Tierschutz-News: Ermittlungen, Taubenwagen, Hundevermittlung und neue Kontrollen

Autor: Tierische Freude Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Beiträge berichten über Ermittlungen gegen mutmaßliche Mietnomaden, einen neuen Taubenwagen in Euskirchen, den Tierschutzhund Ben und geplante bessere Kontrollen.

Staatsanwaltschaft Stendal ermittelt gegen mutmaßliche Mietnomaden

Im Landkreis Stendal hat sich die Staatsanwaltschaft Stendal in einen seit einem Jahr andauernden Rechtsstreit zwischen einer Landwirtin und ihren ehemaligen Pächtern eingeschaltet. Im Raum stehen nach Angaben der Volksstimme Vorwürfe wegen mutmaßlichen Betrugs, Diebstahls und möglicher Verstöße gegen den Tierschutz.

Betroffen ist eine Landwirtin aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Die ehemaligen Pächter werden als mutmaßliche Mietnomaden bezeichnet; weitere Einzelheiten zum Verfahren waren in dem vorliegenden Inhalt der Quelle nicht enthalten.

Infobox: Die Staatsanwaltschaft Stendal befasst sich mit einem Fall aus dem Landkreis Stendal. Genannt werden Vorwürfe wegen Betrugs, Diebstahls und Tierschutzverstößen.

Neuer Taubenwagen in Euskirchen bietet Platz für bis zu 150 Tiere

In Euskirchen ist an der Johannesbergstraße ein neuer Bauwagen als Taubenschlag eingerichtet worden. Das Gemeinschaftsprojekt soll bis zu 150 Tauben ein Zuhause bieten und die Tiere zugleich aus der Innenstadt herausführen.

Finanziert wird der Wagen durch die Stadt Euskirchen. Menschen aus dem Caritas-Projekt Moses Plus übernahmen die Einrichtung des Wagens und die Herrichtung des Grundstücks; künftig soll der Tierschutz Euskirchen e.V. die Tauben betreuen.

Gary Falkenstein vom Ordnungsamt, Sylvia Stoffels vom Tierschutz Euskirchen e.V., Maria Surges-Brilon von der Caritas und Marcel Robertz von Moses Plus waren nach Angaben des Wochenspiegels bei der Einweihung dabei. Jan-Christoph Neitscher, Leiter des Fachbereichs Recht und Ordnung bei der Stadt Euskirchen, erklärte, man hoffe, dass sich die Euskirchener Tauben sukzessive an den Bauwagen gewöhnen.

Der Taubenwagen ist mit bunten Tauben verziert, die in städtischen Kindergärten bemalt wurden. Ziel ist es, die Sauberkeit in der Innenstadt und insbesondere in der Fußgängerzone zu verbessern.

In dem neuen Taubenwagen sollen erkrankte Tiere besser versorgt werden können. Außerdem ist vorgesehen, Eier auszutauschen, um die Population zu kontrollieren. Nach Angaben der Stadt Euskirchen sollen diese Maßnahmen sowohl den Tieren als auch der Sauberkeit in der Fußgängerzone zugutekommen.

Infobox: Der neue Bauwagen an der Johannesbergstraße ist für bis zu 150 Tauben vorgesehen. Die Stadt Euskirchen finanziert das Projekt, Moses Plus richtete Wagen und Grundstück her, und der Tierschutz Euskirchen e.V. übernimmt künftig die Betreuung.

Ben sucht ein Zuhause und möchte endlich ankommen

Auf Deine Tierwelt wird der Mischlingsrüde Ben vorgestellt. Das Inserat beschreibt ihn als „ein Herz, das endlich ankommen möchte“ und führt ihn als Mischlingsrüden über 50 Zentimeter aus dem Tierschutz.

Ben wird in Fließem angeboten. In der Anzeige sind als Merkmale „jung“ und „geprüfte Identität“ aufgeführt; im vorliegenden Datensatz ist beim Geschlecht das Symbol für weiblich hinterlegt.

Die Plattform weist zusätzlich auf wichtige Punkte beim Hundekauf hin. Dazu zählen ein vertrautes Verhältnis zwischen Züchter und Tieren, die Anwesenheit des Muttertiers, ausreichend Schlafplatz und Auslauf sowie eine saubere Haltung.

Deine Tierwelt betont außerdem, dass Interessenten beim Welpenkauf auf die Gesundheit und die Haltungsbedingungen achten sollten. Für Ben selbst enthält der vorliegende Inhalt keine weiteren Angaben zu Alter, Charakter, Gesundheit oder Vermittlungsbedingungen.

Infobox: Ben wird in Fließem als Tierschutzhund vorgestellt. Die Anzeige führt ihn als jungen Mischlingshund über 50 Zentimeter und verbindet das Angebot mit allgemeinen Hinweisen zum verantwortungsvollen Hundekauf.

Bundestierschutzbeauftragte setzt auf Austausch und bessere Kontrollen

Silvia Breher ist seit dem 1. September 2025 Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz und damit erste Ansprechpartnerin für tierschutzrelevante Fragestellungen in Deutschland. Seit 2017 ist die Volljuristin für die CDU Abgeordnete im Deutschen Bundestag; außerdem ist sie seit 2019 stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschlands.

Im Gespräch mit petonline.de zieht Breher nach den ersten 200 Tagen im Amt eine Bilanz. Ihr sei es in den ersten Monaten wichtig gewesen, mit Menschen aus dem praktischen Tierschutz ins Gespräch zu kommen.

Dafür besuchte sie nach eigenen Angaben verschiedene Tierheime und Wildtierauffangstationen und lud Tierschutzorganisationen zu Verbändegesprächen ein. Als Ergebnis dieser Gespräche hebt sie die Bedeutung hauptamtlicher und ehrenamtlicher Tierschützer hervor, die täglich dazu beitrügen, das Leben unzähliger Tiere zu verbessern.

„Als Bundestierschutzbeauftragte ist es mir ein großes Anliegen, sie dabei bestmöglich zu unterstützen – etwa indem ich auf strukturelle Probleme aufmerksam mache und deren Lösung vorantreibe.“

Als einen Schwerpunkt der kommenden Monate nennt Breher die vom Kabinett beschlossene Änderung des Tierschutzgesetzes. Ziel sei es, die verpflichtende Videoüberwachung von Schlachthöfen gesetzlich zu verankern.

Das Vorhaben habe sie in den vergangenen Monaten intensiv begleitet und ihre Position eingebracht. Das Gesetz solle neue Kontrollmöglichkeiten für Behörden schaffen und dazu beitragen, Missstände aufzudecken. Menschen, die Tiere misshandelten, könnten dadurch künftig besser zur Verantwortung gezogen werden.

Darüber hinaus sieht Breher Handlungsbedarf bei Tierquälerei in sozialen Medien. Zwar sei die Misshandlung von Tieren laut Tierschutzgesetz strafbar; wer entsprechende Videoaufnahmen auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok hochlade und verbreite, komme jedoch bislang ungestraft davon.

„Deshalb setze ich mich dafür ein, dass diese Lücke endlich geschlossen wird – wenn möglich, noch in diesem Jahr.“

Auch der Dialog mit der Heimtierbranche, Halterverbänden, der Tierärzteschaft und Tierschutzverbänden ist für Breher nach eigenen Angaben von zentraler Bedeutung. Sie ist davon überzeugt, dass ein intensiver Austausch mit allen im Tierschutz aktiven Berufsgruppen, Verbänden und Organisationen notwendig ist.

Infobox: Silvia Breher ist seit dem 1. September 2025 Bundestierschutzbeauftragte. Zu ihren genannten Schwerpunkten gehören die Videoüberwachung von Schlachthöfen, die Verfolgung von Tierquälerei in sozialen Medien und der Austausch mit Tierschutzorganisationen sowie der Heimtierbranche.

Quellen: