überwiegende Zahl der dokumentierten Situationen keinen Verstoß gegen das Tierschutzrecht dargestellt habe. Während Peta fordert, dass Pferde bei kommenden Veranstaltungen nicht mehr dabei sein sollten, verweist das Landratsamt auf die Verantwortung der Tierhalter.
Diese Verantwortung könne weder der Veranstalter noch das Veterinäramt ersetzen, erklärte Koepsel. Während der gesamten Veranstaltung sei außerdem ein Tierarzt vor Ort gewesen. Auswirkungen auf die Durchführung des Pferdemarkts im kommenden Jahr sehe das Veterinäramt nicht.
Auch die Stadt Bietigheim weist die Forderung von Peta zurück. Sprecherin Anette Hochmuth erklärte, man sehe zwei Einzelfälle, die nicht die gesamte Veranstaltung kompromittierten; die große Masse der Beteiligten sei um das Wohl der Tiere bemüht.
Den beiden betroffenen Tierhaltern sei mitgeteilt worden, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung gewesen sei. Sie seien auf dem Pferdemarkt nicht mehr willkommen. Die Stadt wolle jedoch nicht die gesamte Veranstaltung infrage stellen.
„Tierschutzwidriges Verhalten hat auf dem Pferdemarkt keinen Platz.“ – Dietmar Allgaier, Landrat
| Verfahren | 2 Ordnungswidrigkeitsverfahren |
| Betroffene Tiere | Ponys |
| Vorwurf | Schläge mit der Hand auf die Nüstern |
| Mögliche Folge | Voraussichtlich Bußgeld |
| Entscheidung der Stadt | Die zwei Tierhalter sind künftig nicht mehr willkommen |
Infobox: Das Landratsamt Ludwigsburg leitete in zwei Fällen Verfahren ein. Das Veterinäramt sieht derzeit keine Auswirkungen auf die Durchführung des Pferdemarkts im kommenden Jahr.
Göttinger Igel-Mamas versorgen 40 Tiere
Vier Frauen aus Göttingen haben sich dem Igelschutz verschrieben und nehmen verwaiste sowie kranke Tiere bei sich zu Hause auf. Aktuell kümmern sie sich um 40 Igel.
Ihr Ziel ist es, die Tiere erfolgreich wieder auszuwildern. Dafür sind die Igel-Mamas auf Hilfe angewiesen, wie das Göttinger Tageblatt berichtet.
Infobox: Vier Frauen engagieren sich in Göttingen für den Igelschutz. Aktuell versorgen sie 40 Igel und benötigen Unterstützung für die spätere Auswilderung.
„faunavoice“ plant weltweiten Start für Tierschutz und soziales Engagement
Das deutsche Start-up faunaworld kündigt die finale Umsetzungs- und Realisierungsphase seines internationalen sozialen Netzwerks „faunavoice – my best friend“ an. Der weltweite Start inklusive KI-gestützter Echtzeit-Übersetzung ist für Anfang 2028 geplant.
Die Plattform will Völkerverständigung, Tier-, Umwelt- und Naturschutz sowie Gesundheit und Pflege digital miteinander verknüpfen. Bis zum fünften Geschäftsjahr prognostiziert das Unternehmen rund 50 Millionen Nutzer und sucht für die finale Umsetzung in Deutschland strategische Investoren und Fördermittel.
Die Idee entstand nach Angaben von openPR aus der anderthalbjährigen Pflege des demenzkranken Vaters des Gründers. Dabei untersuchte dieser den positiven Einfluss von Haustieren auf das physische, psychische und soziale Wohlbefinden von Patienten.
Über digitale Tierpatenschaften soll die Community kranke, behinderte und ältere Menschen aus der sozialen Isolation führen. Die Plattform richtet sich an Tierhalter, Mediziner, Trainer, Biologen und Institutionen weltweit.
Durch die Interaktion der Mitglieder soll eine globale Echtzeit-Enzyklopädie entstehen. Sie soll Daten zu Tierarten, Rassen, Entwicklung und Charakter unter Berücksichtigung regionaler Mentalitäten bündeln. Auch die Nachverfolgung von Stammbäumen und weltweiten Populationen soll möglich werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildung. Die Plattform will Wissenslücken bei Kindern und Jugendlichen zur artgerechten Haltung und zum Wildtierschutz schließen.
- faunamedical: Der Bereich soll rund um die Uhr Online-Kontakt zu Tieren ermöglichen, darunter Hunde, Katzen, Vögel und Reptilien. Im Mittelpunkt steht die soziale Teilhabe isolierter Menschen.
- faunadoc: Die digitale Schnittstelle „Pet-Analytics“ soll funktionelle Störungen bei Tieren analysieren und erste Übersichtsdiagnosen sowie individuelle Fitness- und Ernährungspläne liefern.
Unterstützt werden soll „faunadoc“ von einem interdisziplinären Expertenteam aus Veterinärmedizin, Tierpsychologie und Verhaltensforschung. Insgesamt gehört das Angebot zu einem Ökosystem mit sieben spezialisierten Projektbereichen; zwei Kernfunktionen seien bereits fortgeschritten.
Das Unternehmen spricht von einer geplanten Einbindung von Menschen aus 195 Ländern. Für die finale Skalierung und den Launch seien weitere Partnerschaften erforderlich. Nach Angaben von openPR liegen für interessierte Kapitalgeber und Förderstellen ein detailliertes Pitch-Deck, Business- und Marketingpläne sowie ein Gründungsgutachten vor.
| Geplanter weltweiter Start | Anfang 2028 |
| Prognose bis zum fünften Geschäftsjahr | Rund 50 Millionen Nutzer |
| Geplante internationale Einbindung | 195 Länder |
| Projektbereiche | 7 |
| Pflege des Vaters des Gründers | Anderthalb Jahre |
Infobox: „faunavoice – my best friend“ soll Anfang 2028 weltweit starten. Das Netzwerk will Tier-, Umwelt- und Naturschutz mit Gesundheit, Pflege und sozialer Vernetzung verbinden.
Quellen:
- Große Schlangen aus dem Tierschutz finden schwerer neue Halter
- Karla - Hündin aus dem Tierschutz sucht ein Zuhause (Aglasterhausen) - Mischlingshündin bis 30cm (Tierschutz)
- Tierschutz-Verstoß auf Pferdemarkt: Amt leitet Verfahren ein
- Tierschutz im Herbst: Zu Besuch bei den Igel-Mamas in Göttingen
- Tierschutz-Verstoß in Bietigheim: Amt leitet Verfahren ein
- Start-up „faunavoice“ plant weltweiten Launch für globalen Tierschutz und soziales Engagement.




















