Tierschutz im Fokus: Tiger-Erfolge, Aktivismus und schwierige Einsätze
Autor: Tierische Freude Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel berichtet über Nepals wachsenden Tigerbestand, veganes Engagement von Alena Gerber und Tierschutzanzeigen wegen mutmaßlicher Missstände bei Schafen und Rindern.
Pressespiegel: Tierschutz zwischen Artenschutz, Aktivismus und schwierigen Einsätzen
Nepal meldet weiteren Anstieg der wildlebenden Tiger
In Nepal ist die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Tiger dank besserer Schutzmaßnahmen weiter gestiegen. Nach neuen Daten der Abteilung für Nationalparks und Wildtierschutz in Kathmandu erhöhte sich der Bestand auf 429 Tiere.
Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren nach Schätzungen nur noch 121 Tiere erfasst worden, im Jahr 2022 wurden 355 Exemplare gezählt. Der WWF Deutschland bezeichnete Nepal als eine der weltweit bedeutendsten Erfolgsgeschichten bei der Erholung einer stark gefährdeten Art.
Der WWF Nepal verwies zugleich auf die Bedeutung eines Zusammenlebens von Mensch und Tiger. Im vergangenen Jahr setzte die Organisation mit Partnern ein Projekt zu Mensch-Wildtier-Konflikten um, das mehr als 5000 Haushalte erreichte. Wildtier-Frühwarnsysteme übermittelten außerdem mehr als eine Million Warnmeldungen, um rechtzeitig vor Tigern oder Elefanten in der Nähe von Feldern und Siedlungen zu warnen.
Nepal führt seit 2009 alle vier Jahre eine Bestandsaufnahme durch. Für die aktuelle Erhebung setzten die Behörden zwischen Ende Dezember 2025 und April dieses Jahres in und um fünf Nationalparks erneut Kamerafallen ein, die mithilfe eines eingebauten Sensors permanent die Umgebung scannen.
„Indem Nepal weiterhin in Maßnahmen investiert, die ein Zusammenleben von Mensch und Tiger ermöglichen, kann das Land zu einem wichtigen Vorbild für andere Tigerstaaten werden“, erklärte Ghana Gurung, Landesdirektor des WWF Nepal.
Der 29. Juli gilt als Welt-Tiger-Tag.
Zusammenfassung: Nepal zählt 429 wildlebende Tiger. Schutzmaßnahmen, Frühwarnsysteme und Projekte für ein Zusammenleben von Mensch und Tiger sollen die Erholung der Art unterstützen.
Quelle: Spektrum der Wissenschaft
Alena Gerber wirbt mit PETA-Kampagne für eine vegane Lebensweise
Alena Gerber ist für die neue PETA-Kampagne „Vegan is hot!“ mit scharfen Chilis posiert. Das Model ernährt sich seit mehr als 20 Jahren pflanzlich und engagiert sich nach eigenen Angaben seit vielen Jahren für den Tierschutz.
Zu ihren Aktivitäten zählt sie ehrenamtliche Arbeit im Tierheim, die Teilnahme an Demonstrationen sowie Einsätze gegen den illegalen Welpenhandel. Im Interview mit der Nachrichtenagentur „spot on news“ sprach Gerber über ihre Motivation, ihre Familie und ihre Vorstellung davon, wie sich Mitgefühl im Alltag zeigen sollte.
Die Kampagne solle vermitteln, dass eine tierfreundliche Lebensweise modern, genussvoll, lecker, stylish und selbstverständlich sein könne. Gerber betonte, es gebe für alles gute pflanzliche Alternativen und niemand müsse auf Geschmack, Freude oder Mode verzichten, damit Tiere nicht leiden müssten.
Sie erklärte außerdem, das auffällige Motiv solle Menschen erreichen, die sich bisher möglicherweise nicht gefragt hätten, wer für Essen, Kleidung oder Kosmetik leiden musste. Ihre eigene Beziehung zu Tieren sei durch ihre Mutter geprägt worden. In ihrem Elternhaus habe es Hunde, Katzen, Hasen, Mäuse, Ratten und ein Pferd gegeben; verletzte Vögel und Igel seien aufgepäppelt worden.
Nach dem Tod ihrer Mutter habe ihr Engagement eine zusätzliche Tiefe bekommen. Gerber beschrieb es als Fortsetzung dessen, was ihre Mutter vorgelebt habe, und als Wunsch, dass Liebe und Mitgefühl durch sie und ihre Tochter weiterleben.
„Wenn ein auffälliges Bild dazu führt, dass jemand seine Gewohnheiten überdenkt, dann hat es das erreicht, was ich mir wünsche“, sagte Alena Gerber.
Gerber berichtete, sie habe zwei ihrer größten Werbedeals beendet und auf viel Geld verzichtet, weil die betreffenden Marken teilweise noch mit Pelz gearbeitet hätten. Ihr Gesicht wolle sie nur noch Kampagnen leihen, die ihren eigenen Werten entsprächen.
Auch im Familienalltag spiele Tierschutz eine wichtige Rolle. Der Hund Onyx sei für die Familie ein vollwertiges Familienmitglied, ihre Tochter nenne ihn „ihren Bruder“. Die Tochter helfe außerdem regelmäßig im Tierheim, putze Ställe und kümmere sich um verletzte Tiere.
Als besonders wichtig bezeichnete Gerber den Kampf gegen den illegalen Handel mit Tierbabys über das Internet. Viel zu junge, kranke oder unter schlechten Bedingungen gezüchtete Tiere würden wie Spielzeug angeboten. Tiere seien keine Ware, die man spontan bestelle, sondern fühlende Lebewesen, für die man Verantwortung übernehme.
Gerber nannte außerdem die bedingungslose Ehrlichkeit von Tieren eine Eigenschaft, von der Menschen lernen könnten. Tiere verstellten sich nicht, berechneten ihre Zuneigung nicht und bewerteten ihr Gegenüber nicht nach Status, Aussehen oder Erfolg.
Zusammenfassung: Alena Gerber verbindet eine PETA-Kampagne mit ihrem seit mehr als 20 Jahren bestehenden pflanzlichen Lebensstil und ihrem Engagement gegen Tierleid, insbesondere gegen illegalen Welpenhandel.
Quelle: GALA.de
Strafanzeige nach Einsatz wegen eines schwer kranken Schafs im Unterallgäu
Ein Tierschutz-Einsatz auf einer Schafweide im Unterallgäu hat Polizei, Veterinäramt und Tierschützer beschäftigt. Ein Schaf musste noch vor Ort getötet beziehungsweise eingeschläfert werden, nachdem offenbar festgestellt worden war, dass es sich in einem sehr schlechten Zustand befand.
Tierschützer vom „Team Hörmann“ hatten das Veterinäramt alarmiert. Später veröffentlichten sie Fotos, auf denen zwischen den Hinterbeinen des Mutterschafs eine pralle, euterähnliche Schwellung zu sehen ist, die bis zum Boden reicht.
Die Ursache der Schwellung wird laut der Augsburger Allgemeinen aktuell untersucht. Zudem wurde bekannt, dass das Unterallgäuer Veterinäramt nicht zum ersten Mal bei dem Schafhalter vor Ort gewesen sei.
In einem weiteren Bericht schilderte die Augsburger Allgemeine, dass auch die Polizei an einem Sonntagvormittag gemeinsam mit dem Unterallgäuer Veterinäramt ausrückte. Das Tier wurde eingeschläfert und anschließend untersucht.
Die Berichte stehen im Zusammenhang mit einem erneuten Einsatz des Tierschützers Philipp Hörmann, der maßgeblich den Tierskandal in Bad Grönenbach aufgedeckt hatte.
Zusammenfassung: Ein Mutterschaf mit einer starken Schwellung musste im Unterallgäu getötet werden. Polizei und Behörden ermitteln beziehungsweise untersuchen die Ursache; Tierschützer haben Strafanzeige erstattet.
Quelle: Augsburger Allgemeine
PETA erstattet Anzeige gegen Hofbetreiber im Landkreis Rosenheim
PETA Deutschland hat nach eigenen Angaben Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen einen Hofbetreiber im Landkreis Rosenheim gestellt. Die Organisation erhebt Vorwürfe wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den Tierschutz bei der Haltung von Rindern.
Eine hinweisgebende Person soll die Zustände über mehrere Monate dokumentiert haben. Dabei seien Rinder im sogenannten Kurzstand angebunden und mit Kot verschmutzt gewesen; bei einigen Tieren hätten sich laut PETA bereits eingetrocknete Kotplatten gebildet.
PETA erklärte, sich mehrfach an das zuständige Veterinäramt gewandt zu haben. Das Amt habe Mängel in der Tierhaltung festgestellt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Die Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeige sei am Montag, dem 13. Juli, bei der Staatsanwaltschaft Traunstein eingereicht worden. PETA fordert außerdem, ein ausdrückliches bundesweites Verbot der Anbindehaltung von Rindern zu verankern und einen Ausstieg aus der tierhaltenden Landwirtschaft auf den Weg zu bringen.
„Laut Tierschutzgesetz dürfen Tieren keine erheblichen, länger andauernden Leiden zugefügt werden – genau das passiert aber bei der Anbindehaltung von Rindern. Dieses grausame Haltungssystem muss endlich konsequent beendet werden“, wird Julia Weibel, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft bei PETA, zitiert.
Weibel erklärte weiter, Rinder dürften nicht länger in Ställen „festgekettet“ werden. Sie müssten als fühlende Individuen ihr Recht auf Bewegung, körperliche Unversehrtheit und Freiheit wahrnehmen können. PETA verband die Forderungen mit dem Appell, vegan zu leben, wenn man die Ausbeutung von Tieren nicht mitverantworten wolle.
Zusammenfassung: PETA wirft einem Hof im Landkreis Rosenheim mutmaßliche Verstöße gegen den Tierschutz vor. Das Veterinäramt stellte laut PETA Mängel fest und leitete ein Bußgeldverfahren ein; zusätzlich wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein erstattet.
Quelle: Rosenheim24
Tierhilfe Wolfsburg berichtet über den Tod eines schwer verletzten Katers
Die Tierhilfe Wolfsburg hat einen Einblick in die belastende Seite ihrer ehrenamtlichen Arbeit gegeben. Eine Helferin berichtete über einen jungen Kater, der auf der Suche nach Futter durch ein offenes Kellerfenster geklettert war und dort von Hunden schwer verletzt wurde.
Der Kater erlitt eine gebrochene Hüfte, mehrere gebrochene Rippen und Verletzungen an beiden Hinterbeinen. Anschließend schleppte er sich noch in ein Gebüsch, wo er entdeckt wurde.
Die Helfer brachten das Tier umgehend auf den Weg in eine Tierklinik. Während der Fahrt verschlechterte sich sein Zustand jedoch dramatisch, weil die verletzte Lunge den Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen konnte. Jede Hilfe kam zu spät.
Die Helferin schilderte, sie hätte dem Kater gern noch gezeigt, dass es ein Leben ohne Hunger, Angst und Schmerzen geben könne. Am Ende habe die Tierhilfe ihm nur noch geben können, nicht ganz allein sterben zu müssen.
„Alles, was wir ihm am Ende noch geben konnten war, dass er nicht ganz allein sterben musste und manchmal ist es viel zu wenig. Und manchmal ist es alles, was uns noch bleibt.“
Die Tierhilfe wies darauf hin, dass die vielen Notrufe, verletzten Tiere und Fälle von Vernachlässigung an den Ehrenamtlichen nicht spurlos vorbeigingen. Häufig seien ihnen rechtlich die Hände gebunden; sie müssten dokumentieren, Behörden einschalten und abwarten.
Im Beitrag wird außerdem auf die Situation herrenloser Katzen hingewiesen. Tierschutzorganisationen schätzen, dass in Deutschland mehrere Hunderttausend herrenlose Katzen leben. Viele seien krank, unterernährt oder verletzt. Tierschutzvereine forderten seit Jahren flächendeckende Kastrationen freilebender Katzen, um unkontrollierte Vermehrung und weiteres Tierleid einzudämmen.
Wer eine verletzte oder offensichtlich hilflose Katze finde, solle nicht selbst versuchen, sie einzufangen. Stattdessen sollten das örtliche Tierheim oder der Tierschutzverein informiert werden; bei akuter Gefahr sei die Polizei zu verständigen.
Trotz der belastenden Erlebnisse wolle die Tierhilfe weitermachen. Nicht, weil das Team ein „dickes Fell“ habe, sondern weil Wegsehen für die Helfer schwerer sei.
„Wir machen weiter. Immer wieder und zwar nicht, weil wir ein dickes Fell haben, sondern weil wegsehen für uns noch schwerer wäre.“
Zusammenfassung: Ein junger, schwer verletzter Kater starb trotz schneller Hilfe auf dem Weg in eine Tierklinik. Die Tierhilfe Wolfsburg macht zugleich auf die Belastung ehrenamtlicher Tierschutzarbeit und die Situation herrenloser Katzen aufmerksam.
Quelle: News38
Quellen:
- Tierschutz: Zahl wildlebender Tiger in Nepal weiter gestiegen
- Alena Gerber: Nur mit Chilis bedeckt setzt sie sich für den Tierschutz ein
- Mutterschaf mit grotesker Schwellung musste getötet werden: Tierschützer erstatten Strafanzeige
- PETA erhebt schwere Vorwürfe: Verstöße gegen Tierschutz auf Hof im Landkreis Rosenheim?
- Wolfsburger Tierschützerin über traurigen Fall – „Manchmal ist es alles, was uns noch bleibt“
- Polizei ermittelt nach Tierschutz-Einsatz: Krankes Schaf wird getötet und nun untersucht