Mähroboter gefährden Igel: Handel startet bundesweite Aufklärungskampagne
Autor: Tierische Freude Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Toom startet eine bundesweite Aufklärungskampagne, die vor Verletzungen von Igeln durch nächtlich eingesetzte Mähroboter warnt und Tagesbetrieb empfiehlt.
Mähroboter und Igel: Handel startet Aufklärungskampagne
Die Gefahren von Mährobotern für Igel stehen im Mittelpunkt einer Informationskampagne, die in der Toom-Filiale in Luckenwalde gestartet wurde. Nach Angaben von nd-aktuell.de soll die Kampagne auf alle 320 Baumärkte des Unternehmens bundesweit ausgeweitet werden.
In Deutschland wurden laut Quelle bereits geschätzt 1,5 bis 2 Millionen Mähroboter verkauft. Die Geräte haben sich technisch weiterentwickelt: Während ältere Modelle häufig erst bei einem Zusammenstoß mit einem Hindernis stoppen, verfügen die neuesten Modelle über Kameras und Objekterkennung und können Hindernisse bereits vorher erkennen.
Für Igel kommt ein herkömmlicher Stoppmechanismus jedoch zu spät. Die Tiere sind nachtaktiv und bleiben bei Gefahr häufig stehen, rollen sich zusammen und werden dadurch für die Schnittmesser des Roboters zu einem schwer erkennbaren Hindernis. In Tierarztpraxen werden laut nd-aktuell.de immer wieder Igel mit weggefetzten Stacheln und tiefen Schnittwunden behandelt.
„Igel sind keine Fluchttiere. Die bleiben stehen und machen sich rund – und dann ist es um die armen Tierchen geschehen“, wird Dominique Rotondi, Geschäftsführer der Toom Baumarkt GmbH, von nd-aktuell.de zitiert.
In Luckenwalde werden Mähroboter der neuesten Generation angeboten, die bis zu 1200 Euro kosten. Ein nicht mit Kameras ausgestattetes Auslaufmodell ist im Abverkauf für knapp 150 Euro erhältlich. Entscheidend sei bei solchen Geräten die richtige Nutzung: Weil Igel nachtaktiv sind, sollen Mähroboter ausschließlich am Tag eingesetzt werden.
Auf einem Faltblatt bei den Geräten heißt es: „Nutze deinen Mähroboter am Tag. So schützt du Igel und andere nachtaktive Tiere, ohne auf einen gepflegten Rasen zu verzichten.“ Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt erklärte laut nd-aktuell.de, ein bewusster Einsatz könne Igeln und anderen nachtaktiven Tieren das Leben retten.
Die Ministerin setzt zunächst auf Information statt auf ein allgemeines Verbot. Sie verwies auf Hamburg, wo der Einsatz von Mährobotern in den Nachtstunden untersagt wurde, stellte aber die Frage, wer eine solche Regelung kontrollieren solle. Toom-Geschäftsführer Rotondi hofft, dass auch andere Baumärkte ihre Kundinnen und Kunden über die Risiken aufklären.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Verkaufte Mähroboter in Deutschland | Geschätzt 1,5 bis 2 Millionen |
| Toom-Baumärkte bundesweit | 320 |
| Preis neuester Modelle in Luckenwalde | Bis zu 1200 Euro |
| Preis eines Auslaufmodells | Knapp 150 Euro |
Infobox: Mähroboter sollen zum Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren am Tag betrieben werden. Die Aufklärungskampagne von Toom wird von der Luckenwalder Filiale auf 320 Baumärkte ausgeweitet.
Brandenburgische Kampagne warnt vor Verletzungen durch Mähroboter
Auch DIE ZEIT berichtet über eine brandenburgische Tierschutzkampagne mit dem Titel „Dein Einsatz für Igel“. In Baumärkten sollen Käuferinnen und Käufer künftig über die Gefahren informiert werden, die Mähroboter für nachtaktive Wildtiere darstellen.
Geschultes Baumarkt-Personal soll darauf hinweisen, dass die Geräte in der Dämmerung und nachts pausieren sollen. Igel nehmen die geräuscharmen Mähroboter häufig erst spät wahr. Trotz Sensortechnik können die Geräte über die Tiere fahren und dadurch tiefe Schnittwunden, Verstümmelungen und nicht selten Amputationen verursachen.
Nach Angaben von DIE ZEIT haben manche Kommunen bereits Nachtfahrverbote erlassen. Genannt werden Cottbus und der Landkreis Dahme-Spreewald. Andere Städte setzen dagegen auf Freiwilligkeit und Appelle an Gartenbesitzer.
Die Stadt Brandenburg an der Havel teilte im Juni mit, dass innerhalb weniger Tage drei durch Mähroboter verletzte Igel in einem Naturschutzzentrum abgegeben worden seien. Gleichzeitig wird von einer deutlich höheren Zahl betroffener Tiere ausgegangen, weil sich verletzte Igel häufig in Verstecke zurückziehen und dort unbemerkt sterben.
Der Igel zählt laut dem Agrar- und Umweltministerium zu den besonders geschützten Arten. Dennoch gehen seine Bestände seit Jahren zurück.
Infobox: Brandenburg setzt bei Mährobotern auf Aufklärung über den Betrieb bei Tageslicht. Neben Verletzungen durch die Geräte wird eine hohe Dunkelziffer vermutet, weil sich verletzte Igel oft zurückziehen.
Münchner Tierheim versorgt immer mehr Wildtiere
Das Tierheim München schlägt Alarm: Immer mehr Wildtiere geraten in Not, während die Wildtierstation an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Bei der Jahrespressekonferenz erklärte Kurt Perlinger vom Tierschutzverein München laut TZ, der Tierschutz stehe an einem Wendepunkt.
Als Gründe für die steigende Zahl hilfsbedürftiger Wildtiere nennt der Bericht den Klimawandel, die Flächenversiegelung, den Rückgang des Nahrungsangebots infolge des Insektensterbens sowie den Verlust natürlicher Lebensräume. Die Wildtierstation des Münchner Tierheims ist laut TZ die einzige professionell betriebene Wildtierstation in Süddeutschland.
Aktuell werden dort rund 400 Wildtiere versorgt. Allein im Juni waren es 335 Wild- und Wasservögel, 50 Igel und Marder sowie 40 Tauben.
| Tiergruppe | Anzahl im Juni |
|---|---|
| Wild- und Wasservögel | 335 |
| Igel und Marder | 50 |
| Tauben | 40 |
| Aktuell versorgte Wildtiere insgesamt | Rund 400 |
Wegen der begrenzten Kapazitäten muss die Einrichtung regelmäßig vorübergehende Aufnahmestopps verhängen. Der Tierschutzverein fordert deshalb einen Ausbau der Wildtierversorgung in Bayern – entweder durch weitere öffentliche Auffangstationen oder durch eine gesicherte finanzielle Förderung bereits bestehender Einrichtungen.
Darüber hinaus setzt sich der Verein für ein Verbandsklagerecht anerkannter Tierschutzorganisationen ein. Damit könnten diese behördliche Entscheidungen gerichtlich überprüfen lassen.
Ein weiteres Anliegen betrifft Hunde, die unter die Bayerische Kampfhundeverordnung fallen. Hohe Hundesteuern, uneinheitliche Rassefeststellungen sowie strenge Haltungsverbote und -auflagen erschweren laut TZ ihre Vermittlung. Dadurch gelangten auch gut sozialisierte und verantwortungsvoll gehaltene Hunde immer wieder ins Tierheim.
Im Jahr 2025 versorgten die Tierschützer insgesamt 7 073 Tiere. Darunter waren 4 794 Wildtiere, 872 Kleintiere, 915 Katzen und 492 Hunde. 1 150 Tiere konnten vermittelt werden.
| Versorgte Tiere im Jahr 2025 | Anzahl |
|---|---|
| Tiere insgesamt | 7 073 |
| Wildtiere | 4 794 |
| Kleintiere | 872 |
| Katzen | 915 |
| Hunde | 492 |
| Vermittelte Tiere | 1 150 |
Das Tierheim lädt am Samstag, 25. Juli, von 11 bis 16 Uhr zu seinem Sommerfest in der Brukensthalstraße 6 ein. Vorgesehen sind unter anderem Livemusik, ein Kinder- und Bühnenprogramm, Verkaufsstände sowie Speisen und Getränke.
Infobox: Die Münchner Wildtierstation versorgt aktuell rund 400 Tiere und musste bereits vorübergehende Aufnahmestopps verhängen. Der Tierschutzverein fordert mehr öffentliche Auffangstationen oder eine gesicherte Finanzierung bestehender Einrichtungen.
Hunde aus dem Tierschutz warten auf ein Zuhause
Auf Deine Tierwelt werden mehrere Hunde aus dem Tierschutz vorgestellt, die weiterhin auf ein neues Zuhause warten. Zu den veröffentlichten Angeboten gehören ein Spaniel-Mix mit dem Namen Titian, die Mischlingshündin Ribana und der Mischlingshund Pepino.
Das Inserat „Titian Spaniel Mix wartet immer noch im“ ist als Angebot des Partners Tiervermittlung.de gekennzeichnet. Weitere Angaben zur Beschreibung des Hundes sind im vorliegenden Inhalt nicht enthalten.
Auch Ribana wird über Tiervermittlung.de angeboten. Der Titel beschreibt die Mischlingshündin als „voller Tatendrang“ und ordnet sie der Kategorie „Mischlingshündin bis 50cm (Tierschutz)“ zu.
Pepino wartet laut dem Inserat in 22459 Hamburg. Auch dieses Angebot stammt aus dem Bereich „Mischlingshunde (Tierschutz)“ und wird von Tiervermittlung.de bereitgestellt.
Deine Tierwelt weist in den eingeblendeten Kaufhinweisen auf wichtige Prüfungen vor dem Erwerb eines Hundes hin. Interessierte sollten darauf achten, dass die Beziehung zwischen Züchter und Tieren vertraut wirkt, der Züchter sich für die künftige Umgebung interessiert und auch nach dem Kauf erreichbar bleibt.
- Das Muttertier sollte vor Ort sein und angesehen werden können.
- Die Tiere sollten einen Schlafplatz und Auslauf haben, die Wohnung sollte sauber sein.
- Der Gesamteindruck von Welpen und Mutter sollte gesund und wohlgenährt sein.
- Es sollte geklärt werden, ob die Tiere geimpft und entwurmt sind.
- Welpen sollten nicht an einer Raststätte aus einem Kofferraum gekauft werden.
Nach dem Hinweis von Deine Tierwelt vereinbart ein seriöser Züchter einen Termin im Zuhause der Interessierten. Die Plattform veröffentlicht die genannten Angebote im Bereich der Hunde aus dem Tierheim beziehungsweise aus dem Tierschutz.
Infobox: Titian, Ribana und Pepino werden über Angebote von Tiervermittlung.de auf Deine Tierwelt vorgestellt. Die Plattform empfiehlt, vor einer Übernahme Haltungsbedingungen, Gesundheitszustand und die Seriosität der Vermittlung sorgfältig zu prüfen.
Quellen:
- Tierschutz – Respekt, wer Igel schützt!
- Titian Spaniel Mix wartet immer noch im
- Tierschutz: Mähroboter verletzen Igel - auch Handel startet Aufklärung
- Immer mehr Wildtiere in Not: Tierheim München schlägt Alarm – „Der Tierschutz steht an einem Wendepunkt“
- RIBANA ~ steckt voller Tatendrang (Duisburg) - Mischlingshündin bis 50cm (Tierschutz)
- Pepino - wartet in 22459 Hamburg (Hamburg) - Mischlingshunde (Tierschutz)