Tierheime unter Druck, Hunde suchen Zuhause, Oktopus-Farm gestoppt

Autor: Tierische Freude Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Tierheime geraten unter Druck, während Hunde ein Zuhause suchen; zugleich wurde Spaniens umstrittene Oktopus-Farm nach Protesten gestoppt.

Tierschutz im Pressespiegel: Tierheime unter Druck, gerettete Hunde suchen Zuhause und Oktopus-Farm gestoppt

Trauriger Abschied von den Kranich-Küken Ida und Michel

Die MOZ.de berichtet über die Kranich-Expertin Beate Blahy und ihre Schützlinge Ida und Michel. Die Tierschützerin hatte die beiden als winzige Küken in Obhut genommen und auf ihrem Hof in Steinhöfel bei Angermünde aufgepäppelt.

Der Abschied von den beiden Kranichen wird als traurig und zugleich als Mahnung beschrieben. Die Meldung stellt damit das Schicksal der Tiere und den Einsatz der Tierschützerin in den Mittelpunkt.

Kranich-Expertin Beate Blahy mit ihren Schützlingen, den Kranichen Ida und Michel.

Infobox: Quelle: MOZ.de. Im Mittelpunkt stehen die Kranich-Küken Ida und Michel, ihre Aufnahme durch Beate Blahy sowie ihr trauriges Schicksal.

Viki wartet in Dorsten auf ein Zuhause

Bei Deine Tierwelt wird die Mischlingshündin Viki vorgestellt, die auf ein Zuhause wartet. Die Anzeige ist der Kategorie „Mischlingshündin bis 50cm (Tierschutz)“ zugeordnet und wird über den Partner Tiervermittlung.de angeboten.

Die Plattform ergänzt die Vermittlungsanzeige um Hinweise für den Hundekauf. Interessierte sollen unter anderem auf eine vertraute Beziehung zwischen Züchter und Tieren, die Anwesenheit des Muttertiers, ausreichenden Schlafplatz und Auslauf sowie den Gesundheitszustand achten.

Infobox: Quelle: Deine Tierwelt. Viki ist eine Mischlingshündin aus dem Tierschutz und sucht in Dorsten ein Zuhause.

Spanien gibt Oktopus-Farm auf Gran Canaria auf

Der Tages-Anzeiger berichtet über das Ende eines geplanten Projekts zur kommerziellen Zucht von Oktopussen auf Gran Canaria. Der spanische Fischereikonzern Nueva Pescanova gab das Vorhaben auf, auf Gran Canaria die weltweit erste kommerzielle Oktopus-Farm zu errichten.

Nach Berichten der BBC hätte das geplante Investitionsvolumen für die Anlage im Hafen von Las Palmas 65 Millionen Euro (rund 60,5 Millionen Franken) betragen. Vorgesehen war eine jährliche Produktion von rund 3000 Tonnen Oktopusfleisch.

In der Anlage sollten etwa eine Million der einzelgängerischen Tiere gleichzeitig in gemeinsam genutzten Becken unter Dauerbeleuchtung gehalten werden. Getötet werden sollten sie durch das Herabkühlen des Wassers auf minus drei Grad Celsius.

Das Projekt stand seit dem Bekanntwerden der Pläne im Jahr 2021 international unter Druck. Der Absage ging laut Tages-Anzeiger ein fünfjähriger Rechtsstreit über die Umweltverträglichkeit mit der Hafenbehörde von Las Palmas voraus.

Die Tierschutzorganisation Peta führt die Einstellung auf weltweiten Protest und über 200’000 verschickte Protest-E-Mails zurück. Laut Peta zog Nueva Pescanova schließlich den Antrag auf die Hafenkonzession zurück.

Der Konzern erklärte gegenüber der BBC, die Pläne seien „ausschließlich aus geschäftlichen und regulatorischen Erwägungen“ gestoppt worden. Eine künftige Wiederaufnahme ähnlicher Bestrebungen an einem anderen Standort schloss das Unternehmen nicht aus.

Tierschutzorganisationen und wissenschaftliche Fachleute begrüßten den Schritt. Die Organisationsforscherin Lindsay Hamilton von der Universität York verwies auf gravierende ethische Fragen der Massenzucht; Forschungen und gesetzliche Anpassungen wie der britische „Animal Sentience Bill“ bestätigten, dass Oktopusse Schmerz und Stress empfinden können.

Der Tages-Anzeiger nennt außerdem Haltungstests in anderen Forschungseinrichtungen, etwa im mexikanischen Sisal. Dort habe das enge Zusammenleben der Tiere bereits zu Aggressionen und Kannibalismus geführt.

Nueva Pescanova wies die Bedenken als „künstliche Debatte“ zurück. Das Unternehmen argumentierte, dass die Zucht von Hunderttausenden Tonnen anderer Fisch- und Meeresfrüchtearten ebenfalls akzeptiert werde, und verwies auf die globale Nachfrage sowie die Entlastung von Wildbeständen.

AngabeWert
Geplantes Investitionsvolumen65 Millionen Euro (rund 60,5 Millionen Franken)
Geplante Jahresproduktionrund 3000 Tonnen Oktopusfleisch
Gleichzeitig vorgesehene Tiereetwa eine Million
Wassertemperatur zur Tötungminus drei Grad Celsius
Protest-E-Mailsüber 200’000
Jahr der Bekanntgabe der Pläne2021
Jährlich aus Wildbeständen gefangene Oktopusmengerund 420’000 Tonnen
Wert des weltweiten Handels mit frischem und gekühltem Oktopusfleisch 2024rund 198 Millionen US-Dollar

Der Rückzug in Spanien wird in eine weltweite Entwicklung eingeordnet. In den USA haben die Bundesstaaten Washington und Kalifornien die Oktopus-Zucht bereits gesetzlich verboten; entsprechende Gesetzesvorstöße werden in weiteren US-Staaten sowie in Mexiko, Chile und Spanien diskutiert.

Infobox: Quelle: Tages-Anzeiger. Nueva Pescanova stellte das Projekt auf Gran Canaria nach einem fünfjährigen Rechtsstreit ein; Tierschutzorganisationen und Fachleute begrüßten die Entscheidung aus ethischen Gründen.

Im Landkreis Göttingen gibt es nur noch zwei größere Tierheime

Die HNA berichtet, dass es im Landkreis Göttingen seit Ende 2022 nur noch zwei größere Tierheime gibt: das Tierheim Duderstadt und das Tierheim Osterode. Beide Einrichtungen stoßen laut dem Bericht an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Schließung des Göttinger Tierheims Ende 2022 hat die Versorgungssituation im Kreis verändert. Politik und Tierschützer wurden zur aktuellen Lage befragt, während der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten weiterhin groß ist.

Obwohl sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag auf eine Unterstützung von Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen geeinigt hatte, blieb diese laut HNA im aktuellen Finanzhaushalt aus. Im Mai reichte der Deutsche Tierschutzbund Klage gegen den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ein, um prüfen zu lassen, ob sich aus dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz eine Verpflichtung zur finanziellen Unterstützung ableiten lässt.

Der Kreistag hatte im Juni 2025 einem Antrag der FDP-Fraktion zur Gründung eines interkommunalen Arbeitskreises zugestimmt. FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Carl Stiller, der dem Arbeitskreis angehört, sprach von einem großen Bedarf.

„Ich höre aus vielen Echos einen Riesenbedarf zu dem Thema“

Der Landkreis teilte der HNA mit, dass während der Treffen keine geeignete Fläche für einen Tierheimneubau und kein bestehendes Gebäude gefunden worden seien. Ein Bau oder Betrieb eines Tierheims durch den Landkreis sei derzeit nicht vorgesehen.

Die FDP-Fraktion brachte am 30. Juni einen Antrag im Kreistag ein. Dieser schlägt eine standardisierte Bedarfsabfrage zur Tierheimversorgung im Landkreis Göttingen vor und wird derzeit im zuständigen Ausschuss geprüft.

Auch der Tierschutzverein Hann. Münden spürt den Mangel an Kapazitäten. Karin Tuchler erklärte, dass dringend Pflegestellen gesucht würden; aktuell könne der Verein drei Pflegestellen für Katzen anbieten, während es deutlich mehr Abgaben gebe.

Ein besonderes Problem seien ausgesetzte Tiere. Laut HNA wurden erst kürzlich einmal fünf und einmal zwei ausgesetzte Katzenkinder gefunden; sie wurden teilweise an einen Verein nach Hessisch Lichtenau und teilweise privat nach Kassel vermittelt. Die anfallenden Tierarztbesuche zahlt der Verein selbst.

Tuchler nimmt auch die Kommunalpolitik in die Verantwortung und kritisiert, dass die Stadt Hann. Münden bislang keine Katzenschutzverordnung beschlossen hat. Eine solche Verordnung schreibt vor, dass freilaufende Katzen registriert und kastriert sein müssen.

Die Stadtverwaltung erklärte, ihre Überlegungen zunächst zurückgestellt zu haben, nachdem der Niedersächsische Landtag im Juni 2023 die Einführung einer landesweiten Katzenschutzverordnung beschlossen hatte. Da diese bislang nicht in Kraft getreten ist, soll nun eine kommunale Verordnung noch in diesem Jahr in die politischen Gremien eingebracht werden.

AngabeWert
Schließung des Göttinger TierheimsEnde 2022
Größere Tierheime im Landkreiszwei
Zustimmung zum interkommunalen ArbeitskreisJuni 2025
Veröffentlichung des Berichts01.08.2026, 12:00 Uhr
Derzeit verfügbare Katzen-Pflegestellen beim Tierschutzverein Hann. Mündendrei
Gefundene ausgesetzte Katzenkindereinmal fünf und einmal zwei
Beschluss zur landesweiten KatzenschutzverordnungJuni 2023

Infobox: Quelle: HNA. Seit Ende 2022 gibt es im Landkreis Göttingen nur noch zwei größere Tierheime, die an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen; eine kommunale Katzenschutzverordnung in Hann. Münden soll noch in diesem Jahr in die politischen Gremien eingebracht werden.

Abigail hat überlebt und sucht ein Zuhause

Deine Tierwelt stellt Abigail als erwachsene Mischlingshündin aus dem Tierschutz vor. Die Hündin wird der Kategorie „Mischlingshündin bis 50cm (Tierschutz)“ zugeordnet und sucht nach ihrer Rettung ein Zuhause.

In der Anzeige wird der Anbieter als Tierschutz mit geprüfter Identität ausgewiesen. Als Mitgliedsdatum des Anbieters ist der 12.04.2024 angegeben; die Anzeige nennt außerdem zehn Bewertungen.

Wie bei den weiteren Vermittlungsanzeigen weist Deine Tierwelt auf wichtige Punkte beim Hundekauf hin. Dazu zählen die Haltung, der Gesundheitszustand, Impfungen und Entwurmung sowie eine seriöse Übergabe in einem geeigneten Umfeld.

Infobox: Quelle: Deine Tierwelt. Abigail ist eine erwachsene Mischlingshündin aus dem Tierschutz und sucht ein Zuhause.

Tala sucht ihren Lieblingsmenschen

Eine weitere Vermittlungsanzeige bei Deine Tierwelt gilt Tala. Die erwachsene Mischlingshündin wird als sanftmütige, liebe „grosse Seele“ vorgestellt und sucht ihren Lieblingsmenschen.

Tala ist der Kategorie „Mischlingshündin über 50cm (Tierschutz)“ zugeordnet. Auch bei diesem Angebot wird der Anbieter als Tierschutz mit geprüfter Identität ausgewiesen.

Der Anbieter ist laut Anzeige seit dem 12.04.2024 Mitglied und verfügt über zehn Bewertungen. Deine Tierwelt ergänzt das Gesuch mit allgemeinen Hinweisen zur Prüfung von Haltung, Gesundheit und Übergabe bei der Vermittlung von Hunden.

Infobox: Quelle: Deine Tierwelt. Tala ist eine erwachsene Mischlingshündin über 50cm aus dem Tierschutz und sucht ein Zuhause bei ihrem Lieblingsmenschen.

Quellen: