Tierschützer erheben Vorwürfe gegen Entenmast-Betrieb in Brandenburg wegen Misshandlungen

Tierschützer erheben Vorwürfe gegen Entenmast-Betrieb in Brandenburg wegen Misshandlungen

Autor: Tierische Freude Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Tierschützer haben eine Strafanzeige gegen einen Entenmast-Betrieb in Brandenburg eingereicht, nachdem Videoaufnahmen Misshandlungen dokumentieren. Ein Göttinger Gericht wies die Tierschutz-Gründe eines Grundstückseigentümers als vorgeschoben zurück und Niedersachsen plant ein Verbot der Anbindehaltung von Rindern, während Bayern daran festhält.

Tierschützer stellen Strafanzeige gegen Brandenburger Entenmast-Betrieb

In Brandenburg haben Tierschützer von Animal Rights Watch e.V. (Ariwa) eine Strafanzeige gegen einen Entenmast-Betrieb eingereicht. Videoaufnahmen, die im Dezember 2025 gemacht wurden, zeigen, wie Arbeiter die Tiere treten und sie unsanft behandeln, indem sie sie werfen oder auf den Gitterboden schleudern. Anna Schubert von Ariwa bezeichnet die Aufnahmen als Beweis für schwerste Tiermisshandlungen und klare Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Die Geschäftsführung des betroffenen Betriebs weist die Vorwürfe zurück und erklärt, dass die Tiere keine Anzeichen von Schmerzen oder Leiden zeigen würden. Die Brandenburger Landestierschutzbeauftragte Anne Zinke hingegen sieht in den Aufnahmen eindeutige Tierschutzverstöße und unterstützt die Strafanzeige. Das zuständige Veterinäramt hat bereits angekündigt, die Vorwürfe zu prüfen.

„Das Material zeigt schwerste Tiermisshandlungen“, sagt Anna Schubert von Ariwa.

Zusammenfassung: Tierschützer haben eine Strafanzeige gegen einen Entenmast-Betrieb in Brandenburg eingereicht, nachdem Videoaufnahmen Misshandlungen von Tieren dokumentieren. Die Landestierschutzbeauftragte unterstützt die Vorwürfe, während die Betriebsleitung diese zurückweist.

Göttinger Gericht hält Tierschutz-Gründe für vorgeschoben

Ein Eigentümer aus Einbeck muss die Jagd auf seinem Grundstück dulden, da das Göttinger Verwaltungsgericht die von ihm angeführten Tierschutz-Gründe als vorgeschoben ansieht. Der Mann, der selbst Mitglied einer Jagdgenossenschaft ist, wollte mit einem Zaun um sein Grundstück einen Rückzugsraum für Tiere schaffen, was das Gericht jedoch nicht überzeugte.

Das Gericht stellte fest, dass die wahren Motive des Eigentümers eher darin lagen, Spaziergänger von seinem Grundstück fernzuhalten. Diese Entscheidung zeigt, wie Tierschutzargumente in rechtlichen Auseinandersetzungen hinterfragt werden können.

„Das Gericht sieht die Tierschutz-Gründe als vorgeschoben an“, berichtet das Eichsfelder Tageblatt.

Zusammenfassung: Ein Göttinger Gericht hat entschieden, dass ein Eigentümer die Jagd auf seinem Grundstück dulden muss, da seine Tierschutz-Gründe als nicht glaubwürdig erachtet werden.

Niedersachsen sticht Bayern beim Tierwohl aus

Niedersachsen hat sich mit verschiedenen Interessengruppen auf ein endgültiges Verbot der Anbindehaltung von Rindern geeinigt. Dies bedeutet, dass die Anbindehaltung, die in Bayern nach wie vor weit verbreitet ist, in Niedersachsen bald der Vergangenheit angehören wird. In Bayern leben derzeit etwa 200.000 Kühe in Anbindehaltung, was jede fünfte Kuh im Bundesland betrifft.

Die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber lehnt ein Verbot ab und setzt stattdessen auf Freiwilligkeit und Beratung. Tierschützer kritisieren diese Haltung und fordern ein striktes Verbot, da die Anbindehaltung als Tierquälerei angesehen wird.

„Die Anbindehaltung ist eine Qual für die Rinder“, so die Kritik von Tierschützern.

Zusammenfassung: Niedersachsen plant ein Verbot der Anbindehaltung von Rindern, während Bayern weiterhin an dieser Praxis festhält. Tierschützer fordern ein Umdenken in der bayerischen Agrarpolitik.

Allgäuer Tierschutzskandal 2019: Landwirt gab SOKO Tierschutz entscheidenden Tipp

Im Prozess um den Allgäuer Tierschutzskandal 2019 hat ein Landwirt ausgesagt, dass er die SOKO Tierschutz auf Missstände in einem großen Betrieb aufmerksam gemacht hat. Er berichtete von gesundheitlichen Problemen der Tiere und einer schlechten Futterqualität, die durch die Umstellung auf externes Futter verursacht wurde.

Die SOKO Tierschutz installierte daraufhin Kameras, die belastendes Videomaterial lieferten, welches zur Strafanzeige gegen die Betreiber führte. Der Prozess wird weiterhin beobachtet, da die Vorwürfe schwerwiegende Tierschutzverletzungen betreffen.

„Die Umstände im Stall waren nicht mehr tragbar“, so der Landwirt.

Zusammenfassung: Ein Landwirt hat im Prozess um den Allgäuer Tierschutzskandal entscheidende Hinweise gegeben, die zur Strafanzeige gegen die Betreiber eines großen Betriebs führten. Die SOKO Tierschutz hat daraufhin belastendes Videomaterial gesammelt.

Quellen: