Inhaltsverzeichnis:
Tierschutz in NRW: Viele Gesichter, wachsende Herausforderungen
Der WDR zeigt in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“, wie vielfältig Tierschutz in Nordrhein-Westfalen organisiert ist. Tierheime kümmern sich um Hunde und Katzen, private Pflegestellen nehmen Eichhörnchen und Fledermäuse auf, während Lebenshöfe Bauernhoftieren ein dauerhaftes Zuhause bieten.
Der Beitrag berichtet außerdem über Helfer, die international tätig sind oder Tiere aus Kriegsgebieten retten. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen für viele Einrichtungen, die zunehmend an ihre Grenzen kommen.
Die Sendung wurde laut WDR am 02.10.2026 ausgestrahlt und dauert 39 Min. 31 Sek. Sie ist bis 04.10.2031 verfügbar. In der Sendung werden unter anderem die Gelbscheitelamazone Oskar, die Langhaarkatze Rose, die Hündin Sky, die Seniorin Fibi sowie der Scottish-Fold-Kater Ketchup vorgestellt.
„Tierschutz in NRW hat viele Gesichter“.
Infobox – WDR: Der Beitrag macht deutlich, dass Tierschutz von Tierheimen über private Pflegestellen bis zu Lebenshöfen reicht. Viele Einrichtungen benötigen angesichts wachsender Aufgaben weiterhin Unterstützung.
Mio sucht ein Zuhause: Hinweise für einen sicheren Welpenkauf
Auf deine-tierwelt.de wird der Hund Mio unter dem Titel „lieb, angstfrei, lebendig“ im Bereich „Welpen aus dem Tierheim / Tierschutz“ vorgestellt. Das Angebot wird von Tiervermittlung.de bereitgestellt.
Die Plattform verbindet die Anzeige mit Hinweisen, die Interessierte vor unseriösen Verkäufern schützen sollen. Empfohlen wird, auf eine vertraute Beziehung zwischen Züchter und Tieren zu achten und zu prüfen, ob der Züchter sich für die neue Umgebung des Welpen interessiert und auch nach dem Kauf erreichbar bleibt.
Außerdem sollte das Muttertier vor Ort sein und angeschaut werden können. Bei der Haltung werden ein Schlafplatz, Auslauf und eine saubere Wohnung als wichtige Prüfpunkte genannt. Auch der Gesundheitszustand von Welpe und Mutter, Impfungen und Entwurmung sollen berücksichtigt werden.
- Das Muttertier sollte vor Ort sein und angeschaut werden können.
- Die Tiere sollten einen Schlafplatz und Auslauf haben.
- Die Wohnung sollte sauber sein.
- Welpe und Mutter sollten gesund und wohlgenährt wirken.
- Es sollte geprüft werden, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind.
- Eine Übergabe an einer Raststätte aus dem Kofferraum wird ausdrücklich abgelehnt.
Infobox – deine-tierwelt.de: Die Meldung stellt Mio vor und warnt zugleich vor unseriösen Verkaufsbedingungen. Besonders wichtig sind die Besichtigung des Muttertiers, eine angemessene Haltung, der Gesundheitszustand und eine seriöse Übergabe.
Wintervorbereitungen setzen Tierschutzvereine in Sachsen-Anhalt unter Druck
MDR.de berichtet über Ehrenamtliche in Merseburg und Tangermünde, die sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. In Merseburg leben derzeit etwa 20 Hunde auf einem rund 1,3 Hektar großen Gelände des Tierschutzvereins.
Viele Hunde stammen aus schwierigen Verhältnissen und leben in Rudeln. Diese Haltung soll ihnen Sicherheit geben und soziales Verhalten fördern. Für den Winter stehen mehrere beheizte Häuser zur Verfügung, in denen die Tiere in kleinen Gruppen untergebracht werden können.
Bei sinkenden Temperaturen werden die Hundehütten mit frischem Stroh ausgestattet. Bei starkem Frost können die Tiere in beheizte Unterkünfte wechseln.
Steigende Kosten für Hunde und tierärztliche Versorgung
Nach Angaben des Vereins liegen die monatlichen Kosten für Betrieb und Tierärzte im Sommer bei rund 6.000 Euro. Im Winter steigen sie auf etwa 10.000 Euro. Die Arbeit wird ausschließlich durch Spenden finanziert.
Victoria Löser engagiert sich seit vielen Jahren im Tierschutzverein Merseburg. MDR.de berichtet, dass die 31-Jährige neben ihrer Freizeit auch regelmäßig einen Teil ihres Gehalts spendet, weil die Spendenbereitschaft vieler Menschen zurückgehe.
Der etwa einjährige Hund Louis stammt aus Griechenland und wartet auf eine neue Familie. Rund um Weihnachten vermittelt der Verein bewusst keine Hunde.
„Tiere sind keine Geschenke“, sagt Victoria Löser.
Nach ihrer Einschätzung übernimmt, wer einen Hund aufnimmt, Verantwortung für viele Jahre. Deshalb müsse die Entscheidung gut überlegt sein.
Streunerkatzen in Tangermünde benötigen tägliche Betreuung
In Tangermünde versorgt die Elbeland Tierhilfe insgesamt sechs Katzenkolonien. Claudia Hennig fährt regelmäßig Futterstellen an und kümmert sich dort um Futter, Wasser, Kastrationen, Impfungen und tierärztliche Versorgung.
An einer Futterstelle leben elf Katzen. Gerade im Winter sind tägliche Kontrollen wichtig, damit Krankheiten und Verletzungen früh erkannt werden. Gefrorene Wassernäpfe, Schnee, Nässe und Frost stellen für Streunerkatzen eine besondere Belastung dar.
Die Tiere benötigen bei Kälte mehr Energie. Besonders für Jungtiere können gefrorenes Wasser oder Erkrankungen gefährlich werden. Deshalb werden Katzenhäuser im Herbst kontrolliert, Stroh wird erneuert und Futtervorräte werden angelegt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Kater Milo. Er leidet an einer Ataxie, einer neurologischen Störung, die sein Gleichgewicht beeinträchtigt.
„Ein bisschen dusselig, aber ganz, ganz lieb“, beschreibt Claudia Hennig den Kater.
Die Fördermittel decken laut MDR.de nur einen Teil der Ausgaben. Vereinsmitglieder finanzieren Fahrten, Ausrüstung und Notfälle teilweise aus eigener Tasche.
„Auf keinen Fall. Aber wir sind eben auch nur Menschen und wir versuchen alles zu investieren, was wir haben“, sagt Claudia Hennig.
Sie äußert außerdem die Sorge, Tiere künftig möglicherweise nicht mehr ausreichend versorgen zu können, wenn notwendige Hilfe nicht bezahlt werden kann.
Infobox – MDR.de: Im Tierschutzverein Merseburg steigen die monatlichen Kosten von rund 6.000 Euro im Sommer auf etwa 10.000 Euro im Winter. In Tangermünde betreut die Elbeland Tierhilfe sechs Katzenkolonien, darunter eine Futterstelle mit elf Katzen.
Schweiz beschließt Import- und Handelsverbot für tierquälerisch erzeugten Pelz
Wie Presseportal.ch unter Berufung auf VIER PFOTEN berichtet, hat das Schweizer Parlament am 02.10.2026 in der Schlussabstimmung ein Import- und Handelsverbot für tierquälerisch erzeugte Pelze verabschiedet. Damit soll die Einfuhr und der Handel mit Pelzen aus tierquälerischer Produktion gesetzlich untersagt werden.
VIER PFOTEN, die Stiftung für das Tier im Recht, der Schweizer Tierschutz STS, der Zürcher Tierschutz, Sentience und Animal Rights Switzerland begrüßen die Entscheidung. Nach Angaben der Meldung wird die Schweiz damit zum ersten Land der Welt, das die Einfuhr von Pelzen aus tierquälerischer Produktion gesetzlich verbietet.
Das Verbot wurde laut Presseportal.ch in zwei Etappen umgesetzt. Der Bundesrat führte 2025 zunächst ein Importverbot auf Verordnungsebene ein. Mit dem Beschluss des Parlaments wird das Verbot nun auch auf den Handel im Inland ausgeweitet und dauerhaft gesetzlich verankert.
Besonders hervorgehoben wird ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Die Kriterien für tierquälerische Produktionsmethoden sollen nicht durch eigene Branchenstandards der Pelzindustrie mitbestimmt werden.
„Heute ist ein grosser Tag für die Tiere. Die Schweiz setzt international ein starkes Zeichen und macht klar: Tierquälerei darf kein Geschäftsmodell sein“, sagt Katja Schönenberger, Geschäftsleiterin von VIER PFOTEN Schweiz.
Die Organisationen erklären, die Anforderungen gingen deutlich über die heute in der internationalen Pelzindustrie üblichen Produktionsbedingungen hinaus. Deshalb dürften die heute gehandelten Pelzprodukte aus der kommerziellen Pelzindustrie künftig nicht mehr importiert werden.
„Der lange Weg zum Verbot tierquälerischer Pelzprodukte zeigt, dass Deklaration und freiwilliger Verzicht nicht ausreichen, um einen Tierschutzmissstand zu beseitigen“, sagt Nadja Brodmann vom Zürcher Tierschutz.
Infobox – Presseportal.ch: Das Schweizer Parlament hat ein Import- und Handelsverbot für tierquälerisch erzeugten Pelz beschlossen. Das zuvor auf Verordnungsebene eingeführte Importverbot wird damit auf den Handel im Inland ausgeweitet und dauerhaft gesetzlich verankert.
Kafue-Nationalpark: Mit Naturschutz und Tourismus gegen Wilderei
Die Augsburger Allgemeine berichtet über den Kafue-Nationalpark in Sambia, in dem die Wilderei eingedämmt werden konnte. Der Park ist besonders für seine Löwen bekannt, die in den Busanga Plains über längere Zeit beobachtet werden können.
Im saisonal überfluteten Marschland im Norden des Nationalparks leben besonders große Rudel. Laut dem Bericht gibt es dort mehr als 60 Löwen. Zu den Beutetieren zählen viele zehntausend Moorantilopen, außerdem Pukus und weitere Arten.
Die Löwen bewegen sich in der Region auch durch das Wasser. Die Safarifahrzeuge des Chisa Busanga Camps fahren elektrisch. Die Safari-Camps liegen auf Inselchen mit Feigenbäumen, Palmen und Pod-Mahogany-Bäumen.
Die Tiere kommen den Menschen teilweise sehr nahe. In einem Camp riss eine Löwin die Plane von Zelt Nummer Eins auf und brachte dort ihren Nachwuchs zur Welt. Im Busanga Bush Camp halten sich Löwen laut dem Bericht gerne am Pool auf, weil es dort mittags angenehm kühl ist.
Viele Antilopenarten und bedrohte Tiere
Der Kafue-Nationalpark beherbergt laut Augsburger Allgemeine mehr Antilopenarten als jeder andere Nationalpark Afrikas. Bei einer Durchquerung von Süd nach Nord können mit Glück 21 Arten beobachtet werden.
Genannt werden unter anderem der kleine Sharpe-Greisbock, das große Eland, die Lichtenstein-Antilope und der Defassa-Wasserbock. Als Teil der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area ist der Kafue außerdem ein Rückzugsort für viele weitere bedrohte Arten.
Im Vergleich zum Kruger-Nationalpark ist die Zahl der Besucher im Kafue deutlich geringer. Während der Kruger-Nationalpark etwa zwei Millionen Besucher im Jahr empfängt, kommen in den Kafue rund 30.000 Touristen. Als nächstes Etappenziel werden 50.000 Besucher im Jahr 2030 genannt.
Mehr Mittel für Ranger, Infrastruktur und Gemeinden
Seit Juli 2002 betreibt die private Naturschutzorganisation African Parks den Kafue in Partnerschaft mit Sambias Naturschutzbehörde. Nach Jahren der Vernachlässigung stehen dem Park nun viele Millionen zur Verfügung, unter anderem für Infrastruktur, die Ausrüstung der Ranger und Maßnahmen gegen Wilderer.
Zum Einsatz kommen laut Bericht unter anderem eine Hundestaffel und ein Helikopter. Menschen außerhalb der Parkgrenze sollen ebenfalls vom Naturschutz profitieren. Dafür werden Bohrlöcher gebaut, Kliniken und Schulen renoviert und neue Arbeitsplätze geschaffen.
„Wir wollen keinen Massentourismus. Aber es braucht Gäste, die den Schutz des Parks nachhaltig finanzieren“, sagt Commercial Manager Ian Pollard.
Neue Zeltplätze sollen weitere Regionen für geführte Campingsafaris und Selbstfahrer erschließen. Außerdem soll sich die Erreichbarkeit verbessern, wenn zwei Landepisten geteert sind und künftig größere Maschinen den Park anfliegen können.
Nachtsafaris und die Rückkehr der Nashörner
Im Kafue sind auch Night Drives erlaubt. Dabei können unter anderem Stachelschweine, Streifenschakale, Honigdachse, Ginsterkatzen, Weißschwanzmangusten, ein Blassuhu und Servale beobachtet werden. Als besonderes Erlebnis wird die Sichtung eines Leoparden im Scheinwerferlicht beschrieben.
Im zentralen Teil des Parks bestehen gute Chancen, große Herden von Büffeln und Elefanten zu sehen. Im Südosten gelten Geparden als besondere Attraktion.
Nashörner fehlen im Kafue bislang. Nach Angaben des Artikels soll es dort früher mehr als 2000 Nashörner gegeben haben, bevor sie vollständig gewildert wurden. Ende des Jahres sollen 40 bis 60 Spitzmaulnashörner aus Namibia und Südafrika umgesiedelt werden.
Für die Tiere ist ein 150.000 Hektar großes, besonders intensiv geschütztes Areal im Norden des Parks vorgesehen. Damit sollen im Kafue künftig wieder alle Arten der „Big Five“ vertreten sein.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Besucher im Kafue | rund 30.000 Touristen |
| Besucherziel für 2030 | 50.000 Besucher |
| Löwen in den Busanga Plains | mehr als 60 |
| Antilopenarten bei günstiger Sichtung | 21 Arten |
| Geplante Umsiedlung von Spitzmaulnashörnern | 40 bis 60 |
| Geschütztes Areal für die Nashörner | 150.000 Hektar |
Infobox – Augsburger Allgemeine: Der Kafue-Nationalpark verbindet den Schutz bedrohter Tierarten mit nachhaltigem Tourismus. Gegen Wilderei werden Ranger, Hunde und ein Helikopter eingesetzt; zugleich profitieren Gemeinden durch Bohrlöcher, renovierte Einrichtungen und neue Arbeitsplätze.
Quellen:
- So vielfältig ist Tierschutz in NRW
- Mio, lieb, angstfrei, lebendig (Otter) - Welpen aus dem Tierheim / Tierschutz
- Tierschutz "Wir versuchen alles zu investieren, was wir haben": Wenn Frost für Tiere zur Gefahr wird
- Ein Meilenstein für den Tierschutz: Schweiz verbietet Import von tierquälerisch erzeugtem Pelz
- Im Königreich der Löwen: So gelang es, die Wilderei im größten Nationalpark Sambias einzudämmen
- Nathan Goldblat über Tierschutz in Marokko




















