Tierschutz-Barometer 2026: Mehrheit fordert mehr Engagement von der Bundesregierung

Tierschutz-Barometer 2026: Mehrheit fordert mehr Engagement von der Bundesregierung

Autor: Tierische Freude Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Eine Umfrage zeigt, dass 80% der Deutschen Tierschutz wichtig finden, während nur 21,7% die Regierung für ausreichend engagiert halten; zudem gab es Proteste gegen Massentötungen von Straßenhunden in Marokko. Gleichzeitig feierte Gut Aiderbichl sein 25-jähriges Bestehen und die Wismarer Bürgerschaft setzt sich aktiv für den Tierschutz ein.

Tierschutz-Barometer 2026: Bundesregierung ignoriert Mehrheitswillen

Eine aktuelle Umfrage, durchgeführt von der Organisation Humane World for Animals im Januar 2026, zeigt, dass 80% der 1.500 Befragten Tierschutz als sehr wichtig oder wichtig erachten. Dennoch sind nur 21,7% der Meinung, dass die Bundesregierung ausreichend für den Tierschutz tut, was eine klare Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Bevölkerung und der politischen Realität offenbart.

„Die Menschen sind der Politik weit voraus. Tierschutz hat einen festen Platz in der Mitte der Gesellschaft, auch jenseits parteipolitischer Grenzen.“ - Sylvie Kremerskothen Gleason, Humane World for Animals Deutschland

Besonders besorgniserregend ist die hohe Ablehnung der Trophäen-Hobby-Jagd, die in Deutschland weit verbreitet ist. Deutschland ist der größte Importeur von Jagdtrophäen geschützter Tierarten innerhalb der EU, mit 7.151 Trophäen, die zwischen 2015 und 2024 importiert wurden. Die Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung diese Praxis mehrheitlich ablehnt.

Die Umfrage fordert auch eine bundesweite Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, die von 70% der Befragten unterstützt wird, sowie eine Kennzeichnungspflicht für Eier in verarbeiteten Lebensmitteln, die von 80% befürwortet wird. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Debatte nicht mehr um den Tierschutz selbst, sondern um die Umsetzung politischer Maßnahmen geht.

Die Umfrage wurde von der Organisation Humane World for Animals veröffentlicht und ist auf deren Website einsehbar.

Großdemonstration gegen Massentötungen von Hunden in Marokko

Am 30. Mai 2026 protestierten rund 200 Menschen in Herzogenaurach gegen die geplanten Massentötungen von Straßenhunden in Marokko im Vorfeld der WM 2030. Die Tierschutzorganisation VETO Tierschutz und der Tierschützer Nathan Goldblat führten die Demonstration an, um auf die grausamen Tötungsmethoden aufmerksam zu machen, die in Marokko zur "Säuberung" der Straßen eingesetzt werden sollen.

„Während sich die Aufmerksamkeit der Welt auf die WM 2030 in Marokko richtet, werden hinter den Kulissen Millionen von Hunden getötet.“ - Leoni Feurstein, VETO Tierschutz

Die Protestierenden hielten große Buchstaben mit der Botschaft „Kein Mord für den Fußball“ hoch und forderten die FIFA sowie Sponsoren wie Adidas auf, diese Tierquälerei nicht länger zu ignorieren. Berichten zufolge sollen bis zur WM bis zu drei Millionen Straßenhunde durch Erschießen oder Vergiftungen getötet werden.

Die VETO-Mitarbeiterin, die sich derzeit in Marokko aufhält, beschreibt die Situation als extrem bedrückend, da die Tötungen auf offener Straße stattfinden und die Tiere oft schwer verletzt oder krank sind. Die Protestaktion soll ein starkes Zeichen gegen diese Praktiken setzen.

Die Berichterstattung stammt von der Braunschweiger Zeitung.

Gut Aiderbichl feiert 25 Jahre Tierschutz

Am 31. Mai 2026 feierte Gut Aiderbichl in Henndorf sein 25-jähriges Bestehen mit einer emotionalen Feier, die prominente Gäste und eine Tierparade umfasste. Die Organisation hat in den letzten 25 Jahren über 9.900 Tiere gerettet und bietet ihnen ein sicheres Zuhause.

Ein Höhepunkt der Feier war der Spatenstich für ein neues Hundehaus, das mehr als 30 Hunden ein Zuhause bieten soll. Zudem wird eine offizielle Tiervermittlungsstation eingerichtet, um geretteten Hunden schneller zu helfen.

Das Jubiläumsfest beinhaltete auch eine Diashow, die die Entwicklung von Gut Aiderbichl dokumentierte, sowie musikalische Darbietungen von bekannten Schlagerstars. Die Veranstaltung verdeutlichte den hohen Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft.

Die Informationen stammen von Tips.at.

Wismarer Bürgerschaft setzt sich für Tierschutz ein

Die Wismarer Bürgerschaft hat sich kürzlich für den Tierschutz und ein Nachtfahrverbot ausgesprochen. Diese Initiative zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Tieren in der Region zu verbessern und sicherzustellen, dass ihre Rechte respektiert werden.

Die Bürgerschaft plant, Maßnahmen zu ergreifen, um den Tierschutz in der Stadt zu stärken und die Öffentlichkeit für die Belange von Tieren zu sensibilisieren. Diese Entscheidung zeigt das wachsende Bewusstsein und Engagement für Tierschutzfragen in der lokalen Politik.

Die Berichterstattung stammt von der Ostsee Zeitung.

Quellen: