Tierschutz im Fokus: Vermittlung, Kontrollen und politische Konflikte
Autor: Tierische Freude Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Tierschutzthemen von Laikis Vermittlung und einem mutmaßlichen Angriff auf PETA-Aktivistinnen bis zu Kontrollmängeln und geplanten strengeren Regeln in Dänemark.
Pressespiegel: Tierschutz im Fokus – von einem Zuhause für Laiki bis zu politischen Konflikten
Charmanter Laiki sucht ein Zuhause
In Neuberg wird über Deine Tierwelt ein Mischlingshund namens Laiki zur Vermittlung vorgestellt. Das Angebot stammt vom Partner Tiervermittlung.de und ist dem Bereich „Hunde aus dem Tierheim / Tierschutz“ zugeordnet.
Die Anzeige enthält außerdem Hinweise für den Hundekauf. Interessierte sollen unter anderem darauf achten, ob die Beziehung zwischen Züchter und Tieren vertraut wirkt, ob das Muttertier vor Ort besichtigt werden kann, ob Schlafplatz und Auslauf vorhanden sind und ob die Tiere gesund, geimpft und entwurmt erscheinen.
Deine Tierwelt warnt zudem davor, Welpen an einer Raststätte aus dem Kofferraum zu kaufen. Ein seriöser Züchter vereinbare einen Termin im Zuhause, heißt es in den veröffentlichten Tipps.
Zusammenfassung: Laiki wird über Tiervermittlung.de zur Adoption angeboten. Deine Tierwelt verbindet die Anzeige mit Empfehlungen zum Schutz vor unseriösen Verkäufern.
Angriff auf Tierschutz-Aktivistinnen auf Santorini
Wie Euronews.com berichtet, sollen drei deutsche Aktivistinnen der Tierrechtsorganisation PETA am 7. September auf der griechischen Insel Santorini von mehreren Eseltreibern angegriffen worden sein. Der Vorfall habe sich an der Karavolades-Treppe zwischen dem alten Hafen und Firá ereignet, während die Frauen eine Protestaktion gegen touristische Esel- und Maultierritte vorbereiteten.
Nach Angaben von PETA filmten die Aktivistinnen ihre Vorbereitungen und die Umgebung. Mehrere Männer sollen versucht haben, weitere Aufnahmen zu verhindern, Protestschilder zerstört, die Frauen beleidigt und sie körperlich angegangen zu haben. Eine Aktivistin soll ins Gesicht geschlagen worden sein.
Aufnahmen zeigen laut Euronews.com eine körperliche Auseinandersetzung. In dem veröffentlichten Videomaterial sei unter anderem zu sehen, wie eine Frau gegen eine Mauer gedrängt wird und anschließend auf die Stufen fällt. Welche Personen für die einzelnen Handlungen verantwortlich waren, sollen die zuständigen Behörden klären.
Die Gemeinde Thira verurteilte jede Form von Gewalt und erklärte, die Ergebnisse der behördlichen Untersuchung abzuwarten. PETA kündigte an, Strafanzeige zu erstatten.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht der Transport von Touristen mit Eseln und Maultieren zwischen dem alten Hafen und Firá. Die Strecke führt über mehr als 500 Stufen; als Alternative steht eine Seilbahn zur Verfügung.
PETA fordert seit Jahren ein vollständiges Verbot der touristischen Esel- und Maultierritte. Die Organisation und andere Tierschutzverbände werfen Haltern und Behörden wiederholt Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen vor. PETA erstattete 2023 gemeinsam mit der griechischen Tierschutzorganisation Ippothesis Anzeige gegen Tierhalter, Eseltreiber und lokale Behörden. Nach Angaben von PETA wurde das Verfahren inzwischen weitgehend eingestellt; gegen einen Tierhalter sei ein Strafverfahren eingeleitet worden.
Die Organisation dokumentierte wiederholt Tiere mit Wunden und Abschürfungen und kritisierte die Arbeitsbedingungen bei hohen Temperaturen. Die örtlichen Behörden verweisen dagegen auf Maßnahmen zur Verbesserung des Tierschutzes und auf die Durchsetzung bestehender Vorschriften.
Bei der aktuellen Aktion wollten die Aktivistinnen eine technische Alternative vorstellen. Besucher sollten mit Exoskeletten demonstrieren können, wie sich der Aufstieg ohne Tiere bewältigen lässt. PETA hatte der Gemeinde angeboten, die Anschaffung solcher Geräte finanziell zu unterstützen, falls die Eselritte eingestellt werden.
Zusammenfassung: Nach einem mutmaßlichen Angriff auf drei PETA-Aktivistinnen auf Santorini soll nun ermittelt werden. Der Konflikt steht im Zusammenhang mit der seit Jahren umstrittenen Nutzung von Eseln und Maultieren für touristische Transporte über mehr als 500 Stufen.
Dänemark: Mehr als 1.500 Nachkontrollen nicht durchgeführt
Nordisch.info berichtet über erhebliche Mängel bei den Tierschutzkontrollen in Dänemark. Eine Bestandsaufnahme des Justizministeriums habe offengelegt, dass mehr als 1.500 notwendige Nachkontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben nicht durchgeführt wurden.
Die Versäumnisse betreffen vor allem den Zeitraum von 2025 bis zur ersten Hälfte des Jahres 2026. Justizminister Nicolai Wammen bezeichnete den Zustand in einer offiziellen Pressemitteilung als absolut unzureichend.
Bereits im April hatten staatliche Rechnungsprüfer die Überwachung der Schweinezucht scharf kritisiert. Nach ihrer Einschätzung besteht durch die lückenhafte Aufsicht das Risiko, dass Missstände in den Ställen unentdeckt bleiben. Zudem seien Steuergelder nicht effizient und gesetzeskonform eingesetzt worden, um das Tierwohl zu gewährleisten.
Das Justizministerium kündigte ein Akutpaket an. Damit sollen die dringendsten Probleme in der Verwaltung gelöst, die Kontrolldichte massiv erhöht und zusätzliche Ressourcen für die Aufsicht bereitgestellt werden.
Geplant sind außerdem härtere Sanktionen für uneinsichtige Landwirte. Wer die Gesundheit seiner Tiere vernachlässigt, soll künftig mit spürbareren Konsequenzen rechnen müssen.
Die Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse bezeichnete die Ergebnisse als zutiefst erschütternd, wenn auch nicht überraschend. Direktorin Britta Riis erklärte, die Organisation habe bereits mehrfach auf die Mängel bei den Nachkontrollen hingewiesen.
„Es fällt mir schwer, dies anders als eine bewusste Entscheidung zu interpretieren, dass die Behörde ihre Arbeit in so gravierendem Maße vernachlässigt hat“, sagte Britta Riis laut Nordisch.info.
Als Gründe dafür, dass die angestrebte Kontrollquote von 20 Prozent in Rinder- und Schweinebeständen vorerst nicht erreicht werden kann, nannte das Justizministerium einen akuten Personalmangel und eine ungewöhnlich hohe Zahl an Ausbrüchen der Vogelgrippe. Diese Krisen hätten Kapazitäten gebunden, die ursprünglich für die reguläre Überwachung der Ställe vorgesehen waren.
Zusammenfassung: In Dänemark wurden mehr als 1.500 erforderliche Nachkontrollen versäumt. Regierung und Tierschutzorganisationen fordern deshalb ein stärkeres Kontrollsystem, mehr Personal und härtere Sanktionen.
Sommerfest im Tierheim Siegen zieht etwa 2000 Besucher an
Die Rhein-Zeitung berichtet über ein erfolgreiches Sommerfest im Tierheim Siegen. Etwa 2000 interessierte Besucher kamen zur Einrichtung in Siegen-Achenbach.
Im Mittelpunkt standen der Tierschutz, das Ehrenamt und die tierischen Schützlinge des Tierheims. Die Veranstaltung machte laut Rhein-Zeitung deutlich, dass Tierschutz viele Menschen bewegt.
Zusammenfassung: Das Sommerfest des Tierheims Siegen erreichte etwa 2000 Besucher. Im Fokus standen Informationen über ehrenamtliches Engagement und die im Tierheim betreuten Tiere.
Dänische Schweinehalter warnen vor Folgen verschärfter Tierschutzregeln
Top agrar berichtet über geplante Verschärfungen des Tierschutzes in Dänemark. Die neue Regierung in Kopenhagen will die Schweinehaltung drosseln und Tierschutzvorgaben ausweiten; der Branchenverband Danske Svineproducenter warnt vor dramatischen Folgen.
Nach Einschätzung des Verbands könnten bereits 2027 bis zu 10 % der Sauenhalter aufgeben. Zugleich stehe Dänemarks Kostenführerschaft im EU-Vergleich auf dem Spiel. Die Regierung wolle außerdem die Ferkelausfuhren deutlich zurückfahren.
Besonders umstritten ist der Zeitplan für das Schwänzekupieren. Darauf soll bereits ab 2030 vollständig verzichtet werden. Der Verband hält die verbleibende Zeit für zu kurz, um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, und befürchtet bei etlichen Betrieben erhebliche Probleme mit Kannibalismus.
Bis 2035 sollen Qualzuchten per Gesetz verboten werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Mindestsäugedauer der Ferkel auf vier Wochen zu erhöhen und die Fixierung von Sauen im Abferkelstall vollständig zu verbieten.
Weitere Pläne sehen vor, erhebliche Teile der Schweinehaltung auf ökologische Produktion umzustellen und deutlich weniger Antibiotika einzusetzen. Bei der Säugezeit und der Fixierung der Sauen würden die dänischen Vorgaben laut Danske Svineproducenter deutlich über den EU-Standard hinausgehen.
Auch der Stallbau soll eingeschränkt werden. Kommunen sollen neue Befugnisse erhalten, um Erweiterungen oder Neubauten von Schweinebetrieben leichter oder schneller abzulehnen, wenn negative Auswirkungen auf Natur, Umwelt oder die lokale Bevölkerung erwartet werden. Ein Gesetzentwurf könnte vorübergehend sogar die Neuerrichtung und Erweiterung konventioneller Schweineställe stoppen.
Das mittelfristige Strukturkonzept sieht außerdem eine stärkere Ausrichtung auf den heimischen Markt vor. Landwirte sollen in erster Linie Schweine aufziehen, die für die eigene Lebensmittelversorgung genutzt oder vor dem Export im Inland weiterverarbeitet werden können.
Dänemark exportiert laut Top agrar jährlich fast 17 Mio. Ferkel. Deutschland bezog im vergangenen Jahr rund 7,3 Mio. Ferkel aus Dänemark und Polen 7,8 Mio. Ferkel. Für Polen seien die Lebendimporte besonders wichtig: Rund 40 % aller dort geschlachteten Schweine gingen auf Ferkel aus Dänemark zurück.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Ferkelausfuhren Dänemarks jährlich | fast 17 Mio. |
| Ferkelbezug Deutschlands im vergangenen Jahr | rund 7,3 Mio. |
| Ferkelbezug Polens im vergangenen Jahr | 7,8 Mio. |
| Anteil der in Polen geschlachteten Schweine aus dänischen Ferkeln | rund 40 % |
| Produktionskosten in Dänemark laut Interpig-Auswertung für 2024 | 1,76 €/kg Schlachtgewicht |
| Exportanteil des produzierten Schweinefleisches | etwa 80 bis 85 % |
| Durchschnittliche Sauen je Betrieb | 888 |
| Durchschnittliche Mastschweine je Betrieb | 2.070 |
| Abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr | 35,6 |
| Mittlere Tageszunahmen in der Mast | 1.075 g |
| Schweinefleischausfuhr im vergangenen Jahr | 1,35 Mio. |
Die Branche befürchtet, dass die Kombination aus strengeren Tierschutzauflagen und schlechten Markterlösen den Strukturwandel beschleunigt. Der Verband rechnet damit, dass bis zu 10 % der Betriebe schließen müssen.
Die Regierung will die Umstellung nach Angaben von Top agrar gemeinsam mit Landwirtschaft, Tier- und Umweltorganisationen sowie der Lebensmittelwirtschaft erarbeiten. Für den sogenannten Schweinepakt ist ein Zeitraum von sechs Monaten vorgesehen. Zusätzlich soll eine Kommission ein halbes Jahr lang konkrete Vorschläge ausarbeiten.
Bei einem Krisentreffen des Verbands in Horsens nahmen mehr als 700 Personen aus der Produktionskette teil. Danske Svineproducenter kündigte an, bei einer Umsetzung einzelner Regierungspläne die Europäische Union einzuschalten. Der Verband wolle prüfen lassen, ob ein nationaler Alleingang die Wettbewerbsfähigkeit dänischer Landwirte beeinträchtigt und EU-rechtlich zulässig ist.
Zusammenfassung: Die geplanten dänischen Tierschutzregeln könnten die Schweinehaltung, den Ferkelhandel und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes erheblich verändern. Besonders Deutschland und Polen wären als wichtige Abnehmer dänischer Ferkel betroffen.
Ermittlungen nach Tierschutz-Einsatz auf Schafweide im Unterallgäu
Die Augsburger Allgemeine berichtet über einen erneuten Tierschutz-Einsatz im Unterallgäu. Dieses Mal ging es um ein Schaf auf einer Weide.
Die Polizei und das Unterallgäuer Veterinäramt rückten noch am Sonntagvormittag aus. Ein krankes Tier wurde eingeschläfert und soll nun untersucht werden.
Der Tierschützer Philipp Hörmann, der maßgeblich den Tierskandal in Bad Grönenbach aufgedeckt hat, machte den Fall öffentlich. Weitere Einzelheiten zu den laufenden Ermittlungen liegen laut Augsburger Allgemeine bislang nicht vor.
Zusammenfassung: Nach einem Einsatz von Polizei und Veterinäramt auf einer Schafweide im Unterallgäu wird ein krankes Schaf untersucht. Das Tier wurde eingeschläfert; die Ermittlungen dauern an.
Quellen:
- Charmanter LAIKI sucht Zuhause (Neuberg) - Mischlingshunde (Tierschutz)
- Zoff in Griechenland: Eseltreiber verprügeln Tierschutz-Aktivistinnen
- Skandalöse Mängel bei Tierschutzkontrollen in Dänemark aufgedeckt
- Tierschutz steht im Fokus: Sommerfest im Tierheim Siegen ist ein voller Erfolg - Kreis Altenkirchen
- Dänemark droht der Kahlschlag
- Polizei ermittelt nach Tierschutz-Einsatz: Krankes Schaf wird getötet und nun untersucht