Tierschutz-News: Label-Streit, Auslandshunde und neue Vermittlungstiere
Autor: Tierische Freude Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Artikel bündelt Meldungen zu Tierwohl-Labels, Tierschutzpositionen, Auslandshunden und Tiervermittlung.
Label-Kompass des Schweizer Tierschutzes löst Streit über Tierwohl aus
Der Schweizer Tierschutz (STS) hat einen neuen «Label-Kompass» vorgestellt, der Fleisch-, Ei- und Milch-Labels in die Kategorien «sehr gut», «gut», «ausreichend» und «unbefriedigend» einteilt. Ziel sei laut STS, Orientierung im Label-Angebot zu schaffen und «wenig, aber bessere tierische Proteine – nachhaltig produziert, mit Respekt gegenüber Nutztieren, Natur und Umwelt» zu fördern.
Der Bericht von Nau zeigt, dass andere Tierschutzorganisationen den Ansatz kritisch bewerten. Animal Rights Switzerland vertritt die Position, dass jede wirtschaftliche Tiernutzung problematisch sei. Geschäftsleiterin Céline Schlegel erklärt, dass auch in der Labelproduktion viel Tierleid erlaubt sei. Als Beispiele nennt sie die Panik und Atemnot von Schweinen bei der CO2-Betäubung sowie schmerzhafte Brustbeinbrüche bei Legehennen.
«Viel Tierleid ist auch in der Labelproduktion erlaubt.» – Céline Schlegel, Animal Rights Switzerland
Swissveg bewertet den Kompass differenzierter. Lubomir Yotov, stellvertretender Geschäftsführer von Swissveg, begrüsst grundsätzlich mehr Transparenz und sieht einen möglichen Nutzen darin, Unterschiede bei Haltungsbedingungen verständlicher zu machen. Gleichzeitig warnt er davor, dass besonders positiv wahrgenommene Labels den Konsum tierischer Produkte möglicherweise nicht verringern.
«Auch die besten Tierwohl-Labels täuschen nicht darüber hinweg, dass Tiere letztlich für Lebensmittel genutzt und getötet werden.» – Lubomir Yotov, Swissveg
Der STS weist die Kritik zurück und betont, dass bessere Haltungsbedingungen für die betroffenen Tiere einen grossen Unterschied machten. Sprecher Manuel Iseli bezeichnet die Produktion tierischer Lebensmittel als «gesellschaftliche Realität» und erklärt, der STS setze sich für bessere Haltung, bessere Kontrollen, schonendere Transporte sowie Verbesserungen bis hin zur Schlachtung ein.
«Wir setzen uns dafür ein, dass Tiere, die heute für Lebensmittel gehalten werden, möglichst tiergerecht leben dürfen. Und dass sie möglichst wenig leiden müssen.» – Manuel Iseli, Schweizer Tierschutz
Auch Wild beim Wild kritisiert den Label-Kompass grundlegend. Nach Angaben der Quelle wurden 2025 in der Schweiz über 86 Millionen «Nutztiere» geschlachtet. Das entspreche 236’621 Tieren pro Tag, 9’859 pro Stunde und 164 pro Minute. Insgesamt seien 2025 rund 40’636 Tiere mehr getötet worden als im Vorjahr. Bereits 2024 habe die Schweiz mit über 85 Millionen getöteten Tieren einen Rekord verzeichnet, darunter rund 82 Millionen Hühner.
Der Bericht stellt diese Entwicklung der wachsenden Zahl von Tierlabels gegenüber und fragt, ob Labels tatsächlich zu einer grundlegenden Veränderung beitrügen. Zwischen 2014 und 2024 sei die Zahl der geschlachteten Tiere von 68 auf über 85 Millionen gestiegen. Als wesentlichen Grund nennt die Quelle die Verschiebung hin zu Geflügel.
Wild beim Wild führt ausserdem den Begriff Speziesismus an. Damit wird laut Quelle die Ungleichbehandlung von Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit bezeichnet. Die Kritik lautet, dass das Töten und Verzehren von Schweinen und Rindern weitgehend akzeptiert werde, während das Töten von Hunden und Katzen gesellschaftlich geächtet und rechtlich verboten sei.
Darüber hinaus verweist der Bericht auf mögliche Folgen des hohen Konsums tierischer Lebensmittel für Menschen, Umwelt und Klima. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend und rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend ein. Diese Einschätzung beruhe auf der Auswertung von über 800 Studien.
Auch Umwelt- und Klimafolgen werden thematisiert. Laut Wild beim Wild emittieren Landwirtschaft und Tierhaltung mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor. Die EAT-Lancet-Kommission rechne vor, dass eine globale Umstellung auf eine überwiegend pflanzliche Ernährung die Treibhausgasemissionen des Ernährungssystems mehr als halbieren und jährlich bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern könnte.
Die Quelle kommt zu dem Schluss, dass ein Label einzelne Haltungsbedingungen verbessern könne, die Menge der getöteten Tiere jedoch unangetastet lasse. Der STS wird deshalb nicht als Gegenspieler der bestehenden Lebensmittelproduktion, sondern als deren Stabilisator kritisiert.
Zusammenfassung: Der STS will mit vier Bewertungskategorien Orientierung bei Fleisch-, Ei- und Milch-Labels geben. Animal Rights Switzerland, Swissveg und Wild beim Wild kritisieren, dass auch hohe Labelstandards die Nutzung und Tötung von Tieren nicht beendeten.
AfD-Kandidat Achim Fischer wirbt in Emden mit Tierschutz
Der OZ online berichtet über den AfD-Kandidaten Achim Fischer, der in Emden Oberbürgermeister werden möchte. Der 66-Jährige setze sich nach Angaben der Quelle für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit ein und nenne außerdem den Tierschutz als eines seiner Themen.
Weitere konkrete Angaben zu seinen tierschutzpolitischen Vorhaben enthält der vorliegende Inhalt nicht. Die Meldung ist Teil der Berichterstattung zur Wahl 2026.
Zusammenfassung: Achim Fischer, 66 Jahre alt und AfD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Emden, verbindet seine politischen Ziele mit den Themen Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit und Tierschutz.
Hundetrainerin unterstützt importierte Straßenhunde in Urbach
Der Zeitungsverlag Waiblingen berichtet über Hundetrainerin Nadine Lenzer aus Urbach, die Hundehalterinnen und Hundehalter nach der Adoption von Straßenhunden aus dem Ausland unterstützt. Im Mittelpunkt steht die Anfangszeit nach der Aufnahme eines Hundes aus Rumänien.
Die Quelle beschreibt Auslandshunde als Tiere, deren bisherige Erfahrungen häufig ungewiss seien. Dadurch könnten sich im neuen Zuhause besondere Herausforderungen ergeben. Lenzer trainiere normalerweise zu Hause und begleite unter anderem die Familie Hickl sowie deren Mischling Avocado.
Der Bericht weist darauf hin, dass Hunde aus dem Ausland derzeit sehr beliebt seien. Die Adoption über Tierschutzorganisationen könne eine gute Sache sein, bringe aber oft ein «Überraschungspaket» mit sich, weil die Vorgeschichte der Tiere nicht vollständig bekannt sei.
Zusammenfassung: Nadine Lenzer unterstützt in Urbach Familien bei der Eingewöhnung von Auslandshunden. Der Beitrag hebt besonders die unbekannte Vorgeschichte vieler Tiere und den Unterstützungsbedarf in der Anfangszeit hervor.
Deine Tierwelt stellt die Mischlingshündinnen Alessia und Aria vor
Auf Deine Tierwelt wird Alessia als «eine weiße Schönheit» vorgestellt. Die Anzeige ordnet sie als Mischlingswelpe bis 50cm ausgewachsen im Bereich Hunde aus dem Tierheim beziehungsweise Tierschutz ein und weist darauf hin, dass es sich um ein Angebot des Partners Tiervermittlung.de handelt.
Die Anzeige enthält im vorliegenden Inhalt keine weiteren nutzbaren Angaben zu Alessias Alter, Herkunft, Gesundheitszustand, Charakter oder Vermittlungsbedingungen. Ergänzend veröffentlicht Deine Tierwelt allgemeine Hinweise für den Hundekauf und rät dazu, auf die Beziehung zwischen Züchter und Tieren, die Anwesenheit des Muttertiers, die Haltung sowie den Gesundheitszustand zu achten.
Außerdem wird davor gewarnt, Welpen an einer Raststätte aus dem Kofferraum zu kaufen. Ein seriöser Züchter werde einen Termin zu Hause vereinbaren.
Zusammenfassung: Alessia wird auf Deine Tierwelt als weiße Mischlingswelpe bis 50cm ausgewachsen aus dem Tierschutz vorgestellt. Die Plattform ergänzt die Anzeige um allgemeine Hinweise zur Prüfung von Herkunft, Haltung und Gesundheit eines Welpen.
Eine weitere Anzeige auf Deine Tierwelt stellt Aria unter dem Titel «sensibel und ruhig» vor. Sie wird als Mischlingshündin aus dem Tierschutz geführt und ebenfalls über den Partner Tiervermittlung.de angeboten.
Konkrete Angaben zu Arias Alter, Herkunft, Gesundheit, Größe oder Vermittlung sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten. Wie bei der Anzeige zu Alessia weist die Plattform auf grundlegende Prüfungen vor dem Hundekauf hin, darunter die Haltung, der Gesamteindruck der Tiere sowie die Frage, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind.
Zusammenfassung: Aria wird als sensible und ruhige Mischlingshündin aus dem Tierschutz beschrieben. Weitere individuelle Informationen zur Hündin sind in den vorliegenden Daten nicht nutzbar.
Quellen:
- Label-Kompass STS: Tierschutz verwaltet das Töten
- Wahl 2026: AfD-Kandidat Fischer setzt sich für Tierschutz ein
- Von Rumänien nach Urbach: Hilfe für Straßenhunde aus dem Tierschutz
- ALESSIA - eine weiße Schönheit (Regensburg) - Mischlingswelpe bis 50cm ausgew. (Tierschutz)
- Vegan-Zoff: Tierschutz erntet Kritik für Fleisch-Label-Ratgeber
- ARIA - sensibel und ruhig (Regensburg) - Mischlingshündinnen (Tierschutz)