Tierische Nachrichten: Hitzestress, neue EU-Regeln und Tierschutz-Einsätze
Autor: Tierische Freude Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Hitze bedroht Eichhörnchen, während EU und lokale Initiativen den Tierschutz stärken und Hunde durch ein „Bark Date“ neue Zuhause finden.
Eichhörnchen leiden unter Hitze und Trockenheit
Hitze, Trockenheit und einige Unwetter haben die vergangenen Wochen geprägt. Nach Angaben der DIE ZEIT, die eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur übernommen hat, setzt die Belastung nicht nur Menschen, sondern auch Tieren zu. Der Naturschutzbund in Niedersachsen macht darauf aufmerksam, dass auch Eichhörnchen betroffen sind, obwohl sie als anpassungsfähig gelten.
Ein Grund ist der Verlust von Lebensräumen. Grünflächen und alte Bäume verschwinden durch Landwirtschaft und Siedlungsbau, während damit auch Rückzugsräume und Schattenplätze verloren gehen. Besonders während Hitzeperioden und Trockenphasen wirkt sich dieser Mangel aus. In den vergangenen Tagen habe es vermehrt Berichte über orientierungslose oder hilfsbedürftige Eichhörnchen gegeben.
Das Europäische Eichhörnchen gilt laut Quelle derzeit nicht als gefährdet. Ein Nabu-Sprecher warnt jedoch davor, sich darauf zu verlassen: „Auch vermeintlich häufige und anpassungsfähige Arten können innerhalb kurzer Zeit stark unter Druck geraten.“
Als Hilfe empfiehlt der Nabu, an schattigen Orten kleine Wasserstellen im Garten aufzustellen, sie regelmäßig zu reinigen und neu zu befüllen. Davon könnten auch Vögel und Insekten profitieren. Zusätzlich könnten Nüsse und Obst ausgelegt sowie samenreiche Sträucher und Büsche als Nahrungsquellen gepflanzt werden. Schattenstellen seien ebenfalls hilfreich, da Gärten und Parks inzwischen wichtige Lebensräume für Eichhörnchen darstellen.
„Auch vermeintlich häufige und anpassungsfähige Arten können innerhalb kurzer Zeit stark unter Druck geraten.“
Zusammenfassung: Hitze und Trockenheit verschärfen die Folgen schwindender Lebensräume. Wasserstellen, Nahrungspflanzen und Schatten können Eichhörnchen und anderen Tieren helfen.
Europäische Union entwickelt Tierschutzregeln weiter
Das Europäische Parlament berichtet über die Tierschutzvorschriften der Europäischen Union für Haustiere, landwirtschaftliche Nutztiere, Versuchstiere und wildlebende Tiere. In der EU gelten demnach einige der weltweit höchsten Tierschutznormen; außerdem ist die Achtung des Tierschutzes im EU-Vertrag verankert.
Die Vorschriften orientieren sich an den sogenannten fünf Freiheiten. Dazu gehören die Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung, die Freiheit von Angst und Leiden sowie die Freiheit von Wärmebelastung und körperlichem Stress. Ebenfalls genannt werden die Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit und die Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens.
| Bereich | Angaben aus der Quelle |
|---|---|
| Handel mit Katzen- und Hundefellen | Seit 2008 verboten |
| Neue Vorschriften für Hunde und Katzen | Im April 2026 vom Europäischen Parlament verabschiedet |
| Inkrafttreten einzelner Vorschriften | Mitte 2028 |
| Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere | Erste EU-Vorschriften stammen aus den 1980er-Jahren |
| Allgemeine Schutznormen | Richtlinie von 1998 |
| Vorschriften für Tiertransporte | 2004 verabschiedet |
| Neuer Gesetzentwurf zu Tiertransporten | Von der Europäischen Kommission 2023 vorgelegt |
| Fahrplan zu Tierversuchen | Am 1. Juni 2026 von der Kommission angenommen |
Bei Haustieren ermöglicht der EU-Heimtierausweis Hunden, Katzen und Frettchen das sichere Reisen über die EU-Grenzen. Mit Ausnahmen ist diese Gesundheitsbescheinigung die einzige Voraussetzung dafür, dass Menschen mit ihren Haustieren innerhalb der EU frei reisen können.
Im April 2026 verabschiedete das Europäische Parlament die ersten EU-weiten Vorschriften zu Hunden und Katzen. Sie betreffen unter anderem Zucht, Unterbringung, Rückverfolgbarkeit, Einfuhr und den Umgang mit den Tieren. Schädliche Zucht- und Haltungspraktiken sollen verboten und der illegale Handel mit Haustieren bekämpft werden. Einige Vorschriften sollen Mitte 2028 in Kraft treten, andere in den kommenden Jahren.
Für landwirtschaftliche Betriebe arbeitet die Europäische Kommission an einer Überarbeitung der Vorschriften für bestimmte Tierarten. Der Gesetzesentwurf soll voraussichtlich vor Ende 2026 vorgelegt werden. Nach Angaben des Europäischen Parlaments wurde bereits eine öffentliche Konsultation durchgeführt; der Entwurf soll außerdem einen Vorschlag zum Verbot der Käfighaltung in der EU enthalten. Anlass dafür ist auch die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ aus dem Jahr 2021.
Auch beim Transport von Tieren sind Änderungen vorgesehen. Das Parlament forderte 2019 und 2022 unter anderem eine bessere Durchsetzung der Verordnung, Sanktionen gegen EU-Staaten bei mangelhafter Umsetzung, die Einhaltung der EU-Normen bei Einfuhren, kürzere Beförderungszeiten und kürzere Lieferketten. Die gesetzgebende Arbeit an dem von der Kommission 2023 vorgelegten Entwurf ist noch im Gange.
Für Tierversuche gelten drei Grundsätze: mehr Alternativen, weniger Tiere bei gleichem Ergebnis sowie weniger Schmerzen und Leid. Tierversuche für Kosmetika und die Vermarktung solcher Produkte sind in der EU verboten, außer wenn die Exposition von Arbeitnehmenden und Umweltrisiken bewertet werden müssen und keine alternativen Testmethoden zur Verfügung stehen. Am 1. Juni 2026 nahm die Kommission einen Fahrplan für die schrittweise Abschaffung von Tierversuchen für Stoffsicherheitsbeurteilungen an.
Beim Schutz wildlebender Tiere nennt das Europäische Parlament unter anderem die Vogelschutzrichtlinie von 2009 für die 500 Wildvögel, die in der EU heimisch sind, sowie die Habitat-Richtlinie von 1992. Diese konzentriert sich auf seltene, bedrohte und endemische Tierarten und charakteristische Lebensräume. Die Richtlinie wurde 2025 geändert, um den Status des Wolfs von „streng geschützt“ in „geschützt“ zu ändern.
Weitere Maßnahmen betreffen bestäubende Insekten, die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume, den Schutz vor Entwaldung und den Handel mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Die EU-Initiative für Bestäuber wurde 2018 eingeführt und 2023 überarbeitet. Die Verordnung über die Wiederherstellung der Natur aus dem Jahr 2024 verpflichtet alle EU-Staaten, auf die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume hinzuarbeiten.
Zusammenfassung: Die EU arbeitet an neuen Regeln für Hunde, Katzen, landwirtschaftliche Nutztiere, Tiertransporte und Tierversuche. Zugleich bestehen Vorschriften zum Schutz wildlebender Tiere, ihrer Lebensräume und der Artenvielfalt.
Polizei und Veterinäramt bei Einsatz auf Schafweide
Auf einer Schafweide im Unterallgäu sind Polizei und Unterallgäuer Veterinäramt am Sonntagvormittag zu einem Tierschutz-Einsatz ausgerückt. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, wurde ein Schaf noch vor Ort eingeschläfert.
Der Einsatz wurde von dem Tierschützer Philipp Hörmann vermeldet, der maßgeblich den Tierskandal in Bad Grönenbach aufgedeckt hat. Nach Angaben der Quelle geht es bei dem erneuten Einsatz im Unterallgäu um Schafe; die Polizei ermittelt.
Die Augsburger Allgemeine kündigt an, über die bislang bekannten Einzelheiten zu dem Fall zu berichten. Der vorliegende Artikel nennt keine weiteren Angaben zum Zustand des Tieres oder zu möglichen Verantwortlichen.
Zusammenfassung: Im Unterallgäu rückten Polizei und Veterinäramt zu einer Schafweide aus. Ein Schaf wurde eingeschläfert, während die Polizei in dem Fall ermittelt.
„Bark Date“ in Kiel bringt 30 Tierschutzhunde mit Interessierten zusammen
Bei einem „Bark Date“ in Kiel suchen 30 Hunde aus Tierheimen und Tierschutzvereinen ein neues Zuhause. Die Kieler Nachrichten beschreiben die Veranstaltung als eine Art Speeddating für Mensch und Hund.
Unter den Tieren sind Welpen, Senioren und Angsthunde. Interessierte können die Hunde kennenlernen und prüfen, ob ein passendes Zusammenleben möglich ist. Der Ablauf orientiert sich dabei an einem Speeddating, nur dass Hunde und Menschen im Mittelpunkt stehen.
Nach Angaben der Kieler Nachrichten wird im Schnitt jeder vierte Hund im Anschluss vermittelt. Damit bietet die Veranstaltung den beteiligten Tierheimen und Tierschutzvereinen eine Möglichkeit, ihre Hunde direkt mit potenziellen neuen Halterinnen und Haltern zusammenzubringen.
- 30 Hunde aus Tierheimen und Tierschutzvereinen nehmen teil.
- Vertreten sind Welpen, Senioren und Angsthunde.
- Das Treffen folgt dem Prinzip eines Speeddatings.
- Im Schnitt wird jeder vierte Hund danach vermittelt.
Zusammenfassung: In Kiel suchen 30 Tierschutzhunde beim „Bark Date“ ein neues Zuhause. Das Speeddating-Format soll Begegnungen erleichtern; im Schnitt wird jeder vierte Hund vermittelt.
Dobby wird als freundlich und verschmust vorgestellt
Auf Deine Tierwelt wird der Mischlingshund Dobby unter dem Titel „freundlich und verschmust“ vorgestellt. Die Anzeige stammt vom Partner Tiervermittlung.de und ist dem Bereich Hunde aus dem Tierheim beziehungsweise Tierschutz zugeordnet.
Die vorliegenden Angaben enthalten vor allem den Namen des Hundes, seine beschriebene Art und die Zuordnung zur Tierschutzvermittlung. Weitere konkrete Informationen zu Alter, Gesundheitszustand, Haltung oder Vermittlungsbedingungen sind im verfügbaren Anzeigentext nicht enthalten.
Deine Tierwelt gibt ergänzend allgemeine Hinweise zum Hundekauf. Interessierte sollen unter anderem darauf achten, ob die Beziehung zwischen Züchter und Tieren vertraut wirkt, ob das Muttertier vor Ort ist und ob die Tiere Schlafplatz und Auslauf haben. Außerdem werden Fragen zum Gesamteindruck, zu Impfungen und Entwurmungen sowie zur Übergabe genannt.
Die Plattform warnt davor, Welpen an einer Raststätte aus dem Kofferraum zu kaufen. Ein seriöser Züchter werde einen Termin im Zuhause der Interessierten vereinbaren.
Zusammenfassung: Dobby wird als freundlicher und verschmuster Mischlingshund aus dem Tierschutz präsentiert. Die Anzeige verweist auf Tiervermittlung.de; Deine Tierwelt ergänzt allgemeine Hinweise zum verantwortungsvollen Hundekauf.
Quellen:
- Tierschutz: Wie Eichhörnchen unter der Hitze leiden
- EU-Gesetze für Tierschutz und Tierwohl
- Tierschutz-Einsatz mit Polizei und Veterinäramt: Schaf wird noch vor Ort eingeschläfert
- „Bark Date" in Kiel: 30 Tierschutzhunde suchen ein neues Zuhause
- Dobby - freundlich und verschmust (Lohmar) - Mischlingshunde (Tierschutz)
- Tierschutz-Einsatz mit Polizei und Veterinäramt: Schaf wird noch vor Ort eingeschläfert