Tierschutz-News: Ermittlungen, Tiervermittlung und Verantwortung im Fokus

Autor: Tierische Freude Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Nach einem Tierschutz-Einsatz im Unterallgäu wird der Tod eines kranken Schafs untersucht, während ein Artikel zur Tiervermittlung verantwortungsvolle Entscheidungen und seriöse Anbieter empfiehlt.

Tierischefreude.de-Pressespiegel: Tierschutz, Tiervermittlung und Streit um Ermittlungen

Krankes Schaf nach Tierschutz-Einsatz im Unterallgäu getötet und untersucht

Die Augsburger Allgemeine berichtet über einen Einsatz auf einer abgelegenen Schafweide im Unterallgäu, zu dem die Polizei Mindelheim und das Unterallgäuer Veterinäramt am Sonntagvormittag ausrückten. Vorausgegangen waren Hinweise auf einen möglichen Tierschutzverstoß sowie ein Video eines Zeugen, das Tierschützern am späten Samstagabend zugespielt worden sein soll.

Nach Angaben des Tierschützers Philipp Hörmann wurde noch in der Nacht eine Veterinärmedizinerin hinzugezogen. Am folgenden Morgen alarmierte sein Team die Polizei und führte die eintreffende Streife zu dem Ort, an dem die Schafe gehalten wurden.

Die Polizei forderte veterinärmedizinische Unterstützung an. Eine Amtsveterinärin des Landkreises Unterallgäu untersuchte das betroffene Schaf kurz und zog einen Tierarzt hinzu, der das Tier anschließend tötete. Die Pressestelle des Landratsamts bestätigte den von Hörmann geschilderten Ablauf.

Hörmann sprach von einem „mega-außergewöhnlichen“ Verletzungs- oder Krankheitsbild, nannte wegen der laufenden Ermittlungen jedoch keine Einzelheiten. Nach dem derzeitigen Stand des Veterinäramts könnte sich der Tierhalter möglicherweise nicht rechtzeitig und nicht ausreichend um ein krankes Tier gekümmert haben.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und wartet auf die Ergebnisse der Untersuchung. Das tote Schaf wurde laut Landratsamt an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gebracht; bis ein Gutachten vorliegt, könne es mehrere Wochen dauern.

Die Lämmer des getöteten Mutterschafs bleiben beim Tierhalter. Nach Angaben der Pressestelle wurden sie bereits zuvor von Hand gefüttert, weil die Mutter keine Milch hatte. Diese Fütterung werde zunächst fortgeführt, zugleich fräßen die Lämmer bereits selbstständig.

„Hier wurde schlimmes Leid trotz widriger Umstände außerhalb sämtlicher normaler Öffnungszeiten so schnell wie möglich erkannt und schließlich mit milden Mitteln beendet“, sagte Philipp Hörmann laut der Augsburger Allgemeinen.

Infobox: Polizei und Veterinäramt ermitteln nach dem Tod eines kranken Schafs. Das Tier wird untersucht; ein Gutachten kann mehrere Wochen dauern. Die Lämmer bleiben beim Halter und werden weiter gefüttert.

Züchter oder Tierschutz: Weser Kurier beschreibt Vor- und Nachteile

Der Weser Kurier beleuchtet die Frage, ob Hund, Katze oder ein anderes Haustier vom Züchter oder aus dem Tierschutz kommen sollte. Nach Einschätzung der Tierheimleiterin Sarah Ross und des Hundezüchters Hayo Wilken haben beide Wege unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Sarah Ross leitet das Tierheim Arche Noah in Brinkum und ist selbst Hundehalterin. Anfang der 2000er-Jahre entschied sich ihre Familie für einen Labrador; inzwischen gehört ein Dackel zur Familie. Ross sagt, ihr Hund sei vom Züchter und eine Qualzucht, obwohl sie an Dackeln hängt und mit ihnen aufgewachsen ist. Heute würde sie sich nach eigener Aussage gegen diese Entscheidung entscheiden.

Ross erklärt, dass ein Dackelwelpe im Tierheim sehr unwahrscheinlich zu finden gewesen sei. Außerdem habe sie bereits Katzen gehabt, mit denen sich ein Welpe leichter arrangiere als ein älterer Hund. Aus Tierschutzsicht gebe es in den Tierheimen „genug für alle“, zugleich könne sie nachvollziehen, wenn Menschen eine bestimmte Rasse oder einen Welpen von Anfang an möchten.

Tiere aus dem Tierschutz bringen laut Ross ihre eigene Geschichte und möglicherweise Schwierigkeiten mit. Sie betont jedoch, es sei besonders schön, Tiere zu erleben, die sich positiv entwickeln und wieder aufblühen.

Hayo Wilken aus Heiligenrode züchtet Curly-Coated Retriever. Seine Familie wollte sich 2011 einen Hund anschaffen, doch eine Allergie hätte diesen Plan beinahe verhindert. Die Familie stieß schließlich auf die alte, allergikerfreundliche Jagdhunderasse aus England.

Wilken besitzt inzwischen vier Hunde dieser Rasse und hat mit ihnen 52 Welpen großgezogen. Die Rasse umfasst heute nur noch 4000 bis 5000 Tiere. Die Zucht habe sich aus dem Interesse am Rasseerhalt entwickelt und sei nicht mit dem Ziel eines Nebeneinkommens begonnen worden.

Seriöse Züchter und sogenannte Vermehrer unterscheiden sich laut dem Artikel deutlich. Vermehrer handelten aus Profitgründen und achteten oft weder auf den gesundheitlichen Zustand der Tiere noch auf deren Verwandtschaftsgrad. Häufig würden Tiere unter falschen Angaben über Kleinanzeigen angeboten.

Bei der Auswahl eines Halters achten Züchter und Tierheime auf die Lebensumstände. Wilken sieht es kritisch, wenn Interessenten zuerst nach dem Preis fragen oder das Aussehen an die erste Stelle setzen. Entscheidend sei vielmehr die Frage: „Was kann ich dem Hund bieten?“

Auch Sarah Ross nennt Zeit, Geld und einen Plan B als Punkte, die vor dem Einzug eines Tieres geklärt werden sollten. Das Tier müsse auch im Urlaub oder im Krankheitsfall versorgt sein. Sowohl beim Züchter als auch im Tierheim gehört ein Kennenlernen zum Auswahlprozess.

Wilken lädt Interessenten ein, vorbeizukommen, damit sie ihn und seine Hunde kennenlernen. Entscheidend sei außerdem, wie seine Retriever auf den Besuch reagieren. Die Vermittlung beschreibt er als Teamgeschichte.

Im Tierheim müssen Interessenten zunächst Fragen zu ihrer Lebenssituation beantworten und das Tier bei einem Besuch kennenlernen. Ross kritisiert, viele Menschen hätten nicht mehr genügend Geduld: Sie wachten morgens mit dem Wunsch nach einem Tier auf und wollten, dass dieser Wunsch am Abend erfüllt sei. Mit Lebewesen funktioniere das jedoch nicht.

Ein Zuchtverband bietet laut Wilken Vorteile bei Gesundheits- und Abstammungssicherheit. Wer mit entsprechenden Papieren züchten möchte, muss einem Zuchtverband beitreten und eine Zuchtzulassung über Seminare erwerben. Dort lernen künftige Züchter Wissenswertes über die Gesundheit der Tiere und die Geburt von Welpen.

Auch nach der Vermittlung könne Unterstützung bestehen. Bei Problemen mit dem Hund zu Hause könnten sich Halter an den Verband oder direkt an den Züchter wenden.

Der Auslandstierschutz wird ebenfalls thematisiert. Die Arche Noah in Brinkum arbeitet mit einem Partnertierheim in Ungarn zusammen. Die Tiere werden gemeinsam ausgewählt, medizinisch untersucht und nach ihrer Ankunft zunächst kennengelernt, um sie anschließend passend vermitteln zu können.

Vor Angeboten im Internet, die mit Begriffen wie Tötungsstation verbunden sind, warnt Ross. Eine Vermittlung über Kleinanzeigen könne dazu führen, dass sich Interessenten allein anhand eines Fotos für ein Tier entscheiden und bei dessen Ankunft vor vielen Problemen stehen.

„Es sollte keine über das Knie gebrochene Entscheidung sein: Es muss gut überlegt sein und passen“, sagt Sarah Ross laut Weser Kurier.

Infobox: Der Artikel empfiehlt eine sorgfältige Entscheidung unabhängig davon, ob das Tier aus dem Tierheim oder von einem Züchter kommt. Kennenlernen, passende Lebensumstände und eine verantwortungsvolle Vermittlung stehen im Mittelpunkt.

„Soko Tierschutz“ kündigt nach Einstellung der Ermittlungen neue Enthüllungen an

Die Augsburger Allgemeine berichtet über den anhaltenden Streit zwischen der „Soko Tierschutz“ und dem Bayerischen Bauernverband. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte, dass Ermittlungen gegen drei Vorstandsmitglieder der „Soko Tierschutz“ wegen des Verdachts der Untreue eingestellt wurden, da kein hinreichender Tatverdacht bestanden habe.

Auslöser des Konflikts waren unter anderem Enthüllungen der Tierschützer zu einem Kaninchenzuchtbetrieb im Landkreis Aichach-Friedberg. Der Bauernverband hatte daraufhin öffentlich die Vermutung geäußert, der gemeinnützige Verein gehe möglicherweise nicht ordnungsgemäß mit Spendengeldern um, und Strafanzeige gegen drei Vorstandsmitglieder gestellt.

Vereinsgründer Friedrich Mülln wertet die Einstellung der Ermittlungen als Erfolg und kündigt weitere Veröffentlichungen an. Er wirft dem Bauernverband eine „Schmutzkampagne“ vor und erklärt, die „Soko Tierschutz“ werde sich in ihrem Ziel, Tierquälerei in Bayerns Ställen und Schlachthöfen zu stoppen, weder einschüchtern noch stoppen lassen.

„Wir lassen uns in unserem Ziel, die Tierquälerei in Bayerns Ställen und Schlachthöfen zu stoppen, weder einschüchtern noch stoppen“, sagte Friedrich Mülln laut der Augsburger Allgemeinen.

Im Mittelpunkt der früheren Enthüllungen stand ein Großbetrieb in Kissing, in dem Tausende Kaninchen gehalten werden. Das Blut der Tiere wird für medizinische Zwecke genutzt, um Antikörper zu gewinnen und damit Krankheiten zu bekämpfen. Die „Soko Tierschutz“ veröffentlichte Aufnahmen, die einen groben Umgang mit den Kaninchen zeigen sollten.

Auch in diesem Fall nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Das Verfahren gegen den Landwirt wurde inzwischen ebenfalls eingestellt. Gleichzeitig war Friedrich Mülln selbst mehrfach mit juristischen Einschränkungen konfrontiert.

Das Landgericht Augsburg entschied im Februar, dass Mülln den Namen des Betriebs und des Leiters nicht mehr nennen darf. Außerdem darf die „Soko Tierschutz“ keine Luftbilder des Hofes zeigen. Der Verein legte dagegen vor, scheiterte Ende Juli jedoch auch vor dem Oberlandesgericht München.

Nach der Einstellung der Ermittlungen gegen ihn selbst kündigte Mülln mögliche rechtliche Schritte gegen den Bauernverband an. In einer Stellungnahme der „Soko Tierschutz“ wurden „falsche Verdächtigung beziehungsweise Vortäuschens einer Straftat“ als mögliche Vorwürfe genannt.

Der Bauernverband bestreitet einen kausalen Zusammenhang zwischen den Aktionen der „Soko Tierschutz“ in landwirtschaftlichen Betrieben und der Strafanzeige gegen den Vereinsvorstand. Generalsekretär Carl von Butler bezeichnete den Schritt als „angemessen“ und „notwendig“ und verwies auf den im Rechtsstaat vorgesehenen Weg. Der Verband prüft laut Bericht eine Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens.

Infobox: Die Ermittlungen gegen drei Vorstandsmitglieder der „Soko Tierschutz“ wurden mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Der Streit mit dem Bauernverband geht weiter, während Friedrich Mülln neue Enthüllungen ankündigt und der Verband eine Beschwerde prüft.

Tiervermittlung: Sonny, Jerry und Domino suchen ein Zuhause

Auf Deine Tierwelt werden mehrere Tiere aus dem Tierschutz vorgestellt. Die Anzeigen für Sonny und Domino betreffen Mischlingshunde, während Jerry als offener und verschmuster Jung-Kater aus dem Bereich der Rassekatzen aus dem Tierheim beziehungsweise Tierschutz geführt wird.

Sonny wird in einer Anzeige mit dem Titel „Süsser SONNY sucht sein Zuhause“ vorgestellt. Das Angebot stammt von einem Partner von Deine Tierwelt, Tiervermittlung.de, und ist dem Bereich „Mischlingshunde (Tierschutz)“ in Neuberg zugeordnet.

Auch Domino hofft auf ein Zuhause. Seine Anzeige auf Deine Tierwelt führt ihn als Mischlingshund aus dem Tierschutz in Regensburg und verweist ebenfalls auf Tiervermittlung.de als Partner.

Jerry wird als „offener, verschmuster Jung-Kater“ beschrieben. Die Anzeige ordnet ihn den Rassekatzen aus dem Tierheim beziehungsweise Tierschutz in Rösrath zu und wird ebenfalls von Tiervermittlung.de unterstützt.

Deine Tierwelt weist bei der Hundevermittlung auf wichtige Punkte vor dem Kauf hin. Dazu zählen die Beziehung zwischen Züchter und Tieren, die Möglichkeit, das Muttertier zu sehen, ausreichender Schlafplatz und Auslauf sowie eine saubere Umgebung.

Außerdem sollen Interessenten auf den Gesundheitszustand achten und prüfen, ob die Welpen und die Mutter gesund und wohlgenährt wirken. Auch Impfungen und Entwurmungen werden als wichtige Fragen genannt.

Für die Übergabe gilt laut den Hinweisen: Welpen sollten nicht an einer Raststätte aus dem Kofferraum gekauft werden. Ein seriöser Züchter vereinbare einen Termin im Zuhause der Interessenten.

Infobox: Deine Tierwelt veröffentlicht Vermittlungsanzeigen für Sonny, Domino und Jerry. Die Plattform erinnert außerdem an eine sorgfältige Prüfung von Haltung, Gesundheit, Züchter und Übergabe.

Quellen: